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28.09.2016

Kerem Demirbay: "Jeder muss sich beweisen"

Kerem Demirbay durfte in den ersten Spielen der Saison nicht ran, nun stand er zwei mal in der Startelf. Über seine Eingewöhnung, großes Vertrauen in das Trainerteam, den ersten Saisonsieg und das Duell mit dem FC Ingolstadt spricht der Mittelfeldspieler im Interview.

Die ersten Partien der Saison hast du von außen gesehen. Jetzt warst du zweimal in der Startelf - hast du etwas Anlaufzeit gebraucht?

Kerem Demirbay: Mein Gefühl war, dass ich sie nicht gebraucht habe, dass ich eigentlich von Anfang an bei der TSG gut in Schuss war. Der Trainer und sein Team haben das anders gesehen und ich habe das akzeptiert, weil ich ihnen zu 100 Prozent vertraue. Jetzt wurde ich reingeschmissen und konnte zeigen, dass ich der Mannschaft helfen kann. Das war mir sehr wichtig. Ich habe das Nicht-Spielen nicht negativ aufgefasst, sondern einfach weiter Gas gegeben - in jeder Einheit. Ich will meinen Job richtig machen, 100 Prozent geben und das Maximum herausholen.

Ihr seid nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen. Womit bist du zufrieden, was darf noch besser werden?

Demirbay: Es fühlt sich gut an, ungeschlagen zu sein. Wir sind insgesamt auf einem guten Weg. Aber natürlich gibt es vieles zu verbessern. In der Offensive geht es vor allem darum, unsere Konter besser auszuspielen, um zu mehr klaren Torchancen zu kommen. Als Team müssen wir weiter zusammenwachsen und gemeinsam reifen. Das ist ein Prozess, der sich durch die gesamte Saison ziehen wird. 

Nach vier Unentschieden nacheinander - wie hat sich der erste Saisonsieg angefühlt?

Demirbay: Der Sieg war natürlich enorm wichtig. Das war kein einfaches Spiel, wir wollten es auf keinen Fall verlieren, sondern endlich drei Punkte holen. Da war schon Druck da. Schalke steckt jetzt ganz tief unten drin, wir haben etwas Luft, der Druck ist etwas weniger. Dennoch werden wir uns nicht zurücklehnen, wir wollen in Ingolstadt alles geben, um gleich die nächsten drei Punkte zu holen.

Du hast im Mittelfeld der TSG viel Konkurrenz. Wie nimmst du das wahr?

Demirbay: Der Konkurrenzkampf ist gesund und gut für jeden einzelnen. Wir sind nicht nur im Mittelfeld, sondern im gesamten Kader gut und tief besetzt. Es kann jeden erwischen, mal auf der Bank oder auf der Tribüne zu sitzen. Das wird uns im Saisonverlauf guttun. Jeder muss sich immer wieder neu beweisen, kann sich nie hängen lassen. So macht uns die Konkurrenzsituation alle besser.

Am Samstag geht es für euch nach Ingolstadt, das noch auf seinen ersten Sieg wartet. Wie schätzt du die Partie im Audi-Sportpark ein, wie den Gegner?

Demirbay: Ingolstadt ist ein guter Gegner, der vor allem zuhause stark ist - darauf stelle ich mich ein. Von ihrem nicht ganz so erfolgreichen Saisonstart lasse ich mich nicht blenden. Wir sind gut drauf und fahren mit breiter Brust nach dorthin.

Solltet ihr den ersten Auswärtssieg der Saison landen, würdest du dann von einem gelungenen Saisonstart sprechen?

Demirbay: Das kann ich so nicht beantworten. Sicher, wenn wir drei Punkte holen, sieht das in der Tabelle gut aus. Sechs Spiele, zehn Punkte - das hätte schon was. Und ein weiterer Sieg wäre für unsere Köpfe, für unser Selbstvertrauen wichtig. Aber was habe ich von einem guten Start, wenn wir an den 28 Spieltagen danach keinen Punkt mehr holen. Dann können wir uns dafür nichts kaufen. Die Saison endet nicht nach dem Spiel in Ingolstadt, sie endet im Mai des nächsten Jahres. Dann zählt es.

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