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11.03.2022

Aus der Königsklasse in den Kraichgau

Es war eine beeindruckende Performance: 7:1 (4:0) fertigte der FC Bayern am Dienstagabend RB Salzburg im Achtelfinale der Champions League ab. In der Bundesliga will der deutsche Rekordmeister nun entsprechend nachlegen. Denn souveräne Siege erreichte das Team aus München zuletzt eher selten. tsg-hoffenheim.de hat vor dem Duell am Samstag in der PreZero Arena (15.30 Uhr/Liveticker auf tsg-hoffenheim.de) einen Blick auf das Team von Julian Nagelsmann geworfen.

Es ist eine ungewohnte Ausgangssituation. Betrachtet man die vergangenen vier Liga-Spiele, hat das formstarke Team vor dem Duell der TSG mit dem FC Bayern Heimrecht: Denn von möglichen zwölf Punkten holte Hoffenheim zwölf – eine makellose Bilanz, die eigentlich zum Alltag des Spitzenteams aus München gehört. Doch die Mannschaft des in Hoffenheim ausgebildeten Trainers Julian Nagelsmann ließ die zur Klub-DNA gehörende Souveränität zuletzt wiederholt vermissen. In Bochum setzte es eine 2:4-Niederlage, nach zwei eher schwer errungenen Siegen gegen Fürth (4:1) und in Frankfurt (1:0) folgte ein 1:1 gegen Bayer 04 Leverkusen. Sieben Punkte aus vier Spielen, Rang vier im Rückrunden-Klassement – magere Bayern-Bilanzen, die aber nichts an der Ausnahmestellung in der Tabelle änderten: Neun Punkte liegt der FCB vor dem BVB, der allerdings noch ein Spiel in der Hinterhand hat.

Zumindest vermitteln die jüngsten Liga-Erlebnisse des Meisters und der von vielen Medien derzeit als „Team der Stunde“ bezeichneten Mannschaft aus Hoffenheim vor dem Duell am Samstag (15.30 Uhr), dass die vermeintliche Übermannschaft nicht unverwundbar ist. An Selbstvertrauen – so viel ist klar – fehlt es den Bayern aber nicht. Die Europa-Gala mit der Hattrick-Show von Robert Lewandowski kam zur rechten Zeit, wie auch ein Statement von Thomas Müller nach dem Spiel verdeutlichte: „Wir müssen manchmal aufpassen, dass wir uns selbst nicht zu sehr runterziehen und nicht zu sehr den Kritik-Hausmeister in die Kabine lassen.“ 

Der souveräne Sieg hat den ungebetenen Gast nun erst einmal aus den heiligen Hallen verbannt. Dafür sorgte in erster Linie Lewandowski mit einer weiteren internationalen Gala. Drei Tore, ein Hattrick in 10 Minuten und 22 Sekunden – um die Form des Angreifers braucht sich der FC Bayern nicht zu sorgen. „Lewandowski steht für sich allein! Der polnische Stürmer erzielte einen Hattrick, um einen Sieg gegen Salzburg in die Wege zu leiten, der die Bayern ins Viertelfinale bringt – und sehr beängstigend ist“, lobte die spanische Sportzeitung „As“. Und die englische „The Sun“ jubilierte: „Robert Lewandowski schießt den schnellsten Champions-League-Hattrick aller Zeiten. Bayern toben gegen Salzburg.“

Auch Nagelsmann war rundum zufrieden mit einem Spiel, das die Saison des Rekordmeisters frühzeitig hätte implodieren lassen können. Doch wieder einmal zeigte der FC Bayern Stärke, wenn es darauf ankam. „Es war ein sehr, sehr gutes Spiel“, urteilte der Bayern-Coach. Und schickte eine Aussage hinterher, die schon fast nach einer an die TSG gerichteten Warnung klang: „Man hat gesehen, wenn man diese Gier und Energie hat, dann sind wir schon schwer aufzuhalten.“

Doch der 34-Jährige weiß um auch die Hoffenheimer Stärken. Zum einen, da er einen Großteil des TSG-Kaders noch selbst trainiert und mit ihm besondere Erfolge gefeiert hat – zum anderen, weil das vergangene Duell in Sinsheim mit einem Debakel endete: 1:4 unterlag der FC Bayern den Hoffenheimern um den früheren Münchner U23-Trainer Sebastian Hoeneß.

Die TSG würde diesen Erfolg am Samstagnachmittag gern wiederholen und im Rennen um die Europapokal-Plätze nachlegen. Die Vorfreude ist groß. Auch, weil die Vorzeichen nicht besser sein könnten: Das Top-Spiel der Bundesliga zwischen dem Ersten und dem Vierten wird zur besten Anstoßzeit angepfiffen und vor so vielen Zuschauern in der PreZero ausgetragen wie zuletzt ein Spiel am 29. Februar 2020 – vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, gegen den FC Bayern…  

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