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13.05.2022

Gladbach will sich „ordentlich verabschieden“

Im letzten Spiel der Saison tritt die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach an. Wie das Team von TSG-Trainer Sebastian Hoeneß hadern die Gladbacher mit dem Gesamtergebnis dieser Spielzeit. Die „Fohlen“ strebten vor dem Saisonbeginn eine deutlich bessere Platzierung als den aktuellen zehnten Rang an. Aber zum Saisonfinale soll den Fans im Borussia-Park noch einmal eine Top-Leistung geboten werden. tsg-hoffenheim.de stellt die Ausgangslage des Gegners vor.

Am Mittwoch rückte der Trainingsalltag bei Borussia Mönchengladbach in den Hintergrund. Drei Tage vor dem Duell gegen die TSG bestritt das Team vom Niederrhein ein Benefizspiel gegen die Nationalmannschaft der Ukraine. Mit 1:2 unterlagen die „Fohlen“ vor 20.223 Zuschauern, aber Trainer Adi Hütter sprach danach von einem guten Test – zumal das Ziel, eine hohe Spendensumme für Hilfsaktionen in der Ukraine zu sammeln, ebenfalls erfüllt wurde. Beim letzten Saisonspiel gegen Hoffenheim soll aber unbedingt ein Sieg erkämpft werden. 50.000 Zuschauer werden erwartet, drei Punkte wären ein positiver Abschluss unter eine insgesamt unbefriedigende Saison. Damit würde auch die in den vergangenen Wochen kritische Fanszene beruhigt werden.

„Das Spiel gegen Hoffenheim ist noch einmal sehr wichtig für uns. In dem Spiel geht es für uns noch um etwas“, sagte Hütter: „Erstens um die Platzierung in der Tabelle, zweitens sich ordentlich mit einer guten Leistung von unseren Fans zu verabschieden und drittens darum, in unserer aktuellen Serie weiterhin ungeschlagen zu bleiben.“ Die Formkurve der Gastgeber war zuletzt sehr viel besser als die der TSG: Gladbach verlor nur eines der vergangenen acht Bundesliga-Spiele (vier Siege und drei Remis). Kein anderes Team hat in der Liga in diesem Zeitraum weniger Niederlagen einstecken müssen.

Aber in den Heimspielen herrschte zuletzt oft eine angespannte Atmosphäre, weil der harte Kern der Fans seine Unzufriedenheit mit dem Saisonverlauf deutlich machte. „Es war eine Saison, mit der wir nicht zufrieden sind. Einerseits weil wir, was die Platzierung angeht, weiter vorne um die internationalen Plätze mitspielen wollten und wir andererseits vor einigen Wochen uns auf einmal im Abstiegskampf wiedergefunden haben“, sagte Hütter bei der Pressekonferenz der Borussia am Donnerstag. Nun geht es beim TSG-Gegner darum, den zehnten Platz zu verteidigen. Während das Ziel, einen einstelligen Rang in der Abschlusstabelle zu erreichen, wegen des zu großen Vorsprungs (drei Punkte und 16 Tore) von Mainz 05 nicht mehr zu realisieren ist, kann Gladbach am Samstag beim Abpfiff auf Platz 10, 11, 12 oder 13 landen. Das macht einen sehr großen finanziellen Unterschied für den Klub, da die TV-Geldeinnahmen davon beeinflusst werden. Gegen die TSG Hoffenheim steht deshalb einiges auf dem Spiel. „4,3 Millionen Euro könnten selbst bei einem Remis weg sein“, stellte die „Rheinische Post“, die größte Zeitung der Region, fest.

Als Schwachstelle in der zu Ende gehenden Saison wurde beim fünfmaligen Deutschen Meister die Defensive ausgemacht. Das 1:1 in Frankfurt am Sonntag war das 60. Gegentor – der schlechteste Wert seit zehn Jahren. Gegen die TSG wird Hütter die Abwehr noch einmal umbauen müssen, weil Jordan Beyer in Frankfurt wegen Muskelproblemen ausgewechselt wurde und in der Woche nicht viel trainiert hat. Matthias Ginter, der zum SC Freiburg wechselt, könnte noch einmal einen Startelf-Einsatz erhalten. Die Alternative wäre der US-Amerikaner Joe Scally. Nico Elvedi fehlt wegen einer Rotsperre, kann aber nicht durch Tony Jantschke ersetzt werden, weil der Routinier zu Wochenbeginn am Knie operiert wurde. Fest steht, dass Yann Sommer ins Tor zurückkehren wird, das in Frankfurt Tobias Sippel hütete. In den Kader zurückkehren könnten Marcus Thuram, Laszlo Bénes und Christoph Kramer.

Eine Aufgabe wird die Borussia darin sehen, vor allem in der Schlussphase die Abwehr dicht zu halten – in der Phase, wo die TSG besonders stark ist. Kein Bundesliga-Team kassierte nach der 90. Minute so viele Gegentreffer wie Gladbach. Sechs Stück waren es, darunter das Tor der TSG durch Kevin Akpoguma beim 1:1 im Hinspiel. Vielleicht liegt hier eine der Chancen für Hoffenheim, das letzte Auswärtsspiel erfolgreich zu gestalten.

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