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SPIELFELD
05.01.2022

„Jeder Rückschlag lässt mich wachsen“

Munas Dabbur spielt seit knapp zwei Jahren bei der TSG Hoffenheim. In dieser Zeit hat er von der Teilnahme an der UEFA Europa League bis hin zu persönlich schwierigeren Phasen bereits einiges erlebt. Zum Ende der Hinrunde überzeugte der Israeli hingegen mit zahlreichen Scorer-Punkten. Im ausführlichen Interview mit dem TSG-Vereinsmagazin SPIELFELD, das am Freitag (7. Januar) erscheint, spricht der Stürmer über den Tod seines Vaters, die Konflikte in seiner Heimat und die sportliche Situation bei der TSG.

Die schwerste Phase seines Werdegangs durchlebte Munas Dabbur bereits als Jugendlicher. Als Dabbur 16 Jahre alt war, starb sein Vater bei einem Autounfall. „Es war eine unfassbar harte Erfahrung, mein Vater war alles für mich“, sagt der TSG-Profi im SPIELFELD-Interview. „Aber es hat mich im Leben weitergebracht. Wenn mich nicht mal der Tod einer so wichtigen Person brechen kann, dann kann mich gar nichts brechen. Es gibt immer Situationen, in denen es mir schlecht geht und ich unzufrieden bin. Aber es könnte immer schlimmer sein. Dieses Wissen gibt mir Kraft und lässt mich anders auf Dinge schauen. Jeder Rückschlag lässt mich wachsen.“

Erstmals äußert sich der 29 Jahre alte Muslim in dem Interview zudem über die Vorfälle in der israelischen Nationalmannschaft. Der Stürmer wurde von den eigenen Fans nach einem Treffer ausgepfiffen. „Nach einem Instagram-Post von mir haben mich Personen aus dem ganzen Land angegriffen. Sie haben jedes meiner Worte umgedreht und schlecht ausgelegt. Ich wollte Niemandem etwas Böses, aber diese Menschen waren auf einen Konflikt aus.“ Sogar ein Rücktritt aus der Nationalelf stand für Munas Dabbur zur Debatte: „Ich war kurz davor. Aber die gesamte Mannschaft, der Trainerstab und auch der Präsident des Verbandes haben mich komplett unterstützt.“

Nach der vergangenen Länderspielphase im November begann die beste Phase des Torjägers bei der TSG Hoffenheim. Dabbur erzielte zum Abschluss der Hinrunde zwei Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. „Es waren zwei bis drei sehr harte Monate für mich. 90 Minuten auf der Bank zu sitzen und nicht helfen zu können, ist kein schönes Gefühl. Das hat mich sehr beschäftigt. Wir haben eine unglaubliche Konkurrenzsituation und sind vor allem in der Offensive enorm stark besetzt. Im Fußball muss man in solch einer Situation Leistung bringen, wenn sie gefragt ist. In der Vergangenheit habe ich solche Momente schon häufiger erlebt und weiß, wie ich damit umgehen muss. Und ich weiß deshalb auch: Harte Arbeit wird belohnt.“

Neben dem exklusiven Dabbur-Interview präsentiert die SPIELFELD-Ausgabe Januar unter anderem eine umfangreiche und detaillierte Datenanalyse der TSG-Akademie. Darin sind alle 424 Talente erfasst, die zwischen 2006 und 2021 in Hoffenheim ausgebildet wurden und mindestens ein Spiel für die U17, U19 oder U23 absolviert haben. Seit der Akademie-Gründung im Jahr 2006 haben es 94 Absolventen (22 Prozent) geschafft, sich im Profi-Fußball – also in den ersten drei Ligen – zu etablieren Diese erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist eine wichtige Basis für den wirtschaftlichen Erfolg des Vereins und zeigt, dass sich die TSG längst zu einem Vorbild in der Talentförderung entwickelt hat. Jens Rasiejewski, seit Juni 2021 Leiter der TSG-Akademie, ist angetan: „Die Auswertung zeigt, dass die Arbeit der Akademie auf einem Topniveau liegt.“ Wichtige Erkenntnisse erhielt die TSG auch über die Bedeutung des Geburtsmonats für den Karriereverlauf (Relative Age Effect) und die Höhe der Schwelle zwischen Junioren- und Seniorenfußball.

 

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