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CAMPUS
16.11.2021

9. Workshop Kinderfußball: Durchblick im Nebel

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Rund 50 Teilnehmer haben sowohl in Präsenz als auch über Livestream den 9. Workshop Kinderfußball besucht und für ihre Arbeit in ihren jeweiligen Vereinen viel Input zum Schwerpunkt „Spielvortrag im Kinderfußball – kreativer und zielstrebiger Spielaufbau“ mitgenommen.

Der für den sportlichen Teil verantwortliche U13-Trainer Arne Stratmann und sein Team hatten in diesem Jahr wahrlich kein Glück. Im Oktober hatte das Sturmtief „Ignatz“ eine kurzfristige Absage der Veranstaltung erzwungen, beim Nachholtermin legten sich nun Nebel und Eiseskälte über den Kunstrasenplatz hinter dem Dietmar-Hopp-Stadion. Doch Stratmann und seine Mitstreiter ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. „Wir sind sehr froh, dass wir nach dem coronabedingten Ausfall in 2020 überhaupt wieder einen Workshop durchführen konnten und haben uns über die positive Resonanz der Teilnehmer sehr gefreut.“

Bei seiner Begrüßung blickte Stratmann zunächst auf die Workshop-Historie zurück, die bereits 2012 ihren Anfang nahm und mit Ausnahme von 2020 Kinderfußball-Trainern aus ganz Deutschland jährlich neue Impulse gibt. Es ist die Philosophie der TSG-Trainerschule, ihr Wissen zu teilen, um auch die kleinen Vereine davon profitieren zu lassen. Aus diesem Grund wurde im Frühjahr auch das Kinderfußball-Buch, dessen Co-Autor Stratmann ist, herausgegeben (Interessierte können hier ein Exemplar erwerben) und auf dessen Inhalte auch die Einheiten der TSG-Trainerschule ausgerichtet sind.

Aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen fand der Workshop ganztägig im Freien statt. Das Thema wurde in vier Abschnitte zu je einer Stunde unterteilt und jeweils von TSG-Trainern präsentiert: Manuel Sanchez und Maximilian Roth machten mit der U10 den Anfang und demonstrierten Trainingsformen zur Förderung einer mutigen und aktiven Spielweise. Es folgten Melanie Fink und Valentin Bless, die mit der U11 den technischen Aspekt beleuchteten. Nach der Mittagspause machten Tom Strauß und Hannes Ehrhard mit der U12 weiter und rückten das „Entscheidungsverhalten“ in den Mittelpunkt, zum Abschluss besprachen Stratmann und Sanchez dasselbe Thema, als Demo-Gruppe diente ihnen die U13. Dabei wurde stets versucht, einen Übertrag von einer Trainingseinheit mit gesichteten Spielern zu einer mit Breitensport-Kids bei kleineren Vereinen herzustellen.

Viel Lob in der Abschlussdiskussion

Die Teilnehmer, darunter Trainer aus Büblinghausen bei Wetzlar, Kaiserslautern, Kuppenheim und sogar vom Grasshopper-Club aus Zürich, saugten die Inhalte wissbegierig auf und stellten auch während der Einheiten Fragen. Wie bei den Workshops in den Jahren zuvor wurden die Ergebnisse des Tages in einer Abschlussdiskussion im Plenum zusammengeführt. Dabei gab es viel Lob für die TSG-Trainer. „Der Workshop war eine hervorragende Ergänzung zum Kinderfußball-Buch, mit dem wie viel arbeiten, und wie immer sehr praxisnah und informativ“, sagte etwa Dirk Wiggershaus, der beim ASC Neuenheim für die U7- bis U13-Teams verantwortlich ist.

Auch Stratmann zeigte sich am Ende des Tages aller Widrigkeiten zum Trotz sehr zufrieden: „Es war unsere erste Hybrid-Veranstaltung und somit auch für uns eine neue Erfahrung. Ich freue mich, dass auch von der technischen Seite alles hervorragend geklappt hat, wir den Teilnehmern wieder vieles mitgeben konnten und positives Feedback bekommen haben. Es war uns wie immer wichtig zu zeigen, dass unsere Inhalte aufeinander aufbauen und sich wie ein roter Faden durch die unteren Jahrgänge ziehen. Bei allem Bestreben nach kontinuierlicher Verbesserung und Weiterentwicklung muss auch der Spaß am Fußball immer gefördert werden.“

Stratmanns Dank galt allen Trainern, die an der sportlichen Planung und Durchführung beteiligt waren, U17-Videoanalystin Nadine Rolser für die Umsetzung des Livestreams sowie Noelle Herbst und Simon Reich für die Organisation hinter den Kulissen. Eigentlich wäre es bereits der zehnte Workshop Kinderfußball gewesen, durch den Ausfall 2020 war es also nur der neunte. „Macht nichts“, so Stratmann. „Dann feiern wir eben in 2022 Jubiläum. Die Vorbereitungen werden zeitnah beginnen.“

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