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SPIELFELD
01.03.2018

Ermin Bicakcic: "Mentalität kannst du nicht lernen"

Ermin Bicakcic spielt seit 2014 für die TSG Hoffenheim und hat Höhen und Tiefen mit dem Klub erlebt. Aufgrund seiner Spielweise und seines stets vorbildlichen Einsatzes ist der gebürtige Bosnier ein Publikumsliebling in Hoffenheim. In der am Freitag, 2. März, erscheinenden Ausgabe des TSG-Magazins SPIELFELD spricht der 28-Jährige über Willen, die Bedeutung von mentaler Stärke, die Lust am Zweikampf, die Gründe für sieglose Spiele und über Typen im modernen Fußball: "Mentalität ist sicher ein Merkmal, das mich als Spieler und Mensch charakterisiert. Mentalität kannst du nicht lernen. Entweder du bist so ein Typ – oder nicht." Seinen Spitznamen "Eisen-Ermin" empfindet er deshalb "in jeder Hinsicht als Ehre“: "Ich habe gemerkt, dass in dem Namen ein Kompliment steckt, er also eine Anerkennung für die Arbeit ist, die ich leiste."

Nach Ansicht des Abwehrspielers hat sich die TSG-Mannschaft in dieser Saison "ein bisschen von unserem eingeschlagenen Weg abbringen lassen und auch nicht immer die Leistung gezeigt, die wir eigentlich draufhaben. Wir haben uns zu sehr darauf verlassen, dass wir genug Qualität haben und gedacht: 'Das wird schon, das haben wir in der Vergangenheit auch hinbekommen'. Aber die Vergangenheit zählt nicht mehr. Du musst dich jedes Wochenende neu beweisen."

Bicakcic ist sich aber sicher, dass die Mannschaft aus den vergangenen Wochen gelernt hat: "Es darf uns nicht mehr passieren, dass wir von der Maxime abweichen, vom Anfang bis zum Ende alles dafür zu tun, den Sieg einzufahren. Wir müssen nach jedem Spiel zu uns selber sagen können: 'Wir haben alles Mögliche getan' – dann kann man auch mal ein Spiel verlieren, wenn der Gegner einfach besser war. Aber wir haben es phasenweise ein wenig zu locker gesehen, mal nachgelassen und uns zu sehr auf die jeweils anderen verlassen. Wenn es technisch nicht läuft, die Übersteiger nicht funktionieren, dann müssen wir zumindest rennen und beißen. Dann erwarte ich auch von den Tricksern, dass sie die Basiselemente des Sports zeigen, dass wir alle gemeinsam kämpfen, hinten helfen und mal wieder ein 1:0 mit allen Mitteln über die Zeit retten."

Gern kann das laut Bicakcic auch mal mit einer rustikalen Grätsche praktiziert werden; der Abwehrspieler vermisst heutzutage manchmal die guten, alten Tugenden – auf und neben dem Platz: "Der Fußball soll schön und ansehnlich sein, aber dass mal einer wie früher in einen reinkracht und mit Adrenalin spielt, das ist etwas verlorengegangen." Man brauche "echte Typen, Profis mit Ecken und Kanten", sagt Bicakcic. Auch "die Fans wollen sie als Identifikationsfiguren".

Neben dem ausführlichen Interview mit Bicakcic, bietet das neue SPIELFELD erneut alles rund um die TSG, was das Fan-Herz begehrt. Youngster Stefan Posch drückt sich im Interview "Kein Kommentar" ganz ohne Worte aus, das 500. Bundesliga-Tor der TSG wird beleuchtet und der Schütze des Jubiläumstreffers, Andrej Kramaric, stellt elf kroatische Fußballlegenden vor. Auch in der TSG-Akademie, bei den Bundesliga-Frauen und in der Region waren die SPIELFELD-Redakteure unterwegs. So entstanden sehr lesenswerte Geschichten über Laufbahnberater und U23-Teammanager Thomas Gomminginger, TSG-Torhüterin Friederike Abt und TSG-Edelfan Marliese Mateja.

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