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FRAUEN
09.12.2021

Zwei Billa-Elfmeter halten Traum am Leben

Die Frauen der TSG Hoffenheim haben ihre Hausaufgaben gemacht und mit einem 2:1 (2:1)-Sieg beim dänischen Meister HB Køge ihre Chance auf ein „Endspiel“ in der Gruppe C der UEFA Women’s Champions League gewahrt. Nicole Billa erzielte beide Tore per Elfmeter. Durch die anschließende Niederlage des Arsenal FC gegen den FC Barcelona (0:4) haben die Hoffenheimerinnen nun am 15. Dezember im Dietmar-Hopp-Stadion zumindest theoretisch die Möglichkeit, mit einem hohen Heimsieg gegen die Engländerinnen doch noch die K.o.-Phase zu erreichen. Allerdings müssen sie mit mindestens fünf Toren Unterschied gewinnen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Taktik & Personal:

"Wir wollen nochmal alles aufsaugen", betonte Chef-Trainer Gabor Gallai vor der womöglich vorerst letzten Auswärtsreise in der UEFA Women's Champions League. Beim dänischen Tabellenführer HB Køge, den die Hoffenheimerinnen im Hinspiel mit 5:0 schlugen, peilte die TSG ihren zweiten Sieg der Gruppenphase an, um - einen Sieg des FC Barcelona in London vorausgesetzt - doch noch mit einem Funken Hoffnung auf den Einzug ins Viertelfinale die Heimreise antreten zu können. Für die Partie gegen den in der Königsklasse noch punklosen Gruppenvierten stellte Gallai seine Anfangsformation im Vergleich zum Liga-Spiel gegen Bremen (7:1) lediglich auf einer Position um. Tine De Caigny rückte für Franziska Harsch in die Startelf und bildete zusammen mit Nicole Billa in einem 4-4-2 die Doppelspitze. Jule Brand agierte im offensiven Mittelfeldzentrum, hinter ihr formierten sich mit Fabienne Dongus, Jana Feldkamp und Chantal Hagel drei Sechser. Vor Torhüterin Martina Tufekovic begannen Katharina Naschenweng, Michaela Specht, Luana Bühler und Laura Wienroither in der Viererkette. 

Der Spielfilm

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Im eiskalten Køge Idrætspark deutet sich frühzeitig an, dass es heute zu einem Geduldsspiel kommen könnte. Der dänische Meister und Spitzenreiter präsentiert sich vor 918 Zuschauern mit einer Fünferkette (5-4-1) und stellt die Gallai-Elf in der Anfangsphase noch vor ein Rätsel.

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Køges Matchplan wird immer deutlicher: hinten dicht – und nach vorne schnelle Nadelstiche. Den ersten setzt Emma Færge, die über die rechte Seite durchbricht und die in der Mitte frei stehende Cecilie Fløe bedient. Die zieht aus sieben Metern ab, doch Martina Tufeković taucht ab und klärt stark zur Ecke.

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Færge bringt die Ecke herein, am langen Pfosten lauert Kelly Fitzgerald – kommt aber nicht mehr an die Kugel.

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Tor für Køge!
Sekunden später scheint die Idee von Trainer Søren Randa-Boldt aufzgehen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schickt Fitzgerald Torjägerin Kyra Carusa auf die Reise, die mit einem trockenen Flachschuss in die linke untere Ecke Tufeković überwindet. Es ist die erste Führung überhaupt für Køge in der Champions League.

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Noch findet die TSG kein Konzept gegen den Dänen-Riegel. Fabienne Dongus feuert aus der Distanz den ersten Torschuss ab, der aber keine Gefahr erzeugt.

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Die starke Jule Brand kurbelt das Offensivspiel an und kreiert mit einem schönen Zuspiel die erste nennenswerte Chance der TSG, doch Tine de Caigny schießt aus spitzem Winkel Køges Keeperin Kaylan Marckese an. Ein erstes Lebenszeichen!

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Wieder ist es Brand, die für Alarm sorgt. Einen guten Pass von Katharina Naschenweng nimmt sie am Elfmeterpunkt an, doch ihr Drehschuss streicht knapp links am Tor vorbei. Die Überlegenheit der Kraichgauerinnen spiegelt sich deutlich in der Ballbesitzstatistik wider: 77:23 Prozent zu diesem Zeitpunkt.

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TOR FÜR DIE TSG!
Isabella Obaze rauscht über den Hybridrasen in Jule Brand hinein und holt sie im Sechzehner von den Beinen. Die Unparteiische Eleni Antoniou zeigt sofort auf den Punkt, die Proteste bleiben aus. Nicole Billa tritt an und lässt sich von Marckeses Ablenkungsmanövern nicht beirren – 1:1.

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Køge bleibt gefährlich. Sarah Jankovska probiert es aus 20 Metern, der Ball setzt tückisch auf – aber kein Problem für Tufeković.

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TOR FÜR DIE TSG!
Wieder Elfmeter! Traumpass von Jule Brand, die den Ball durch das Mittelfeld schnell nach vorne treibt und auf Chantal Hagel spielt. Marckese kommt zu spät, wie gibt es kaum Beschwerden. Nicole Billa entscheidet sich diesmal für die andere, die rechte Ecke. 2:1 – mit der verdienten Führung geht es in die Pause.

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Die TSG kommt in veränderter Grundformation aus der Pausenbesprechung und probiert es nun mit einem offensiveren 3-5-2, um das 3:1 nachzulegen. Naschenwengs Hereingabe von der linken Seite senkt sich hinter Marckese und knallt an den Innenpfosten. Der Ball landet bei Billa, die aber nicht zum Abschluss kommt.

 

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Jule Brand versucht es mit einem frechen Heber aus über 30 Metern, der jedoch über das Tor fliegt.

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Die in weiß spielenden Hoffenheimerinnen geben klar den Ton an, das entscheidende 3:1 will aber nicht fallen. Auch nicht nach Luana Bühlers Kopfball nach Naschenweng-Ecke – Marckese hält.

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In der Schlussphase lassen die Kräfte etwas nach, Køge will es nochmal wissen. Færges Flanke von rechts fliegt ins Leere, kurz darauf kommt Carusa nach einem Kontakt mit der eingewechselten Gia Corley zu Fall. Kein Pfiff!

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Køge wittert Morgenluft. Wieder bringt Færge einen Ball von rechts in den Fünfmeterraum, Carusa rutscht herbei und kommt Zentimeter zu spät. Aufatmen.

90 + 1

Zwei Minuten Nachspielzeit sind angezeigt, Hoffenheim verwaltet jetzt und versucht, den Sieg über die Zeit zu retten. Carusa zieht noch einmal von halbrechts ab, aber kein Problem für Martina Tufeković.

90 + 3

Schlusspfiff! Der zweite Sieg in der Champions-League-Gruppenphase ist perfekt. Und er geht in Ordnung! Der Blick geht jetzt nach London, wo der FC Barcelona zu diesem Zeitpunkt 2:0 führt...

Daten & Fakten zum Spiel »

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