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FRAUEN
03.09.2020

Luana Bühler: „Die Chemie stimmt“

Der Saisonstart in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga steht kurz bevor, die Vorfreude steigt auch bei Hoffenheimerin Luana Bühler. Die Verteidigerin musste aufgrund eine Knieverletzung mehrere Monate pausieren, am Sonntag beim 1. FFC Turbine Potsdam wird sie der TSG wieder zur Verfügung stehen. Im Interview spricht Bühler über ihre Verletzung, die Vorbereitung und die neue Saison.

Hallo Luana, nach einer langen Verletzungspause hat Du Dich in der Vorbereitung zurückgemeldet, standest in den Testspielen bereits wieder auf dem Platz. Wie fühlst Du Dich?

„Seit drei Wochen absolviere ich wieder das komplette Mannschaftstraining und ich merke von Training zu Training und von Spiel zu Spiel, dass ich besser reinkomme. Ich bin mittlerweile wieder auf einem guten Stand, mein Knie macht die Belastung gut mit und ich freue mich, dass jetzt die Saison losgeht. Die vergangenen Monate waren schon sehr mühsam. Nach meiner Verletzung an der Kniesehne hatte ich lange Probleme und wurde schlussendlich im Mai operiert. Danach war es ein auf und ab, immer wieder muss man das Training anpassen und schauen, wie das Knie reagiert. Aber das muss man akzeptieren.“

Ihr seid mit einem neuen Trainerteam in die Vorbereitung gestartet, wie lief der Übergang?

„Wir haben einige neue Impulse bekommen, was wir als sehr positiv empfunden haben. Das bedarf gleichzeitig aber auch immer einem Anpassungsprozess und einer Findungsphase. Das lief problemlos, die Abläufe stimmen und die Chemie stimmt. Gabor war für uns kein Unbekannter, sodass es für uns kein kompletter Neustart war.“

Die Ergebnisse aus den Testspielen waren größtenteils sehr positiv, die Trainingsintensität war hoch. Wie fällt dein Fazit zur Vorbereitung aus?

„Wir haben in den vergangenen Wochen an vielen Kleinigkeiten gefeilt, die am Ende aber einen entscheidenden Unterschied machen können. Wir müssen weiter dranbleiben, aber werden in den ersten Spielen sicherlich schon einige Dinge auf den Platz bringen, die wir uns erarbeitet haben. Insbesondere im letzten Testspiel haben wir uns nochmal ein gutes Gefühl für den Saisonstart geholt, nur vorne müssen wir noch effizienter sein. Insgesamt lief die Vorbereitung sehr positiv.“

Mit Michaela Specht, die sich im Testspiel gegen Montpellier schwer am Knie verletzt hat, fällt in der Defensive eine wichtige Stütze weg. Wie wollt ihr den Ausfall kompensieren?

„Michi ist ohne Zweifel eine sehr wichtige Spielerin für uns, die immer Führung und Verantwortung übernommen hat und unsere Defensive stabilisiert hat. Für uns ist es sehr bitter, dass sie jetzt erstmal fehlt. Um diese Lücke zu füllen, ist jede einzelne gefragt. So einen Ausfall muss man immer als Mannschaft kompensieren.“

Der Kader aus der vergangenen Saison ist nahezu zusammengeblieben, drei noch sehr junge Spielerinnen sind dazugekommen. Mit Fabienne Dongus und Nicole Billa gibt es zwei neue Spielführerinnen. Wie hast du die Mannschaft in den vergangenen Wochen erlebt?

„Es hat sich auf jeden Fall nicht nach einem großen Umbruch angefühlt. Die neuen Spielerinnen haben sich problemlos eingefunden und das Zusammenspiel auf dem Platz funktioniert weiterhin gut. Viele Spielerinnen wachsen immer mehr in Führungspositionen hinein. Die neue Rollenverteilung in der Mannschaft ist bei uns immer ein dynamischer Prozess, sodass es keine großen Einschnitte gibt.“

Zum Saisonstart gibt es direkt den ersten Gradmesser: Ihr müsst zum 1. FFC Turbine Potsdam. Was wird euch erwarten?

„Das ist schwierig zu sagen. Potsdam hat einen neuen Trainer, auch in der Mannschaft gibt es einige Veränderungen. Dennoch gehen wir davon aus, dass uns wie in den Vorjahren ein physisch und spielerisch starker Gegner erwartet. Wir wollen dem Duell unseren Stempel aufdrücken und freuen uns auf einen spannenden Auftakt.“

Auch die folgenden Spiele haben es in sich, es geht unter anderem gegen Wolfsburg und München. Wie sehr beschäftigt ihr euch schon damit?

„Eigentlich noch gar nicht. In der Vorbereitung fiebert man vor allem dem ersten Spiel entgegen und fokussiert sich darauf. Wir freuen uns jetzt einfach, dass es wieder losgeht und wir wieder um Punkte spielen.“

Nach dem dritten Platz in der vergangenen Saison liegt die Messlatte hoch. Was ist in der Spielzeit 2020/21 für euch möglich?

„Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, wieder eine richtig gute Saison zu spielen. Wichtig ist uns, dass wir weiter an uns arbeiten, uns als Mannschaft entwickeln und noch besseren Fußball spielen. Der Kampf um den dritten Tabellenplatz wird eng, auch Freiburg, Potsdam oder Frankfurt schielen sicherlich ein wenig Richtung Champions League-Qualifikation. Wolfsburg und München werden von den ersten beiden Tabellenplätzen kaum zu verdrängen sein und wir werden sehen, wo es für uns hingeht.“

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