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FRAUEN
14.11.2013

Spitzenmannschaft im Schatten des Bundesligateams

Natürlich. Fast alle Blicke richten sich auf die Bundesliga. Was in der Regionalliga passiert, ist für viele Nebensache. Zu Unrecht, denn die 1899-Frauen spielen in der Regionalliga Süd die Hauptrolle. Platz 1. Fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Keine Niederlage. Am Sonntag, 17. November findet das letzte Spiel der Hinrunde beim Hegauer FV statt. Es könnte eine nahezu perfekte Hinrunde werden.

Lena Forscht und Siegfried Becker sehen nicht zufrieden aus, als sie das Spiel ihrer Mannschaft gegen den 1. FC Nürnberg von der Seitenlinie aus beobachten. Laufwege stimmen nicht, Spielzüge kommen nur selten zustande. Dennoch gewinnt das Team am Ende deutlich mit 3:0. Es ist der dritte Sieg in Folge, der achte Saisonsieg und das fünfte Spiel ohne Gegentor. „Wir haben heute schlecht gespielt. Das einzig Gute ist: Wir haben die drei Punkte geholt“, fasst Trainerin Forscht kurz und knapp zusammen.

Treffsicher, auch bei wenigen Chancen

Solche Spiele, in denen die TSG nicht überlegen ist und dennoch drei Tore erzielt, sind selten. Meistens dominieren die Hoffenheimerinnen ihre Spiele auch, erarbeiten sich zahlreiche Torchancen, im Schnitt erzielt die Mannschaft 2,7 Tore pro Spiel. Am vergangenen Wochenende tat sich die TSG schwer, dann hilft aber doch immer die Abgeklärtheit und Effizienz vor dem Tor. Lina Bürger und Annika Eberhardt reichte eine kurze, schnelle Drehung, um die Gegenspielerin aus dem Spiel zu nehmen und ein gezielter Abschluss. Hoffenheim führte 2:0, machte aus drei Chancen zwei Tore.

Nur beim torlosen Remis gegen Memmingen blieben die Kraichgauerinnen bisher ohne Torerfolg. Es war nach dem Unentschieden gegen Augsburg das zweite Spiel, in dem die Mannschaft Punkte liegen lassen musste.

Die Schlüssel zum Erfolg

„Wir bestehen dieses Jahr auch in harten und zweikampfbetonten Spielen und sind aggressiver“, erklärt Leonie Keilbach. Attribute, die in der Regionalliga wichtig sind, denn viele Mannschaften kommen über den Kampf ins Spiel. Technik und spielerische Elemente, die das Spiel der Hoffenheimerinnen auszeichnen, sind eher eine Ausnahme.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die Leistungsdichte im Kader. „Es ist nicht so schlimm, wenn mal eine Spielerin ausfällt. Wir können sie gleichwertig ersetzen“, sagt Trainer Becker, der zusammen mit Forscht jede Woche vor der Aufgabe steht, eine neue Startelf zu formieren. Bisher stand in allen zehn Spielen eine andere Startformation auf dem Platz, so wird es auch am letzten Hinrundenspieltag in Hegau sein. Die Gründe dafür sind einfach: Verletzungen, Abstellungen zu Nationalmannschaften, Spielerinnen, die aus dem Bundesligakader zur zweiten Mannschaft hinzustoßen. Gemeckert wird deshalb nicht. Jede Spielerin bekommt ihre Einsatzzeit und für Trainerin Forscht ist es vielmehr „eine Luxussituation“.

Am Sonntag ab 13 Uhr kann die Mannschaft in Hegau also für eine fast makellose Hinserie sorgen. Danach findet dann noch das erste Rückrundenspiel beim Tabellendritten SG Eintracht Wetzlar statt. Das Hinspiel entschied Hoffenheim übrigens klar mit 4:0 für sich. Und dann ist erst mal Pause und für ein paar Wochen darf sich die zweite Mannschaft im Schatten des Bundesligateams auf seinen Lorbeeren ausruhen.

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