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AKADEMIE
14.05.2020

Vorsichtige Schritte Richtung Normalität

Seit der vergangenen Woche ist für einige TSG-Talente etwas mehr Alltag eingekehrt. Insgesamt 16 Akademie-Jungs gehen seit dem 4. Mai wieder auf eine der Eliteschulen, mit der die Akademie kooperiert. Dadurch herrscht auch im Spielerwohnheim in Hoffenheim wieder mehr Leben.

Seit mehr als acht Wochen sind die Akademie-Teams nun nicht mehr in ihren Zentren und auf den Trainingsplätzen gewesen. Doch für einige Talente war nun immerhin die Rückkehr ins Leistungszentrum nach Hoffenheim oder in die Gastfamilien möglich. Denn die Schüler, die in diesem oder dem kommenden Jahr ihren Abschluss machen, gehen seit dem 4. Mai wieder täglich in ihre Schulen.

Sieben TSG-Jungs wohnen aktuell im Spielerwohnheim des Leistungszentrums in Hoffenheim, dazu kommen sechs Talente, die in ihre Gastfamilien zurückgekehrt sind, und mit den beiden U19-Spielern Daniel Klein und Lukas Schappes sowie U16-Keeper Paul Siegers drei Spieler, die zu Hause wohnen, nun aber ebenfalls wieder zur Schule gehen.

Freiwillige Rückkehr in die Schulen

Um in die Max-Weber-Schule, ins Wilhelmi-Gymnasium, in die Kraichgau-Realschule oder in die Albert-Schweitzer-Schule zu kommen, hat die TSG den Spielern falls nötig Fahrräder zur Verfügung gestellt, da sie aktuell nicht mit dem Bus fahren können. In den Schulen werden die Akademie-Talente dann nur in den Haupt- oder Prüfungsfächern unterrichtet, für die sie einen eigenen Stundenplan bekommen haben. Außerdem achten die Schulen darauf, dass die Abstände eingehalten werden, etwa indem sie die Klassen auf zwei Räume aufteilen.

Marcel Metz von Anpfiff ins Leben ist als Laufbahnbegleiter Schule/Beruf/Studium auch in Corona-Zeiten für die Schulbetreuung der Akademie-Jungs zuständig. In den vergangenen Wochen war er vor allem damit beschäftigt, die Rückkehr ins Spielerwohnheim zu organisieren und mit den Eltern über die Vorgehensweise in der Schule und im Leistungszentrum zu sprechen. „Es gab bei manchen Eltern Bedenken, über die wir reden mussten“, sagt Metz, der mit den Schulen im Austausch steht und hofft, dass auch die Abschlüsse in diesem Sommer möglichst reibungslos über die Bühne gehen. Für U19-Keeper Lars Funk steht beispielsweise das Abitur an seiner Schule in Bruchsal, für seine Teamkollegen Daniel Klein und Lukas Schappes das Fachabi an.

Weitere Schulöffnungen ab 15. Juni geplant

Die Spieler, die bereits ihre Abschlüsse gemacht haben, oder bei denen frühestens 2022 die Schule beendet sein wird, müssen jedoch weiterhin zu Hause bleiben. „Sie werden weiterhin mit Aufgaben versorgt und natürlich auch von unseren Nachhilfelehrern per Telefon oder Videoanrufen betreut“, erklärt Metz, der mit der improvisierten Nachhilfe sehr zufrieden ist. „Das läuft wirklich super. Die Lehrer sind sehr flexibel und die meisten Spieler engagiert.“

Aktuell ist von der Landesregierung vorgesehen, dass die Schulen nach den Pfingstferien, also ab dem 15. Juni, weiter schrittweise geöffnet werden. Beispielsweise durch ein rollierendes System, bei dem immer zwei Klassenstufen im Wechsel anwesend sind, soll jeder Schüler bis zu den Sommerferien noch Präsenzzeiten in der Schule haben.

Umfangreiche Hygienemaßnahmen im LZ

Dann werden also voraussichtlich auch weitere Spieler in die Gastfamilien und die Spielerwohnheime zurückkehren. Die Verantwortlichen der Akademie halten sich genau an die aktuellen Hygienevorschriften, um das Wohnheim für die Spieler, die bereits zurückgekehrt sind, öffnen zu können. So ist der Essensraum mit Abstandsmarkierungen versehen worden, die Mahlzeiten sind vorportioniert anstatt als Buffet angerichtet und auch beim Essen an den Tischen wird auf den nötigen Abstand geachtet. Der Athletikraum ist zudem ebenso geschlossen wie die Kabinen und Sanitärräume. Stattdessen haben die Spieler Trainingsgeräte in ihre Einzelzimmer gestellt bekommen. Wer ins Leistungszentrum gelangen will, bei dem wird am Eingang zudem kurz die Temperatur gemessen.

Die ersten vorsichtigen Schritte zurück in die Schulen, in die Gastfamilien und ins Spielerwohnheim sind also gemacht. Bis zur Normalität ist es zwar noch ein weiter Weg mit großen Herausforderungen für die Akademie-Verantwortlichen und -Spieler. Doch die Entwicklung dürfte den Mitarbeitern, Trainern und Spielern, die seit acht Wochen daheim arbeiten und trainieren etwas Hoffnung geben, dass es in nicht allzu ferner Zeit auch für sie wieder nach Hoffenheim oder Zuzenhausen gehen kann. 

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