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14.04.2018

U15 ist Süd-Meister!

Was für eine Bilanz! Dank des 18. Siegs im 18. Saisonspiel hat die U15 frühzeitig die Meisterschaft der C-Junioren-Regionalliga Süd gewonnen. Nach dem 3:0 (3:0)-Erfolg gegen den Tabellendritten FSV Frankfurt feierten die Jungs und das Funktionsteam von Trainer Wolfgang Heller ausgelassen. Für die TSG 1899 Hoffenheim ist es der vierte Titel in dieser Altersklasse in den zurückliegenden sechs Jahren.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Schon nach sechs Minuten stellte Mamin Sanyang die Weichen auf Sieg, mit einem anschließenden Doppelschlag (22., 29.) machte der Stürmer noch vor der Pause alles klar, wobei ein Treffer schöner als der andere war. Vom Seitfallzieher über den satten Schuss in den Winkel bis zur Veredelung eines Sahnepasses war alles dabei. Im zweiten Abschnitt tat sich dann nichts mehr, so dass die U15 auch im fünften Punktspiel des Kalenderjahres 2018 ohne Gegentor blieb.

„Die Jungs haben sich für eine überragende Saison belohnt“, schwärmte Heller, der bereits vor zwei Jahren mit dieser Altersklasse die Regionalliga Süd gewonnen hatte, was damals gleichbedeutend mit der Süddeutschen Meisterschaft war (zuvor war das der U15 bereits 2012 und 2013 gelungen). In dieser Saison allerdings kommt es noch zu einem Entscheidungsspiel mit dem Gewinner der Bayern-Staffel, der allerdings noch nicht feststeht.

„Sicherlich war das einer der stärksten Kader der vergangenen Jahre“, so Heller, der bereits in der Vorbereitung – beim Trainingslager in Sternenfels und beim Gewinn des hochkarätig besetzten U15-Turniers in Frickenhofen – ahnte, dass es sich um einen besonderen Jahrgang handelt und dass etwas Gutes zusammenwachsen könnte. „Es sind viele Jungs aus der U14 hochgekommen, die ja in der Vorsaison eine starke Runde gespielt haben, und die Neuzugänge haben sich schnell und gut integriert.“ Zum Beispiel Armindo Sieb, der aus Leipzig gekommen war und schnell geliefert hat. Derzeit führt der Angreifer die Torjägerliste der Regionalliga an.

Es gibt viele Gründe...

„Unser großes Plus war, dass wir in der Breite sehr stark besetzt waren und jeder da war, als er gebraucht wurde.“ Als etwa Mamin Sanyang nach nur wenigen Spielen für den Rest der Hinrunde verletzt ausfiel, sprangen andere in die Bresche. „Es ist jetzt auch nicht so, dass wir alle Gegner an die Wand gespielt hätten und alles perfekt war“, stellt Heller klar. „Es gab durchaus sehr enge Spiele, aber die Jungs hatten immer die Mentalität, auch die für sich zu entscheiden.“ So etwa die beiden Derbys gegen den Karlsruher SC oder den VfB Stuttgart.

Aber wer nach 18 Spielen die volle Punktzahl auf der Haben-Seite stehen und den Zweiten Eintracht Frankfurt auf 16 Punkte (ein Spiel weniger) distanziert hat, kann so viel nicht falsch gemacht haben. Heller, der bereits als U14-Trainer mit der TSG vier Meisterschaften gewonnen hat, mag es nicht, einzelne Spieler hervorzuheben. „Weil alle ihren Anteil hatten. Bei den Neuzugängen haben wir Glücksgriffe getätigt.“ Wie etwa Keeper Tim Böff, der in letzter Sekunde als „dritter“ Torwart geholt wurde, weil sich Jonas Schaumann verletzt hatte. Beim FSV wurde er weggeschickt, nun hielt er gegen seinen Ex-Klub den Kasten sauber. „Dass er sich so entwickelt hat, ist natürlich auch ein Verdienst unseres Torwarttrainers.“ Doch nicht nur für Marjan Petković, sondern für das komplette Funktionsteam hat Heller lobende Worte parat. Neben seinem langjährigen Assistenten Benjamin James sind das der in dieser Saison hinzugekommene Co-Trainer Savaş Erinc, Physiotherapeutin Verena Weiss und Athletiktrainer Martin Seiler.

Zum ersten Mal überhaupt wird auch der komplette Jahrgang in die nächsthöhere Altersstufe übernommen. „Das sagt eigentlich alles über die Qualität und die Entwicklung der Jungs“, betont der Trainer. Armindo Sieb und Mamin Sanyang gehen direkt in die U17, Melkamu Frauendorf wird dort zumindest die Vorbereitung bestreiten.

Heller wäre nicht Heller, wenn er restlos zufrieden wäre. „Natürlich gab es auch gelegentliche Störfeuer und nicht immer waren die Leistungen rundum zufriedenstellend. Aber die Jungs waren sehr lernwillig und haben über die gesamte Runde sehr gut mitgezogen.“

...für diese Gewinner-Saison

Es war eine absolute Gewinner-Saison, denn neben der Meisterschaft in der Regionalliga Süd haben die C-Junioren im Winter gefühlt auch jedes Hallenturnier gewonnen – erstmals in der TSG-Historie sogar das in Ilshofen. Die Hallenturniere wurden fast ausschließlich von James und Erinc verantwortet. In den Osterferien kam ein weiterer Triumph hinzu, als die U15 ein international hochklassig besetztes Turnier in Rotterdam gewann und unter anderem Paris St.-Germain schlug. Im Finale behielten die Hoffenheimer gegen AZ Alkmaar, das die niederländische U15-Meisterschaft dominiert, mit 1:0 die Oberhand. Sieb wurde zum besten Spieler, Böff zum besten Keeper gewählt.

Und nun ist es das Ziel, die Weste absolut weiß zu halten und die Saison mit einer Bilanz von 22-0-0 zu beenden? „Wir sind Meister, darüber freuen wir uns und sind sehr stolz. Wichtig war, die Jungs weiterzubringen und gemessen an dieser Zielvorgabe bin ich sehr zufrieden. Alles andere ist zweitrangig. Wenn wir die volle Punktzahl erreichen ist das schön, wenn nicht, kein Beinbruch“, so Heller.

Über die Pfingstferien steht ein gemeinsamer Saisonabschluss-Ausflug an den Gardasee mit zwei Freundschaftsspielen gegen Hellas Verona und Chievo an. Mitte Juni, vier Wochen nach dem letzten Regionalliga-Spieltag, geht es dann auf neutralem Platz um die Süddeutsche Meisterschaft. Wahrscheinlichster Gegner ist der FC Bayern München.

TSG 1899 Hoffenheim – FSV Frankfurt 3:0 (3:0)
Hoffenheim: Böff – Unrath, Lässig (48. Ðurić), Breitenbücher (36. T. Çalhanoğlu), Sanyang (65. Hausmann), Baltzer, Bähr, Campanile, Ollinger, Sieb, N. Mehr (58. Burkhardt).
Frankfurt: Samarelli – Renner, Atanaskovic, Kettig, Karagöz (61. Adu), Klöppel, Häuser (60. Krolo), Miller (36. Anagu), Beier, Blockus (36. Keil), Bulut.
Tore: 1:0 Sanyang (6.), 2:0 Sanyang (22.), 3:0 Sanyang (29.). Zuschauer: 50. Schiedsrichter: Hakan Peker.

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