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24.08.2016

Niklas Süle: "Das werde ich meinen Kindern erzählen"

Sie sind zurück - Niklas Süle und Jeremy Toljan. Am Mittwoch präsentierten sie "ihre Silbermedaille" und standen den Journalisten in Zuzenhausen Rede und Antwort. achtzehn99.de war natürlich auch dabei - wir haben die besten Aussagen.

Jeremy Toljan über ...

... die Olympischen Spiele.

Das Turnier war das bisher der größte Erlebnis meiner Karriere. Jedes Spiel war ein Highlight. Die Atmosphäre in den Stadien war unglaublich, ich habe jeden Moment genossen. Am Ende ist es natürlich schade, dass es nicht ganz zu Gold gereicht hat. Das Olympische Dorf, wo wir gegen Ende der Spiele gewohnt haben, war schon beeindruckend. All diese Sportler auf einem Fleck vereint. Das war besonders. Es ist mir vor allem beim Essen in der Mensa aufgefallen.

... den "zusammengewürfelten Haufen".

Natürlich war das zu Beginn des Turniers nicht einfach. Wir hatten so als Team noch nie zusammengespielt, aber wir haben uns schnell gefunden. Es waren ja schon Spieler mit einer gewissen Qualität dabei. Ich denke, wir haben uns mit jedem Spiel gesteigert.

... einen besonderen Moment.

Es war beeindruckend, die brasilianischen Kids in den Favellas Fußball spielen zu sehen. Sie haben so wenig, aber spielen mit einer unglaublichen Leidenschaft und Begeisterung. Das war neben dem Finale im Maracana ein Höhepunkt für mich.

... die Rückkehr zur TSG.

Es war schön heute hier anzukommen. Es gab viele Glückwünsche und ich habe das Gefühl, dass alle im Verein stolz auf unsere Leistung sind. Stolz, dass zwei Hoffenheimer Jungs olympisches Silber gewonnen haben. 

... seinen Zweikampf mit Neymar.

Ich kann mich gut an die Szene erinnern. Man kennt ihn ja; er ist einer der besten Spieler der Welt und versucht manchmal das Besondere. Das hätte böse für mich und das Team ausgehen können. Aber ich bin nicht auf ihn zugegangen und habe abgewartet, was er macht. Das war die richtige Entscheidung. So konnte ich den Ball erobern. 

... den Bundesliga-Auftakt.

Wir sind beide gut drauf, stehen voll im Saft. Ich habe ein gutes Gefühl und will so schnell wie möglich auf den Platz. Erst im Training mit den Jungs und dann auch in der Liga. 

Niklas Süle über ...

... den "Verlust" seiner Medaille.

Ich habe sie nicht verloren. Meine Mutter hat sie. Sie wird sie zusammen mit dem Trikot des Finales rahmen lassen. Das haben wir mit dem Tirkot vom Finale der U17-EM schon genauso gemacht. Auch dieser Rahmen wird einen besonderen Platz bekommen. 

... den zusammengewürfelten Haufen.

Wir haben gleich im ersten Spiel gezeigt, dass wir etwas können. Nach dem zweiten Spiel waren die Kritiken ziemlich negativ, aber wir haben das nicht an uns herangelassen. Mit dem 10:0 gegen Fidschi ist dann der Knoten geplatzt. Wir haben uns immer besser gefunden und standen verdient im Finale. Schade, dass wir mit der "Rumpftruppe", so wurden wir ja genannt, nicht den Titel geholt haben (lacht).

... die Rückkehr zur TSG.

Alle haben mir gratuliert. Das war schon schön. Ich denke, sie sind stolz auf uns. Zumindest hat bisher keiner gesagt: "Hallo. Ihr Luschen habt das Finale verloren."

... seinen Elfmeter im Finale.

Horst Hrubesch hat mir gesagt, dass ich als Vierter schießen soll. Das hat mich schon etwas verstört, weil ich dachte: "Ups, da kann ja schon die Entscheidung fallen." Dann bin ich die 50 Meter nach vorne gelaufen, habe mich auf der Leinwand selbst gesehen - das war schon komisch. Aber das Gefühl war geil, von mir ist eine riesige Last abgefallen, als der Ball im Tor war. Das war unglaublich. Das hätte ich so nie für möglich gehalten. Für mich persönlich war es super, dass ich diesen Elfmeter schießen durfte.

... Olympia als Zuschauer.

Als wir endlich in Rio waren, hatten wir die Wahl zwischen zwei Events. Für das eine gab es aber nur vier Tickets - das Basketballspiel zwischen den USA und Spanien. Jerry und ich haben uns im Schnick-Schnack-Schnuck durchgesetzt und konnten hingehen. Die anderen haben es aber auch nicht so schlecht erwischt. Sie konnten das Handball-Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich sehen.

... einen besonderen Moment.

Ganz klar - das Einlaufen gegen Brasilien im Finale. 75.000 Menschen haben uns ausgepfiffen. Aber es hat mich nicht eingeschüchtert, ich wurde nur noch fokussierter. Das werde ich irgendwann meinen Kindern erzählen - wie ich von einem kompletten Stadion ausgepfiffen wurde und mit Neymar im Olympia-Finale auf dem Platz stand. Ich werde das nie vergessen. 

... den Bundesliga-Auftakt.

Ich freue mich auf das Duell mit Leipzig am Sonntag. Mit Davie Selke habe ich mir die vergangenen vier Wochen das Zimmer geteilt, jetzt begegnen wir uns in der Liga. Ich denke, wir haben die Möglichkeit, das Spiel zuhause zu gewinnen.

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