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FRAUEN
21.11.2021

Punktgewinn in letzter Sekunde

Dank eines Last-Minute-Treffers sicherte sich die TSG am 9. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga ein 3:3 (0:2) beim 1. FFC Turbine Potsdam. In einer wilden ersten Halbzeit nutzte Potsdam früh zwei individuelle Fehler der TSG (8., 14.) zur 2:0-Pausenführung. Mit einem Treffer von Judith Steinert (46.) startete der zweite Durchgang. Nach einem erneuten Rückschlag (70.) mobilisierten die Hoffenheimerinnen nochmal alle Kräfte, Tine De Caigny (84.) und Luana Bühler (90.) sorgten schließlich für den verdienten Punktgewinn.

Taktik & Personal:

Das fünfte Spiel binnen vierzehn Tagen: Zum Abschluss von zwei englischen Wochen ging es für die TSG am 9. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga zum 1. FFC Turbine Potsdam. Im Karl-Liebknecht-Stadion des Tabellenfünften erwarteten die Hoffenheimerinnen ein unbequemes Spiel, für das Chef-Trainer Gabor Gallai seine Startelf im Vergleich zur 0:5-Niederlage gegen Barcelona am Mittwochabend auf drei Positionen veränderte. Laura Dick rückte für die angeschlagene Martina Tufekovic zwischen die Pfosten, Judith Steinert verteidigte statt Laura Wienroither auf der rechten Seite. Nicole Billa bekam ebenfalls eine Pause, für sie startete Tine De Caigny im Sturmzentrum. Taktisch setzte Gallai auf ein 4-3-3 mit drei eher defensiv eingestellten Spielerinnen in der Mittelfeldzentrale - Fabienne Dongus, Chantal Hagel und Jana Feldkamp. 

Die Gastgeberinnen starteten vor heimischer Kulisse wie erwartet mutig und aggressiv, die TSG tat sich mit der Spielweise der Turbine sichtlich schwer. So gehörte die Anfangsphase der Partie den Potsdamerinnen, die die Gallai-Elf hoch anliefen und dann nach knapp zehn Minuten durch Selina Cerci auch von einem haarsträubenden Ballverlust in der TSG-Defensive profitierten (8.). Zwar kamen kurze Zeit später auch die Hoffenheimerinnen zu ihrer ersten guten Chance, doch Potsdam traf auf der Gegenseite zum 2:0 (14.). Im Anschluss entwickelte sich ein rassiges und temporeiches Spiel, in dem sich das Heimteam leichte Vorteile erarbeitete und dabei auch wacher wirkte als die TSG. Chancen ergaben sich auf beiden Seiten, bis zur Pause blieb es aber beim aus Hoffenheimer Sicht unnötigen 0:2.

Einen starken Start erwischte die Gallai-Elf dann aber nach der Pause. Schon in der ersten Minute schnürten die Hoffenheimerinnen die Turbine in ihrer Hälfte ein und Judith Steinert traf schnell zum 2:1 (46.). Die TSG war nun das bessere Team, spielte deutlich mutiger und setzte sich immer wieder gut über die Außenbahnen durch. So segelte der Ball auch ein ums andere Mal gefährlich in den Strafraum, es fehlte allerdings an zwingenden Torabschlüssen. Die Potsdamerinnen setzten über ihre schnelle Offensive immer wieder Nadelstiche. Einen ihrer Gegenstöße nutzte die Turbine schließlich zum 3:1 (70.). Die Hoffenheimerinnen kämpften im Anschluss aber tapfer weiter, die Partie fand nun fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeberinnen statt. So sehr die TSG sich aber auch reinhängte, blieben die Abschlüsse meist harmlos. In der 84. Minute war es dann aber Tine De Caigny, die per Kopf nach einer Naschenweng-Ecke das 3:2 erzielte und damit nochmal die Hoffnungen auf einen Punktgewinn der TSG befeuerte. Im Karl-Liebknecht-Stadion drückte die Gallai-Elf in Folge mit viel Kampfgeist auf den dritten Treffer und belohnte sich schließlich in der Schlussminute. Einen Freistoß aus dem Halbfeld von Naschenweng köpfte Luana Bühler zum 3:3 in die Maschen (90.). In der Nachspielzeit ging es dann nochmal hin und her, die Begegnung endete aber mit einem verdienten Unentschieden.

"In der Anfangsphase hat Potsdam viel Druck ausgeübt, wir haben uns von der wilden Spielweise anstecken lassen und dann durch individuelle Fehler zwei Gegentore kassiert", so Chef-Trainer Gabor Gallai. "In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und mit dem Anschlusstreffer nochmal Selbstvertrauen getankt. Nach dem 1:3 war es richtig schwer, da kann ich der Mannschaft nur gratulieren, dass sie sich nach den zwei sehr anstrengenden Wochen nie aufgegeben hat."

 

Der Spielfilm

8

Das darf einfach nicht passieren. 0:1. Selina Cerci spitzelt Luana Bühler das Leder vor dem Strafraum vom Fuß und schiebt freistehend vor der machtlosen Laura Dick zur Führung für die Turbine ein. 

9

Das muss der Ausgleich sein! Jule Brand tankt sich durchs Zentrum und bedient Gia Corley, die mit viel Tempo in den Sechzehner zieht. Bedrängt von zwei Gegenspielerinnen will sie Potsdams Schlussfrau Vanessa Fischer umkurven, wird dabei aber zu Fall gebracht. Ein Elfmeterpfiff bleibt aber aus. 

14

0:2 - der zweite Treffer für Potsdam. Ein Konter der TSG wird im Zentrum unterbrochen und Karen Holmgaard steckt durch zu Melissa Kössler, die den Ball an der Strafraumkante gut mitnimmt, Laura Dick im TSG-Tor umkurvt und ins leere Tor trifft. 

32

Riesen-Chance für die TSG! Gia Corley erahnt einen Rückpass in der Turbine-Defensive und dribbelt an Potsdams Schlussfrau vorbei. Dabei wird die Mittelfeldspielerin aber weit nach außen abgedrängt und trifft aus spitzem Winkel nur das Außennetz. 

37

Potsdam fast mit dem 3:0! Selina Cerci köpft eine Flanke von Nina Ehegötz aus kurzer Distanz knapp rechts am Tor vorbei. Glück gehabt!

46

Ganz starker Start! Die Turbine bekommt die Kugel nach der Halbzeit nicht aus der Gefahrenzone geklärt, am Ende landet der Ball vor den Füßen der mitgelaufenen Judith Steinert, die mit einer platzierten Direktabnahme aus acht Metern zum 2:1 trifft. 

70

1:3. Einen Konter nutzt Potsdam zum Dritten. Melissa Kössler und Selina Cerci steuern nach einem langen Ball zu zweit auf Luana Bühler zu, im Strafraum legt Kössler nochmal quer und Cerci schiebt das Leder aus kurzer Distanz an Laura Dick vorbei in die Maschen. 

84

Erneut der verdiente Anschlusstreffer! Katharina Naschenweng bringt eine Ecke in den Strafraum, Tine De Caigny köpft aus kurzer Distanz zum 3:2 ein. 

89

Glück gehabt! Nach einem Angriff über die rechte Seite setzt Maria Plattner einen Schuss aus elf Metern knapp neben das Tor. 

90

JAAAA! Der Ausgleich! 3:3! Ein Freistoß von Katharina Naschenweng aus dem Halbfeld segelt bis in die Gefahrenzone, Luana Bühler steht im Strafraumgetümmel goldrichtig und verlängert den Ball mit dem Kopf aus elf Metern über Turbine-Schlussfrau Fischer hinweg in die Maschen. 

Daten & Fakten zum Spiel »

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