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SPIELFELD
29.11.2023

„Du musst den Berg erst selbst erklimmen“

Im Januar 2023 kehrte Pirmin Schwegler als Leiter Lizenzfußball zur TSG Hoffenheim zurück. Schon nach einem halben Jahr folgte die Beförderung für den früheren TSG-Profi, der im Sommer als Leiter Profifußball eine Führungsrolle in der sportlichen Leitung des Klubs übernahm. Im großen Interview für die am Freitag erscheinende Dezember-Ausgabe des TSG-Klubmagazins SPIELFELD hat der 36-Jährige über seine neuen Aufgaben, seinen Anspruch an Authentizität und die Notwendigkeit, sich bei der persönlichen Entwicklung auch mal zu irren gesprochen.

Pirmin Schwegler war stets als Musterprofi bekannt. Auch in den drei Jahren bei der TSG Hoffenheim, der Schweizer spielte von 2014 bis 2017 im Kraichgau, erwarb er sich als Führungsspieler und teilweise sogar Kapitän einen tadellosen Ruf. Nach der Rückkehr im Januar, zuvor war Schwegler als Chefscout beim FC Bayern tätig, stieg der mittlerweile 36-Jährige im Sommer zum Leiter Profifußball auf. „Ich bin froh, wieder hier zu sein – und eine coole Aufgabe vorzufinden, mit der ich mich total identifizieren kann. Denn ich stehe komplett hinter dem Hoffenheimer Weg, also jungen Menschen hier eine Plattform zu bieten“, sagt Schwegler im großen Interview mit dem TSG-Magazin SPIELFELD.

Durch die Rückkehr nach Hoffenheim ist Schwegler auch wieder näher an die Kabine gerückt: „Ich habe diese Nähe zwar nicht bewusst gesucht oder gepusht. Aber ich merke, dass mir das große Freude bereitet und mir in der täglichen Arbeit enorm zusagt.“ Dennoch wahrt Schwegler in der neuen Rolle eine gewisse Distanz: „Das finde ich wichtig, denn die entscheidenden Personen auf dem Platz sind die Spieler sowie das Trainerteam. Ich bin in der Beobachterrolle und versuche, viele Wahrnehmungen zu sammeln, um dann vielleicht im Zweifel auch mal eher früher als später Dinge intern mit den Spielern oder dem Trainer anzusprechen.“

Die persönlichen Verbindungen bedeuten Schwegler viel – eine Rolle will er in seiner neuen Position auf keinen Fall spielen müssen: „Ich versuche immer, authentisch zu sein, weil das der Gegenüber auch spürt. Ich will ich selbst sein dürfen – und das auch bleiben. Natürlich werde ich, wenn es die Situation erfordert, auch einmal ungehaltener. Aber das ist dann eine ehrliche Reaktion. Das kommt aus mir heraus, wenn ich fühle, dass etwas in die falsche Richtung läuft.“

Eine Kernaufgabe ist für den Schweizer die Nachwuchsförderung. Dazu gehört laut Schwegler aber auch, nicht nur den Fußballer, sondern auch den Menschen aktiv zu entwickeln: „Alle jungen Spieler sollen auch Menschen bleiben, ihre Freiheiten genießen und auch ihre Erfahrungen machen dürfen. Das nehmen wir ihnen aber oft weg, weil wir es gar nicht mehr zulassen.“ Schwegler gibt den Talenten wertvolle Tipps aus seiner Laufbahn: „Entwicklung ist keine gerade Linie. Da führt keine Seilbahn gemütlich den Berg hinauf. Du musst den Berg schon selbst erklimmen, sonst weißt du nicht, wie du dort hingekommen bist.“

Auf den 112 Seiten der Dezember-Ausgabe finden Sie viele weitere Inhalte aus der TSG-Welt. Anton Stach beschreibt sein schönstes Trikot, Jungprofi Bambasé Conté erzählt von seinem Profi-Debüt und Marius Bülter stellt sich den Fans in der Rubrik „Kein Kommentar“ vor. Zudem wird TSG-Schiedsrichter Justin Bechtel porträtiert, der Minifußball erklärt und das SPIELFELD-Team hat Ex-Profi Sebastian Rudy einen Besuch in der Kreisklasse abgestattet.

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