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MäNNER
02.09.2022

Der nächste Anlauf

Am Freitag (20:30 Uhr) spielt die TSG Hoffenheim bei Borussia Dortmund. Der BVB muss sich seit nunmehr einem Jahrzehnt anschauen, wie der FC Bayern die Meisterschale in den Himmel streckt. Jahr für Jahr plant der Klub den Angriff auf den Titel – diesmal mit einer Offensive auf dem Transfermarkt und einem neuen, alten Trainer.

Es waren gleich mehrere Ausrufezeichen, die Borussia Dortmund vor der Saison auf dem Transfermarkt gesetzt hat. Die ablösefreie Verpflichtung des ehemaligen Hoffenheimers Niklas Süle von FC Bayern war eines davon, die Transfers der beiden jungen Nationalspieler Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi waren weitere Signale in Richtung des Branchenführers FC Bayern. Dass der für den abgewanderten Erling Haaland als Ersatz verpflichtete Sebastien Haller nach seiner Hodentumor-Diagnose ausfällt, schockierte die Fußballwelt und sorgte für eine Welle des Mitgefühls. Sportlich versucht der BVB dies mit der kurzfristigen Verpflichtung von Anthony Modeste – einem weiteren ehemaligen TSG-Profi – aufzufangen.

Der Abgang von Erling Haaland warf bei vielen die Frage auf, wer bei den Schwarz-Gelben für die Tore sorgen sollte. Die Antwort lautet bisher: viele. Der BVB präsentiert sich bisher außerordentlich variabel und flexibel. In den ersten fünf Pflichtspielen erzielte der Klub zehn Tore, dabei trugen sich zehn verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein.

Der Saisonstart hat nach drei Siegen aus vier Spielen nur einen Makel – dieser hat aber historische Ausmaße. Bis zur 89. Minute führte der BVB daheim gegen Aufsteiger Werder Bremen 2:0 – drei Einwechselspieler der Norddeutschen aber drehten das Spiel in den letzten Minuten und sorgten für die bisher einzige BVB-Niederlage.

Damit der BVB in dieser Spielzeit bis zum Ende um den Titel mitkämpfen kann, wurde zudem ein Wechsel auf der Trainerbank vorgenommen. Marco Rose musste den Klub nach nur einer Spielzeit verlassen, sein Vorgänger ist gleichzeitig sein Nachfolger. Edin Terzic, der mit Dortmund 2021 den DFB-Pokal gewann, ist wieder zurück auf der Trainerbank. Für ihn ist das Spiel gegen die TSG auch ein besonderes. Zwar begann seine erste Zeit als BVB-Trainer im Dezember 2020, im Februar 2019 hatte er aber erstmals die Verantwortung für die Profimannschaft. Lucien Favre fiel für das Spiel gegen die TSG Hoffenheim mit einer Grippe aus, Terzic vertrat ihn zusammen mit seinem Co-Trainer-Kollegen Manfred Stefes auf der Trainerbank. Der BVB sah bis zur 75. Minute beim Stand von 3:0 schon wie der sichere Sieger aus – aber Hoffenheim schaffte sensationell noch den Ausgleich zum 3:3.

Edin Terzic wird beim Wiedersehen mit der TSG am Freitag nun auf einige Akteure verzichten müssen. Donyell Malen schafft es wohl nicht rechtzeitig, fit zu werden, Fragezeichen stehen auch hinter den Personalien Mo Dahoud und Karim Adeyemi. Mateu Morey wurde am Außenmeniskus operiert und wird mehrere Monate fehlen. Sebastian Haller steht aus bekannten Gründen nicht zur Verfügung. Zudem verließ Manuel Akanji den BVB am Donnerstag noch und folgte Erling Haaland zu Manchester City.

Mit Respekt, aber ohne Angst reist die TSG am Freitagabend nach Dortmund. „Wir haben auch genügend Qualität, um in solchen Spielen erfolgreich zu sein. Deshalb fahren wir nach Dortmund, um zu gewinnen“, äußert sich Cheftrainer André Breitenreiter optimistisch. In der Ruhrmetropole ist man sich auch bewusst, dass das Spiel gegen Hoffenheim kein leichtes werden wird: „Sie sind sehr variabel in der Offensive, wechseln immer wieder die Positionen. Das wird eine gute Aufgabe gegen eine starke Mannschaft“, sagte Edin Terzic über die TSG.

Besonderer Ansporn könnte die Tabellenkonstellation sein: Der Gewinner der Partie wird zumindest für eine Nacht den ersten Platz einnehmen.

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