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MäNNER
19.08.2022

Historischer Fehlstart der Werkself

Bayer 04 Leverkusen, am Samstag (15.30 Uhr) Gegner der TSG Hoffenheim am 3. Spieltag in der Bundesliga, zählte vor der Saison bei vielen Experten zu den Favoriten für die Champions-League-Plätze. Der Saisonstart ging komplett daneben – davon sollte sich aber niemand täuschen lassen.

Nach Platz drei in der abgelaufenen Spielzeit und der gemessen an den Punkten besten Saison seit 2012/13 konnten die Verantwortlichen von Bayer 04 Leverkusen sehr zufrieden in die Sommerpause gehen. Auch dort schien es hervorragend weiterzugehen, in Patrick Schick verlängerte der Top-Torjäger des Teams seinen Vertrag und hielt der Werkself die Treue, auch Flügelspieler Moussa Diaby konnte gehalten werden – alles schien, als würde man auf dem Erfolg aufbauen und gestärkt in die neue Saison gehen können.

Das gelang bisher aber nicht. Das Erstrundenaus im DFB-Pokal nach 3:4-Niederlage beim Drittliga-Aufsteiger SV Elversberg war schmerzhaft für Bayer 04, der Bundesliga-Start misslang nach zwei Pleiten aus den ersten beiden Partien ebenfalls. Dem 0:1 bei Borussia Dortmund folgte eine 1:2-Heimniederlage gegen den FC Augsburg. So geht Leverkusen in den dritten Spieltag als Tabellenschlusslicht, dort stand der Klub seit der Drei-Punkte-Regel zuvor erst ein einziges Mal. Drei Pflichtspiel-Niederlagen zum Start einer Saison hat der Klub in der Bundesliga ebenfalls noch nie einstecken müssen.

„Eine normale Leistung reicht nicht aus, wir müssen uns unseren Erfolg erst wieder neu verdienen“, sagte Leverkusens Cheftrainer Gerardo Seoane in einer Medienrunde zu den bisherigen Leistungen. Die Verdienste aus der vergangenen Saison zählen nicht mehr, auch für Leverkusen geht es wieder bei null los – dort stehen die Punkte nach den ersten beiden Spieltagen immer noch.

Beim anstehenden Spiel gegen die TSG Hoffenheim wird Bayer 04 wahrscheinlich wieder auf zwei Stammspieler setzen können. Torwart Lukas Hradecky kehrt nach seiner roten Karte am ersten Spieltag definitiv zurück, Robert Andrich ist wieder im Teamtraining. „Wenn die Woche gut verläuft, wird er am Wochenende zur Verfügung stehen“, erklärte Seoane. Nicht dabei sein werden die Flügelspieler Amine Adli und Karim Bellarabi, auch Ersatztorwart Andrey Lunev fällt aus. Das Top-Talent Florian Wirtz ist nach seinem Kreuzbandriss noch in der Reha.

In den vergangenen beiden Spielen ließ Leverkusen vor allem die Effizienz vermissen, dabei war das in der vorherigen Saison noch die große Stärke des Teams von Trainer Gerardo Seoane. Gegen Dortmund und Augsburg ließ Bayer 04 zahlreiche Großchancen liegen, alleine Patrik Schick hat drei Hochkaräter nicht in Torerfolge verwandeln können. Das sollte eine Warnung sein für die TSG, schließlich brachte sich die Werkself häufig genug in aussichtsreiche Positionen. Für Leverkusen geht es am Samstag schon um viel, wenn der historische Fehlstart nicht noch geschichtsträchtigere Ausmaße annehmen soll.

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