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U23
13.11.2021

Bittere Niederlage gegen Gießen

Nächster Rückschlag für die U23. Auch im Heimspiel gegen den Tabellenletzten der Regionalliga Südwest, den FC Gießen, blieb „Hoffe zwo“ ohne Punkte und kassierte beim 1:2 (0:0) die fünfte Niederlage in Folge. Fisnik Asllani erzielte für das Team von Trainer Kai Herdling den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Das Personal

Auf vier Positionen nahm Herdling nach dem 2:5 in Aalen Veränderungen vor: Für Luca Philipp stand diesmal Nahuel Noll zwischen den Pfosten. Melayro Bogarde, Joshua Brenet und Aljaž Casar, der mit der slowenischen U21 unterwegs ist, wurden durch Robin Szarka, Michael Guthörl und Fabian Rüth ersetzt.

Der Spielfilm

Das Schlusslicht igelte sich im nasskalten Dietmar-Hopp-Stadion keineswegs hinten ein, sondern versuchte vom Anpfiff weg, den Hausherren den Schneid abzukaufen. Trainer Daniyel Cimen ließ sein Team in einem 4-5-1 agieren und die schnelle Spitze Takeo Itoi stiftete in der Anfangsphase viel Unruhe – auch wenn der Japaner in der vierten Minute erstmal freistehend ein Luftloch schlug. Die erste nennenswerte TSG-Szene leitete Gautier Ott ein, als er den Ball schnell nach vorne trieb und auf Fisnik Asllani ablegte, doch der wurde im ersten Versuch geblockt und setzte den zweiten über das Gehäuse (21.).

Es war die beste Phase der Herdling-Elf, die kurz darauf wieder einen sehenswerten Angriff zeigte: Niklas Kölle legte zurück auf Andreas Ludwig, doch die Direktabnahme des Kapitäns aus 16 Metern strich am rechten Pfosten vorbei (23.). Das Chancenplus lag jedoch bei den Gießenern, Nahuel Noll im TSG-Tor hatte definitiv mehr zu tun als sein Gegenüber Frederic Löhe. Zum Beispiel in der 31. Minute, als der A-Jugendliche nach einem Schuss von Daniel Owusu die Arme hoch riss und zur Ecke klärte.

Als wenige Minuten nach Wiederanpfiff bereits das Flutlicht eingeschaltet wurde, fielen schließlich auch die Tore. Die Kugel landete zunächst bei Donny Bogicevic, der aus zwei Metern an Noll scheiterte, doch Itoi war zur Stelle und staubte den Abpraller zur Gießener Führung ab (52.). Ärgerlich: Wenige Sekunden zuvor musste der Ex-Gießener Marco Boras verletzt raus.

„Hoffe zwo“ schüttelte sich nur kurz. Wieder sorgte Ott über die linke Seite für Gefahr, seine flache Hereingabe klärte Marian Sarr grätschend gerade noch zur Ecke. Die brachte Andreas Ludwig scharf vors Tor, Fisnik Asllani drückte den Ball per Kopf über die Linie – 1:1 (56.).

Die U23 hatte jetzt Oberwasser und kombinierte sich ab und an schön nach vorne, ohne sich aber große Chancen herauszuspielen. Asllanis Drehschuss im Sechzehner wurde geblockt, dann musste jedoch auf der anderen Seite schon wieder Noll per Fußabwehr gegen den aufgerückten Linksverteidiger Gianluca Lo Scrudato klären (62.).

Lo Scrudato war es schließlich auch, der die Hoffenheimer in der 83. in Schockstarre versetzte. Als der Deutsch-Italiener 20 Meter vor dem Tor nicht angegriffen wurde, zog er einfach mal ab. Der Schuss wurde noch von Lucas Zeller leicht abgefälscht und zappelte plötzlich hinter Noll im Netz, Lo Scrudato ließ sich derweil als Schütze feiern.

Die Trainerstimme

„Wir sind natürlich über das Ergebnis maßlos enttäuscht“, sagte Herdling nach der Partie. „Die Mannschaft hat jetzt auch aufgrund meiner zweiwöchigen Abwesenheit schwierige Wochen hinter sich, wird sich aber auch wieder aus diesem Loch rausziehen, davon bin ich überzeugt. Dass die Jungs heute keine gute Leistung abgerufen haben, wissen sie selbst. Wir müssen diese Niederlage jetzt akzeptieren und uns wieder schnell auf unsere Stärken besinnen.“

Die Szene

Das 1:2. Zu diesem Zeitpunkt drohte eigentlich keine große Gefahr, die Partie schien auf ein Unentschieden hinauszulaufen. Doch dann zog Lo Scrudato auf Verdacht ab, bei Dauer-Nieselregen durchaus ein probates Mittel. Abgefälscht, Tor. Danach stand „Hoffe zwo“ nicht mehr auf.

Die Tabelle

Langsam wird die Lage prekär. Nur noch das bessere Torverhältnis trennt die Hoffenheimer von einem sicheren Abstiegsplatz. Sollte aus der 3. Liga ein Team aus dem Südwest-Bereich runterkommen, würde es die U23 Stand heute erwischen. An der Tabellenspitze profitierte Mainz II vom Spielausfall des SSV Ulm und übernahm vorerst wieder die Führung.

Das Stenogramm

TSG 1899 Hoffenheim II – FC Gießen 1:2 (0:0)
Hoffenheim: Noll – Szarka, Boras (52. Zeller), Rüth, Kölle – Zaiser – Asllani, Ludwig (70. Erb) – Guthörl (70. Khan Agha), Proschwitz, Ott.
Gießen: Löhe – Fisher, Fink, Sarr, Lo Scrudato – Sawada, Trkulja – Owusu (84. Öztürk), Bogicevic (90.+1 Münn), Takehara – Itoi (88. Reithmeir).
Tore: 0:1 Itoi (52.), 1:1 Asllani (56.), 1:2 Lo Scrudato (83.). Zuschauer: 140. Schiedsrichter: Timo Lämmle (Kernen im Remstal). Karten: Gelb für Szarka, Erb.

Daten & Fakten zum Spiel »

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