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31.01.2014

Zehnter Erinnerungstag im deutschen Fußball

Einmischen statt wegsehen – und niemals vergessen! Millionen Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten ausgegrenzt, gequält, ermordet - wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer politischen Überzeugung oder weil sie den Kriegsdienst mit der Waffe verweigerten.

Auch der Fußball hatte an diesem beispiellosen Verbrechen seinen Anteil. Vereine haben Mitglieder aus ihren Reihen ausgestoßen. Julius Hirsch, einer von nur zwei deutschen Nationalspielern jüdischer Herkunft wurde in Auschwitz ermordet. Und dennoch: Studien zeigen, dass Rassismus, Antisemitismus und Homophobie weiterhin in der Gesellschaft verankert sind.

Die überlebenden Häftlinge des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau haben nach ihrer Befreiung ihr Vermächtnis an die Nachgeborenen in zwei Worte gefasst: "Nie wieder!" Immer stärker fließt dieser Aufruf zum Handeln in die Fan- und Vereinskultur ein.

Lebendige Erinnerungskultur

Der „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ unterstützt und fördert dieses Engagement. Lesungen, Choreografien, Gedenkveranstaltungen und andere Aktionen erinnern an die Ausgestoßenen und Vergessenen. So wird ihnen ihr Platz in der Fußballfamilie zurückgegeben.

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz befreit. Rund um dieses Datum möchte die Fußballfamilie eine lebendige Erinnerungskultur zum "Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus" entwickeln und umsetzen. Lasst uns die kulturelle Vielfalt als ein großes Geschenk begreifen. Sie gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, gegen Diskriminierung jeglicher Art zu verteidigen, das heißt 2014 und immer: "Nie wieder!".


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