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28.04.2012

Hoffenheim verliert letztes Heimspiel gegen Nürnberg

Nach der Niederlage am 33. Spieltag im letzten Heimspiel der Saison ist der Zug Richtung Europa für 1899 Hoffenheim endgültig abgefahren. Die Kraichgauer zogen gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:3 (1:2) den Kürzeren. Die Treffer für Hoffenheim erzielten Andreas Beck und Edson Braafheid.

Eine Änderung nahm Trainer Markus Babbel im Vergleich zum Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen vor. Tobias Weis musste aufgrund muskulärer Probleme kurzfristig passen und wurde von Knowledge Musona ersetzt. Ansonsten begrüßte das Hoffenheimer Publikum beim letzten Heimspiel der Saison in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena die gleiche Elf wie in der vergangenen Woche. Zwei Specials gab es dann doch noch: Hoffenheim lief in den neuen, eleganten Heimtrikots auf: das typische Hoffenheim-Blau mit feinen Nadelstreifen durchzogen. Und viel schöner: Die Fans begrüßten Tom Starke mit einer wunderschönen Choreographie, die sich durch das gesamte Rund zog. Mit blau-weißen Tafeln plädierten sie für Hoffenheims Nummer eins und feuerten Starke auch in den 90 Minuten lautstark an. Außerdem wurden Daniel Haas, Andreas Ibertsberger und Srdjan Lakic für ihre Zeit in Hoffenheim verabschiedet. Alle drei Spieler verlassen den Verein nach Saisonende.

In einem Spiel, im dem die Hausherren nur noch winzige Chancen auf einen Qualifikationsplatz für die Europa League hatten, begann Hoffenheim offensiver und agiler. Die erste bessere Möglichkeit hatte Sven Schipplock nach feinem Zuspiel von Musona in die Spitze, der ehemalige Stuttgarter traf aber nur das Fangnetz hinter dem Zaun. Hoffenheim war besser, aber Nürnberg effektiver. Zum zweiten Mal tauchten die Gäste in der neunten Minute vor dem Hoffenheimer Tor auf, Daniel Didavi zog aus 20 Metern ab, Starke ließ nach vorne abklatschen. Dort lauerte nur der Nürnberger Tomas Pekhart, der keine Mühe hatte, den Ball aus sieben Metern über die Linie zu schieben – 0:1 für die Gäste. Die schnelle Reaktion der Kraichgauer folgte fast im Gegenzug. Von der linken Seite kam der Ball flach in die Mitte, zwei Nürnberger Abwehrspieler schafften es nicht, zu klären. Musona hatte freie Schussbahn, sein flacher Linksschuss rollte aber flach am langen Pfosten vorbei (12.). Nach dem Gegentreffer entwickelte sich eine offene Partie, bei Nürnberg kam Ruhe ins Spiel, Hoffenheim suchte nach der Lücke in der Gäste-Abwehr, fand diese aber zunächst nicht. Bis zur 22. Minute und dem verdienten Ausgleich. Nach einer schönen Kombination von Babel, Vukcevic und Musona vollendete Kapitän Andreas Beck im Fallen zum 1:1. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, weil Hoffenheim deutlich mehr fürs Spielgeschehen tat und sich das Tor erarbeitet hatte.

1899 hatte Spaß am Spiel, das war der Elf von Trainer Babbel sichtbar anzumerken. Viele Angriffe liefen über die rechte Seite, auf der Vukcevic und Beck viele Kilometer abliefen. Nach einer knappen halben Stunde, wieder nach einem Angriff über die rechte Seite, fast das 2:1. Dieses Mal hatte sich Schipplock durchgesetzt, aber in der Mitte verpasste Musona das Tor wieder um wenige Zentimeter, sein Schuss wurde aber von einem Nürnberger Abwehrbein noch abgefälscht. Die TSG hatte die Partie im Griff, die Franken taten sich schwer, sich von den Angriffswellen der Hoffenheimer zu befreien. Einzig bei Standards musste Starke auf der Hut sein. In der 35. Minute kam Hanno Balitsch frei zum Kopfball. Viel mehr war vom FCN im gegnerischen Strafraum aber nicht zu sehen. Anders auf der Gegenseite, wo Ryan Babel und Schipplock sechs Minuten vor der Pause die nächsten Möglichkeiten liegen ließen. Erst scheiterte „Schippo“ alleinstehend aus vier Metern an Keeper Raphael Schäfer (eine Hunderprozentige), den Nachschuss traf Babel nicht richtig – Nürnberg im Glück. Fünf Minuten später – Nürnberg im Torglück und Hoffenheim für die schwache Chancenverwertung bestraft. Auf der rechten Seite überlief Markus Feulner Fabian Johnson, die Hereingabe in die Mitte verwertete Didavi zum 1:2, Starke war dabei machtlos.

Nürnberg effektiver

Nach dem Seitenwechsel machten beide Teams ohne personelle Wechsel weiter. Die erste große Möglichkeit hatten die Gäste durch Albert Bunjaku, der im Strafraum abzog, aber Hoffenheims Nummer Eins lenkte den Schuss mit einer starken Parade über die Torlatte. Die Gastgeber drückten auch in Halbzeit zwei aufs Gas, waren zunächst mit Standards gefährlich, Sejad Salihovic‘ Kopfball konnte Schäfer entschärfen (56.). Vier Minuten später verpasste Jannik Vestergaard eine Freistoßflanke von Salihovic nur knapp. Nürnberg war in erster Linie darauf aus, den knappen Vorsprung zu verteidigen. Hoffenheim erspielte sich mehr Chancen, aber erneut Schipplock und auch Vukcevic vergaben. Nach 69 Minuten sorgte Babbel mit der Einwechslung von Peniel Mlapa für frischen Schwung, Knowledge Musona verließ den Platz. Statt in Richtung Tor von Schäfer ging es zunächst aber in die andere Richtung, wo Starke zum dritten Mal hinter sich greifen musste. Zum zweiten Mal traf Pekhart, nachdem er den Ball erst an die Latte, dann aber ins Tor geköpft hatte (72.). In seinem letzten Heimspiel für Hoffenheim schenkte Babbel dem zum VfL Wolfsburg zurückkehrenden Lakic noch einige Minuten Spielzeit. Lakic hatte in der Phase nach dem dritten Gegentreffer, in der die Offensivbemühungen der Hoffenheimer nicht mehr ganz so intensiv waren eine gute Möglichkeit. Aus sechs Metern glich sein Abschluss aber eher einer Rückgabe als einem Torschuss. Nürnberg hätte das Spiel neun Minuten vor Ende endgültig für sich entscheiden können, aber Bunjaku scheiterte am Außenpfosten. Statt der Entscheidung kam Hoffenheim nochmal ran und erzielte in der 88. Minute den Anschlusstreffer durch den eingewechselten Edson Braafheid. Kurz zuvor hatte Lakic Pech, als Schäfer ihm den Ball nach einer Flanke von Mlapa gerade noch vor dem Kopf wegfaustete. Hoffenheim warf in den Schlussminuten alles nach vorne, musste den Platz nach 90 Minuten mit einer knappen Niederlage gegen Nürnberg aber als Verlierer verlassen.

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