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MäNNER
12.08.2022

Bochum will bei der TSG am Ende lächeln

Der VfL Bochum, der am Samstag (15.30 Uhr) im zweiten Bundesliga-Saisonspiel bei der TSG Hoffenheim antritt, gehörte in der Vorsaison zu den positiven Überraschungen der Liga. Nun muss Trainer Thomas Reis erneut mit geringen Mitteln ein starkes Kollektiv bauen, um den Klub in der Bundesliga zu etablieren.

Die vergangene Saison war für den VfL Bochum eine Aneinanderreihung von Höhepunkten: Der spektakuläre und zudem verdiente 4:2-Erfolg gegen die vermeintlich übermächtigen Bayern, der souveräne Klassenerhalt als Tabellen-13. mit 42 Zählern und dazu ungeschlagen gegen den großen Reviernachbarn BVB. Die Krönung war der 4:3-Erfolg im Derby in Dortmund, mit dem sich der VfL 1848 frühzeitig ein weiteres Jahr der Ligazugehörigkeit sicherte.

Das ist vor allem auch das Werk von Trainer Thomas Reis, dem früheren Bundesliga-Profi, der die Bochumer mit ruhiger und zugleich konsequenter Arbeit innerhalb von nicht einmal drei Jahren zu dieser Mannschaft formte, die er im September 2019 als Tabellenvorletzter in der 2. Bundesliga übernommen hatte.

Wie stark das Bochumer Kollektiv ist, musste in der Spielzeit 2021/22 auch die TSG erfahren, die in Hin- und Rückspiel ohne einen einzigen Punkt blieb. In dieser Spielzeit muss der VfL nun mit der Herausforderung umgehen, dass die Euphorie des Aufstiegs schon etwas länger zurückliegt und das ominöse „schwere zweite Jahr“ ansteht – das Ziel Klassenerhalt ist gesetzt.

Personell musste der VfL dabei vor Saisonbeginn einige Abgänge verkraften. Neben Stürmer Sebastian Polter (zu Schalke) erfuhr auch die Defensive einen markanten Aderlass. Neben Innenverteidiger Maxim Leitsch (zu Mainz) verließ auch der hoch talentierte Armel Bella-Kotchap den Klub – immerhin brachte der 20-Jährige eine Rekordablöse von rund zehn Millionen Euro des FC Southampton ein.

Entsprechend ist Thomas Reis wieder gezwungen, ein neues Kollektiv zu formen, dessen Stärken wieder im Umschaltspiel liegen sollen – eigener Ballbesitz gehört nicht zur Domäne des Ruhrgebiets-Teams. Mit Neuzugang Kevin Stöger, der aus Mainz ins Revier kam, gewann der VfL dabei einen zentralen Spielgestalter hinzu.

Aktuell aber steht Reis vor größeren Restaurierungsarbeiten in der Viererkette: In Hoffenheim wird der Trainer womöglich gar auf zwei neue Innenverteidiger setzen. Neben Neu-Erwerbung Ivan Ordets könne auch Dominique Heintz direkt zum Einsatz kommen, der erst in dieser Woche per Leihe von Union Berlin an die Castroper Straße wechselte. 188 Bundesliga-Einsätze hat Heintz bereits absolviert, entsprechend entspannt sieht der Trainer einen möglichen Kaltstart: „Dominique Heintz macht einen guten Eindruck. Er hat Spielpraxis und kennt die Liga. Er wird am Samstag direkt im Kader stehen.“ Womöglich sogar auf dem Rasen der PreZero Arena. Eine fast noch größere Baustelle tut sich auf der linken Seite auf, denn das Wiedersehen der TSG mit dem früheren Hoffenheimer Kostas Stafylidis fällt aufgrund von dessen Verletzung aus. Die Alternativen um Jannes Horn und Danilo Soares sind ebenfalls angeschlagen. So könnte der etatmäßige Rechtsverteidiger Saidy Janko auf die linke Seite rücken.

TSG-Coach André Breitenreiter weiß, dass sich sein Kollege sicher etwas einfallen lässt. Einst spielten sie gemeinsam in der Junioren-Nationalmannschaft, machten später parallel die Trainer-A-Lizenz, nun treffen sie erstmals in der Bundesliga aufeinander. „Wir kennen uns schon lange, und ich habe seinen Werdegang immer verfolgt. Er hatte tolle Erfolge“, sagte Reis nun vor dem Duell. „Es ist schön, dass er zurück ist in der Bundesliga.“ Aber jetzt gebe es bei aller Wiedersehensfreude für ihn nur ein Ziel, so der Bochumer Chefcoach: „Wir wollen mit einem Lächeln nach Hause fahren.“

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