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06.09.2017

Oliver Baumann: "Wir können Bayern schlagen"

Oliver Baumann ist die Nummer 1 der TSG - unumstritten. Der Torhüter ist Teil des Mannschaftsrates und wichtiger Rückhalt seines Teams. Über den Saisonstart der TSG, das Duell mit Rekordmeister Bayern München und die Aufgaben der nächsten Wochen spricht er mit achtzehn99.de.

Oli, wie zufrieden bist du mit eurem Start in die Saison 2017/18?

Oliver Baumann: Wir sind im Pokal weiter und haben vier Punkte in der Bundesliga geholt - damit bin ich schon sehr zufrieden. Die Spiele gegen Liverpool waren natürlich Nackenschläge. Wir wollten unbedingt in die Champions League, aber das ist inzwischen abgehakt. Wir spielen in der Europa League - und wollen unseren Fans da etwas zurückgeben und natürlich etwas erreichen. Bei der Leistung ist noch Luft nach oben.

Du denkst mit Bezug auf die Leistung sicherlich an die erste Halbzeit in Leverkusen. Wie kann man sich die Pause in der Kabine vorstellen?

Baumann: Da waren wir in der Tat alle nur mit dem Ergebnis zufrieden. Wir haben in der Pause ganz ruhig mit Benjamin Glück, unserem Videoanalysten, Julian und den Co-Trainern analysiert, woran es lag. So haben wir schnell gesehen, was wir besser machen können. Ich denke, das ist eine der großen Stärken des Trainers und des Teams. Wir sagen uns die Meinung, wir sind emotional, aber da brüllt keiner rum, nur damit gebrüllt wurde. Emotionen helfen uns auf dem Platz viel besser als in der Kabine. Dort pusht man sich natürlich auch, aber wichtig ist es letztlich auf dem Platz. Julian hatte eine gute Ansprache und gute Ideen für den Rest des Spiels. Darum sind wir alle mit einem guten Gefühl aus der Kabine gekommen und haben nach dem Seitenwechsel ein viel besseres Spiel gemacht.

Am Samstag kommt der FC Bayern München nach Sinsheim - immer ein besonderes Spiel. Wie geht ihr die Partie an und was habt ihr euch vorgenommen?

Baumann: Die Bayern sind eine außergewöhnliche Mannschaft mit unglaublicher Qualität. Deshalb ist die Partie immer etwas Besonderes. Aber letztlich gehen wir dieses Spiel ebenso an wie das gegen jedes andere Team: wir wollen gewinnen. Dass das gegen die Bayern einen Tick schwieriger ist als gegen andere Mannschaften, ist jedem klar. Wir haben aber in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir auch die Bayern schlagen können.

Niklas Süle und Sebastian Rudy kehren mit den Bayern nach Sinsheim zurück. Hast du noch Kontakt mit den beiden?

Baumann: Niki habe ich erst zum Geburtstag gratuliert und mit Sebastian habe ich kürzlich telefoniert. Wir haben uns hier sehr gut verstanden und haben weiterhin Kontakt. Ich denke, beide werden hier - auch von den Fans - herzlich empfangen. Sie haben beide unglaublich viel für den Verein getan, weshalb ich etwas anderes nicht verstehen könnte. Ich denke, es wird ein schönes Wiedersehen. Aber auf dem Platz sind sie der Gegner, den wir schlagen wollen.

Danach geht es Schlag auf Schlag weiter - sechs Spiele stehen in 21 Tagen an. Wie bereitet man sich darauf vor?

Baumann: Wir werden weniger trainieren als üblich, viel Fußball spielen und viel regenerieren. Ich denke, dass es für alle wichtig ist, gut zu schlafen und nach den Spielen schnell abzuschalten. Die mentale Regeneration ist ebenso wichtig wie die körperliche, um den Fokus dann wieder voll auf die nächste Partie legen zu können. Wir hatten vor der Bundesliga-Pause eine erste Phase mit vielen Spielen in kurzer Zeit. Diese haben wir gemeistert und Erfahrungen gesammelt, die uns im Verlauf dieser Saison noch helfen werden.

Am kommenden Donnerstag geht es dann in der UEFA Europa League los. Spielt Braga in deinem Kopf schon eine Rolle?

Baumann: Noch überhaupt nicht. Da sind aktuell nur die Bayern. Die Europa League und Braga kommen dann von ganz alleine auf uns zu. Wir werden uns auf die Partie vorbereiten, Julian wird uns eine Spielidee mitgeben und dann werden wir da spielen. Weil es einfach geil ist, weil wir alle ins internationale Geschäft wollten.

Danach kommt die Hertha nach Sinsheim. Am Sonntag um 13.30 Uhr - eine neue Anstoßzeit...

Baumann: Wir gehen da raus und spielen Fußball. Das mache ich um 15.30 Uhr ebenso wie um 13.30 Uhr.

Dennoch, die Bayern um 18.30 Uhr, Braga um 19.00 Uhr und dann die Hertha am Sonntagmittag. Inwiefern beeinflussen die Anstoßzeiten eure Abläufe am Spieltag?

Baumann: Da ändert sich natürlich einiges. Die Zeiten für die Aktivierung und für das Essen werden sich ganz sicher ändern und ich weiß jetzt auch noch nicht, ob wir vor dem Hertha-Spiel wie bei einem normalen 15.30-Uhr-Spiel zuhause schlafen oder, ob wir alle im Trainingszentrum übernachten. Das wird sich dann noch zeigen. Das Trainerteam wird dafür einen Plan machen. Bei einem Abendspiel legt man sich mittags noch mal hin, oder schaut ein bisschen fern, das wird beim Berlin-Spiel sicherlich nicht so sein. Aber wir passen uns an und werden einen guten Ablauf finden.

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