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AKADEMIE
13.12.2020

Mein TSG-Moment (18): David Otto und das Erweckungserlebnis

Der Fußball steckt voller Emotionen, vor allem, wenn der eigene Verein beteiligt ist. In unserer Serie „Mein TSG-Moment“ blicken aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, Trainer und Spieler der Akademie auf ihre ganz besonderen Momente mit der TSG zurück – ob als aktiv Beteiligte oder als Zuschauer. Heute: David Otto, TSG-Profi, der für die Akademie-Teams von der U14 bis zur U23 spielte und aktuell auf Leihbasis für den Zweitligisten 1.FC Heidenheim aufläuft. Sein TSG-Moment war das Halbfinale um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft 2016.

»Es gab wirklich sehr viele schöne Momente, die ich mit der TSG erleben durfte. Die Youth-League-Saison 2018/19 mit dem absoluten Highlight-Sieg im Viertelfinale gegen Real Madrid oder mein Bundesligadebüt gegen Hannover 96 zum Beispiel. Für mich war aber definitiv meine erste Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft in der Saison 2015/16 der schönste TSG-Moment. Ich war damals noch U17-Spieler, durfte aber schon bei der U19 dabei sein und zum ersten Mal solch bedeutende Duelle erleben. Vor allem das Halbfinale gegen Werder Bremen ist mir noch sehr gut in Erinnerung geblieben, weil wir das im Gegensatz zum Finale gegen Borussia Dortmund auch erfolgreich gestaltet haben.

In dieser Saison durfte ich bereits in der Hinrunde unter Julian Nagelsmann zwei U19-Spiele machen. Gegen Mainz stand ich aufgrund der einen oder anderen Verletzung sogar in der Startelf und habe direkt mein erstes Tor gemacht. In der Rückrunde hat sich das Ganze dann wiederholt: Weil es erneut einige Verletze gab, wurde ich hochgezogen und hatte auch einige Kurzeinsätze für die U19.

Beim Rückspiel gegen Mainz sowie beim 5:0 im Topspiel gegen den Tabellenführer 1860 München und am letzten Spieltag gegen Freiburg, in dem wir die Süddeutsche Meisterschaft eingefahren haben, durfte ich dann jeweils von Anfang an ran. Mein erster persönlicher Höhepunkt war, als mich Matthias Kaltenbach, der in der Zwischenzeit für Julian Nagelsmann als Cheftrainer übernommen hatte, gegen Freiburg nach einer guten Stunde ausgewechselt hat. Auf dem Weg zur Bank hat er mir gesagt, dass ich meine Kräfte sparen solle, denn die werde ich im Halbfinale brauchen. Drei Tage später stand das erste Spiel gegen Bremen an und es war natürlich ein Wahnsinnsgefühl, schon zu wissen, dass ich da von Anfang an spielen werde und der Trainer auf mich setzt.

Beim Halbfinale selbst war es für mich total aufregend, zum ersten Mal vor so vielen Zuschauern, live im Fernsehen und überhaupt bei solch einem wichtigen Spiel auf dem Rasen zu stehen – und das auch noch als U17-Spieler. Da wusste ich gar nicht, wohin mit meinen Gefühlen. Der Moment schlechthin ereignete sich in diesem ersten Halbfinale dann nach ungefähr 25 Minuten, als mich ein langer Ball an der Sechzehner-Kante erreicht hat. Ich habe gesehen, dass der Torwart etwas vor seinem Tor steht und es mit einem Lupfer versucht, der dann tatsächlich reinging. Das war nicht nur ein schönes Tor, sondern für mich auch ein ganz besonderes. Als jüngster Spieler dieser starken TSG-Mannschaft in so einer wichtigen Partie die 1:0-Führung zu erzielen und damit den Weg in Richtung Finale zu ebnen, war ein Wahnsinnsgefühl! Nach zwei weiteren Toren von Dennis Geiger haben wir am Ende 3:1 gewonnen.

Im Rückspiel durfte ich dann sogar durchspielen und noch mal treffen. In der Nachspielzeit ist mir das 2:0 gelungen. Diese Spiele – vor allem aber das erste Halbfinale – waren für mich Wahnsinnserfahrungen, die mir viel Selbstvertrauen für meinen weiteren Weg gegeben haben. Ich glaube, in meinem damaligen Alter haben nicht viele Spieler das Glück, so etwas vor so vielen Zuschauern zu erleben. Ich denke immer noch mit viel Freude daran, denn es war für mich ein ganz besonderer Moment, den ich nie vergessen werde.«

 

Ein Blick zurück: 10. Mai 2016 | U19 macht ersten Schritt in Richtung DM-Finale

 

DIE BISHERIGEN TSG-MOMENTE

1 | Noelle Schweizer und der perfekte Tag

2 | René Ottinger und dieses 4:2

3 | Gabriel Meister und die weiße Weste

4 | Melanie Fink und ihre KPT-Premiere

5 | Torsten Berger und das Döner-Tor

6 | Claudio Lanzillotta und der Liverpool-Trip

7 | Harald Steidel und die Reise nach Braga

8 | Martin Schenk und der Balljungenwirbel

9 | Kai Herdling und das erste Bundesliga-Tor

10 | Dominik Drobisch und das Happy End

11 | Savaş Erinç und der erste Aufschlag

12 | Marco Terrazzino und das Gänsehaut-Tor

13 | Matthias Born und der Sixpack in Berlin

14 | Kai Rosar und das 6:0 bei den Bayern

15 | Kai Kraft und der letzte Arbeitstag

16 | Robin Szarka und das Dortmund-Spiel

17 | Emin Birinci und das Unterzahl-Spektakel

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