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17.08.2013

Premierensieg in Hamburg - 5:1 heißt es am Ende für die TSG

Markus Gisdol (44) und Videoanalyst Johannes Spors (31) hätten sich an ihrem Geburtstag kein besseres Geschenk wünschen können, als zum ersten Mal in der Bundesligageschichte der TSG drei Punkte aus der Hansestadt zu entführen. Das Schönste allerdings ist die Art und Weise, wie der 5:1-Auswärtserfolg zu Stande kommt. Verdiente Führung, streitbare Schiedsrichterentscheidung vor dem Ausgleich, um dann mit einer äußerst konzentrierten und engagierten Leistung bis zum Schluss den - aufgrund der deutlichen Mehrzahl an hochkarätigen Torchancen – verdienten Auswärts-Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Firmino und Modeste (je zwei Mal) sowie Volland sorgen für die Tore.

Gisdol verändert sein Team im Vergleich zum ersten Spieltag auf zwei Positionen: Für den angeschlagenen Sebastian Rudy rückt Sejad Salihovic auf die Doppelsechs neben Eugen Polanski. Und auf der linken Abwehrreihe erhält Fabian Johnson den Vorzug vor Stefan Thesker. Von Beginn an ist die TSG gut im Spiel. Bereits in der zweiten Minute ein Tempogegenstoß nach Ballgewinn über Roberto Firmino. Ganz knapp vor dem Strafraumeck wird er per Foulspiel gestoppt, wobei der folgende Freistoß keine Gefahr für das Tor der Gäste darstellt. Und nur drei Minuten später die nächste hervorragende Offensivaktion, die dann auch erfolgreich abgeschlossen wird. Johnson flankt den Ball ins Zentrun, wo Firmino mustergültig zum Kopfball hochgeht und platziert ins rechte Eck zum 1:0 vollendet.

Der HSV ist danach sichtlich bemüht, Ruhe ins Spiel zu bringen, um nicht gleich in den nächsten Konter zu laufen. Aber die Kraichgauer stehen sehr kompakt. Acht Spieler bilden ein Rechteck, nur Firmino und Modeste stören die Aufbauspieler und erzwingen so immer wieder Abspielfehler. In der zwölften Minute lupft Volland den Ball mustergültig in den Strafraum zu Modeste, der ihn per Dropkick in Richtung HSV-Tor bringt. Keeper Adler ist jedoch rechtzeitig raus aus dem Gehäuse und wirft sich in den Schuss. Die Norddeutschen stellen ihrerseits in der ersten Viertelstunde 1899-Schlussmann Koen Casteels vor keine allzu schweren Prüfungen.

1899 in Lauerstellung

Der HSV übernimmt dann langsam aber stetig die Ballkontrolle. Richtig gefährlich wird es aber auch in der 23. Minute nicht, als ein Angriff über Beister läuft, der den Ball in den Strafraum bis an den Fünfmeterraum bringt, dann aber beim versuchten Querpass in die Mitte wegrutscht. Hoffenheim macht den Raum eng und lauert auf die Chance zum schnellen Gegenstoß. So, wie in Spielminute 28 als Modeste nach Zuspiel von Firmino mit dem Ball aufs Hamburger Tor zu läuft, sein Schuss jedoch von Gegenspieler Westermann noch zur Ecke abgefälscht werden kann. Auch vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff eine gefährliche Situation über Firmino, dessen Schuss aus 15 Metern abgefälscht wird und knapp am langen Pfosten vorbeifliegt.

Eine äußerst streitbare Situation im 1899-Strafraum, bei der der Ball an den angelegten Oberarm von Elyounoussi springt, sieht der Schiedsrichter als strafstoßwürdig und zeigt zwei Minuten vor dem Seitenwechsel auf den Punkt. Van der Vaart lässt sich die Chance nicht nehmen und erzielt mit der ersten Großchance den 1:1-Ausgleich.

Sofort in voller Fahrt

Gisdol schickt für die zweiten 45 Minuten die gleiche Elf zurück aufs Feld und auch am Spiel ändert sich zunächst nicht viel. Die TSG mit den schlagenden Argumenten im eigenen Angriffsspiel. So fällt bereits in der 51. die erneute Führung der Kraichgauer: Volland wird halblinks glänzend freigespielt, geht noch ein paar Meter und schließt dann ins lange Eck zum 2:1 ab. Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, denn auch der HSV spielt fortan bedingungsloser in die Spitze.

Während die Hamburger jedoch weiterhin keine zwingenden Torchancen haben, stellt sich die TSG hier besser an. Nach gut einer Stunde tankt sich erneut Volland auf der rechten Seite durch und legt ab für Firmino, dessen Schuss am langen Pfosten vorbeigeht. Und weitere sieben Minuten später wird ein weiterer starker Spielzug belohnt: Firmino ist es letztlich, der den Ball scharf in die Mitte bringt, wo ihn Modeste aus kurzer Distanz direkt nimmt und im kurzen Eck zum 3:1 unterbringt.

Und dieses Konzept der schnellen Gegenangriffe greift auch danach immer wieder. Am besten eine Viertelstunde vor Schluss als erneut Firmino und Volland auf der rechten Seite Doppelpass spielen und in der Mitte Anthony Modeste auf 4:1 erhöht. Die Moral der Gastgeber scheint danach gebrochen, aber die Spiellaune der Kraichgauer bleibt entfacht. Nur drei Minuten später erhöht Firmino mit einem 16-Meter-Schuss aus halbrechter Position gar auf 5:1. Der Schlusspunkt unter einen gelungenen Hoffenheimer Fußball-Nachmittag.

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