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03.02.2024

Nach Weckruf: U19 überzeugt in Karlsruhe

Die U19 macht einfach da weiter, wo sie im alten Jahr aufgehört hat. Durch einen überzeugenden 6:1 (3:1)-Erfolg beim Karlsruher SC blieb das Team von Trainer Tobias Nubbemeyer nicht nur im 15. Pflichtspiel hintereinander unbesiegt, sondern baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest sogar auf sieben Zähler aus.

Der Wecker klingelte in der zehnten Minute. Die Hausherren hatten auf dem schwierigen Geläuf im Grenke-Jugendstadion gerade das 1:0 erzielt und eine kurze Drangperiode mit der frühen Führung gekrönt. İzzet Erdal fälschte einen Schuss des Ex-Hoffenheimers Ali-Eren Ersungur unglücklich ab, TSG-Keeper Benjamin Lade hatte keine Chance. Doch der Weckruf zeigte Wirkung, denn die Kraichgauer drückten in der Folge ordentlich aufs Gaspedal.

Streng genommen hätte die Nubbemeyer-Elf nach fünf Minuten sogar führen müssen, als Florian Micheler einen starken Pass aus der eigenen Hälfte zwischen Freund und Feind genau in den Lauf von Ricardo Wagner spielte, der zwar alleine auf KSC-Schlussmann Jannis Bärtl zulief, sich aber den Ball vom Fuß nehmen ließ. Wagner war es auch, der nach einem Querpass Max Moerstedts den Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber freistehend an Bärtl scheiterte (15.). Zwei Minuten später scheiterte Paul Hennrich aus halblinker Position, Bärtl klärte zur Ecke, doch die Karlsruher konnten sich nun nicht mehr aus der Umklammerung befreien. Und dann war schließlich nach einer Freistoß-Hereingabe Michelers Wagner zur Stelle und machte aus kurzer Distanz doch noch sein Tor – 1:1 (20.).

Nun war der TSG-Zug nicht mehr aufzuhalten, mit einem Doppelschlag stellten die Hoffenheimer die Weichen auf Sieg. Hennrich nagelte aus zentraler Position einen Freistoß in den rechten Winkel (29.) und bereitete auch das 3:1 vor, als er nach einem Gestochere im Fünfmeterraum den Ball zu Moerstedt spitzelte, der ihn in Torjägermanier zum Pausenstand über die Linie drückte (31.).

„Wir haben ein bisschen gebraucht, um ins Spiel reinzufinden und mussten uns erst auf das Spiel des Gegners richtig einstellen“, so Nubbemeyer über die Anfangsphase der Partie. „Wir mussten viele lange Bälle verteidigen und hatten Probleme beim Einsammeln der zweiten Bälle. Da standen wir noch etwas auf wackligen Füßen, habe es aber dann nach dem Rückstand umso besser gemacht.“

Moerstedt schnürt Dreierpack

Im zweiten Abschnitt setzten die Hoffenheimer wieder zwei Nadelstiche in kurzer Abfolge. Beide Tore in der 47. und 53. Minute bereitete Hennes Behrens vor, beide Male schloss Moerstedt ab. Beim 4:1 musste der U17-Weltmeister nach Querpass nur den Fuß hinhalten, das 5:1 erzielte er hingegen nach einem langen Ball vom linken Flügel mit akrobatischer Flugeinlage.

Der KSC war nun bedient, beide Trainer wechselten schließlich munter durch, so dass der Spielfluss etwas ins Stocken geriet. Einen Treffer gab es aber noch: Leonard Krasniqi machte nach schönem Zuspiel Tiago Pollers das halbe Dutzend voll (76.). Der Sieg hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können, weitere Chancen im zweiten Durchgang waren vorhanden, aber Ricardo Wagner scheiterte im Eins-gegen-Eins an Bärtl, Pollers Schuss nach starkem Solo durch den Sechzehner wurde vom KSC-Keeper per Fußabwehr entschärft und Marlon Faß hatte Pech, dass bei Krasniqis Zuspiel auf den kurzen Pfosten der Winkel zu spitz war, um die Kugel noch ins Tor zu drehen.

„Die Jungs haben heute eine starke Mentalität gezeigt“, freute sich Nubbemeyer. „Es hat einen Weckruf gebraucht, im Anschluss haben sie sich aber mit einer brutalen Mannschaftsleistung jede Menge Torraumszenen erspielt und hochverdient gewonnen. Wir werden nun dranbleiben und versuchen, die Leistung zu bestätigen, ohne zunächst in Rückstand zu geraten.“

Die drei Punkte sind zugleich ein nettes Geschenk für Kapitän Kelven Frees, der an seinem 19. Geburtstag gesperrt fehlte. Durch das 0:2 des immer noch schärfsten Verfolgers Eintracht Frankfurt gegen den 1.FC Nürnberg ist der Vorsprung an der Spitze auf sieben Zähler angewachsen. Am kommenden Wochenende kommt es im Dietmar-Hopp-Stadion zum direkten Duell mit den Hessen.

Karlsruher SC – TSG 1899 Hoffenheim 1:6 (1:3)
Karlsruhe: Bärtl – Pedrosa (70. Obika), Wagensommer, Parduzi, Seidel, Kritzer (77. Schunck), Afonso (70. Arbai), Farhat, Ersungur (77. Cirpan), Dettling, Behr (70. Lutolli).
Hoffenheim: Lade – Arnst, Erdal (58. Makanda), Hör, Behrens, Micheler (68. Wähling), Dağdeviren, Poller, Hennrich (58. Erlein), Wagner (58. Krasniqi), Moerstedt (63. Faß).
Tore: 1:0 Erdal (10., Eigentor), 1:1 Wagner (20.), 1:2 Hennrich (29.), 1:3 Moerstedt (31.), 1:4 Moerstedt (47.), 1:5 Moerstedt (53.). 1:6 Krasniqi (76). Zuschauer: 306. Schiedsrichter: Nick Fuchs (Hattersheim). Karten: Gelb-Rot für Dettling (64., wiederholtes Fouslpiel).

Daten & Fakten zum Spiel »

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