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FRAUEN
07.07.2015

Trainingsauftakt TSG-Frauen – Hält Jürgen Ehrmanns Serie?

Die Pause ist vorüber. Seit gestern sind auch die TSG-Frauen wieder im Training. Zum Auftakt der siebenwöchigen Vorbereitung mit Fans und Pressevertretern war der komplette Kader des Bundesligisten anwesend. Nicht nur die Neuzugänge Nicole Billa, Isabella Hartig, Michaela Specht, Sophie Howard und Friederike Abt machten unter Anleitung des Trainerteams und von Athletiktrainer Manuel Ruep bei heißem Wetter die ersten Schritte für die dritte Saison in der Allianz Frauen-Bundesliga. Mit Katharina Kiel und Dóra Zeller waren auch zwei Rekonvaleszenten nach langer Pause wieder dabei.

Nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnten Martina Moser, Vanessa Wahlen, Lena Weiss und Leonie Pankratz. Moser hat von der WM in Kanada eine Wadenverletzung mitgebracht, ein MRT wird Aufschluss geben, ob es ein Muskelfaserriss ist. Vanessa Wahlen wird nach ihrem Kreuzbandriss in den nächsten Wochen ganz langsam wieder herangeführt. Wann Lena Weiss wieder auflaufen kann, ist noch völlig ungewiss. Ihre Leistenverletzung ist hartnäckig. Bei Leonie Pankratz macht die linke Achillessehne nach wie vor Probleme. Sie wartet auf die Ergebnisse des MRT. Während Moser und Weiss ein paar Runden um den Platz liefen, strampelte Pankratz auf dem Fahrrad.

Bei Isabella Hartig wird die Vorbereitung aus einem erfreulichen Grund unterbrochen. Sie fährt am Samstag mit der deutschen U19 zur Europameisterschaft nach Israel. Wenn das DFB-Team von Maren Meinert es ins Finale schafft, ist sie zwei Wochen weg. Der Neuzugang vom FC Bayern München ist von den Bedingungen in Hoffenheim begeistert. „Bei Bayern ist es ganz schwer für Talente, in die erste Mannschaft zu kommen“, nannte die 17-Jährige einen Grund für den Wechsel in die Kurpfalz. „Ich kenne noch keine aus der Mannschaft, aber ich habe gehört, dass es eine sehr lustige Truppe ist“, sagte Hartig, die für ein Jahr ausgeliehen ist.“ Das Förderzentrum findet sie „richtig cool“. Der Linksfuß hofft auf einen Platz auf der linken Außenbahn.

Sophie Howard kennt die Bedingungen in Hoffenheim bereits. In drei Jahren USA hat sie ihren Bachelor in Sportwissenschaft gemacht und für die University of Florida sowie in Colorado Fußball gespielt. „Die drei Jahre in den USA haben mir gut getan, aber alles hat seine Zeit. Jetzt ist es, denke ich, Zeit für Hoffenheim.“ Howard, die die deutsche und britische Staatsangehörigkeit hat, hofft auf einen Platz in der Innenverteidigung.

Nicht nur von Hartig und Howard verspricht sich Trainer Jürgen Ehrmann eine weitere Qualitätsverbesserung im Kader. Er ist vor allem froh, dass das Team weitgehend zusammen geblieben ist. „Dadurch können wir unsere Philosophie weiterführen“. Einen einstelligen Tabellenplatz nennt Ehrmann, der in seine achte Saison als TSG-Trainer geht, als Ziel. „Seit ich hier bin, sind wir jede Saison entweder Meister geworden oder haben unseren Platz verbessert“. Das würde im dritten Bundesligajahr Platz fünf bedeuten. Doch das wird ganz schwer. Die Konkurrenz hat aufgerüstet. Leverkusen beispielsweise hat mit Annike Krahn eine WM-Teilnehmerin verpflichtet. Mit Köln kommt ein starker Aufsteiger hoch. Die „großen Vier“ Bayern, Wolfsburg, Frankfurt und Potsdam werden laut Ehrmann weiterhin da oben bleiben. Danach ist alles offen, auch für die TSG.

Auch die zweite Mannschaft der TSG hatte unter der Leitung des Trainerduos Siegfried Becker und Lena Forscht ihren Trainingsauftakt. Der einzige externe Neuzugang, Torhüterin Saskia Frensch, wird mit einem Kreuzbandriss noch lange ausfallen. Im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga geht es erneut um den Klassenerhalt und um die Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen.    

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