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FRAUEN
24.02.2012

Frauen: Vier Teile, ein Team - Die Frauen von 1899 Hoffenheim

Sie alle haben ein Ziel. Am Ende der Saison soll 1899 Hoffenheim an der Spitze der 2. Bundesliga Süd stehen. Wer sind alle? Wer ist 1899 Hoffenheim? In drei Teilen wird die erste Mannschaft von 1899 Hoffenheim vorgestellt: Im zweiten Teil wird das Mittelfeld vorgestellt.

Das Mittelfeld

In der Zentrale und auf den Außenbahnen ist die Auswahl für das Trainergespann groß. Alle Mittelfeldpositionen können doppelt besetzt werden. Vor der Abwehr, auf den beiden Sechserpositionen, waren in der Vorrunde Christine Schneider, Theresa Betz und Lena Weiss zu finden. Seit der Vorbereitung auf die Rückrunde ist auch Jana Gramlich wieder eine Option für diese Position. Gramlich war drei Monate im Ausland, ist mittlerweile aber wieder voll drin im Trainingsgeschehen. „Sie ist unsere Kämpferin“, sagt Trainer Ehrmann und „hat immer einen Spruch auf den Lippen“. Die Frohnatur muss sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen. Schneider und Weiss oder Schneider und Betz bildeten bislang die Doppel-Sechs vor der Viererkette. Bei Schneider ist es fast überflüssig, in Aufregung zu geraten, wenn sie am Ball ist. „Sie ist sehr ruhig auf dem Platz und hat alles an Technik, was nötig ist. Außerdem ist sie torgefährlich“, loben ihre Trainer. Mit fünf Toren ist sie nach Hoffenheims Angreiferinnen Christina Arend und Susanne Hartel die torgefährlichste Spielerin, Verantwortung übernimmt die 22-Jährige bei Strafstößen, die sie stets sicher verwandelt.

Der Jungspund unter den defensiven Mittelfeldspielerinnen ist der „Büffel“. Ihre robuste, aber effiziente Spielweise hat Lena Weiss diesen Spitznamen verpasst. Die 16-Jährige klebt wie eine Klette an ihrer Gegnerin – vor einigen Jahren hätte man in der Fußballfachsprache dazu wohl „Manndecker“ gesagt, heute wird es gerne als aggressives Pressing beschrieben. Die Trainer schätzen ihre ständige Kampfbereitschaft und ihre Anpassungsfähigkeit. Weiss ist auch immer eine Alternative für die Außenpositionen der Viererkette. Die Vierte im Bunde der zentralen Defensivkünstler ist Theresa Betz. Die 24-Jährige wechselte vor zwei Jahren vom Aufstiegskonkurrenten VfL Sindelfingen nach Hoffenheim. Aus dem Mittelfeld verteilt sie die Bälle in die Spitze und auf die beiden Flügel. Nicht nur neben dem Platz ist Betz sehr ruhig, auch auf dem Platz würden sich die Trainer von ihr, als eine der ältesten und erfahrensten Spielerinnen, mehr Verantwortung wünschen, doch nicht nur von ihr. Positiv hebt das Trainergespann ihren Trainingsfleiß hervor.


Variabel in der Offensive

Die offensiveren Aufgaben im Mittelfeld teilen sich Chantal Fuchs, Janina Meißner und Sabine Stoller auf der zentralen Position. Eine der offensiven Außenbahnen beackert Claire Savin. „Klein und wild, aber ein großes Talent“, sagt Ehrmann über Meißner. Die 17-Jährige hat den Sprung von der U17 in die 2. Bundesliga sofort geschafft und sich in der Mannschaft etabliert. Im Mittelfeld ist der „ehrgeizige Spaßvogel“ variabel einsetzbar, kann hinter den Spitzen agieren, als auch vor der Abwehr oder auf einer Außenbahn.

Chantal Fuchs findet man fast ausschließlich hinter den Spitzen. Sie hat das Trainergespann bislang mit ihrer guten Technik überzeugt. „Ein bisschen mehr Eigeninitiative in Sachen Torabschluss würden wir uns wünschen“, sagt Ehrmann. Die 21-Jährige sucht lieber den Pass zu einer Mitspielerin als selbst zu schießen. Im letzten Testspiel gegen Sand war Fuchs allerdings mit einem Tor erfolgreich. Seit der Winterpause wieder dabei und gleich mittendrin, ist Sabine Stoller. Die 20-Jährige verbrachte die Hinrunde in Frankreich und spielte dort in der ersten französischen Liga. „Den Kampfgeist der Franzosen“ möchte sie dem Team nahe legen. Trainer Ehrmann hat bereits wahrgenommen, dass Stoller „durch die Franzosen härter geworden ist“. Von ihren Dribbling-Künsten hat sie nichts verlernt und ist variabel einsetzbar. In den Testspielen wurde sie nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Viererkette eingesetzt.

Sie läuft und läuft und läuft. Claire Savin gilt in der Mannschaft als besonders laufstark und ist eine Spielerin, die nie aufgibt. Auf der rechten Seite wechselt sie sich mit Stephanie Breitner in Offensive und Defensive ab und ist als Dauerläufer ständig an der Außenlinie unterwegs. „Mehr Mut zum Abschluss“, wünscht sich das Trainerteam von ihr, denn der Pass zur Mitspielerin ist ihr lieber als der direkte Weg zum Tor.

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