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FRAUEN
17.11.2021

TSG kämpft stark, aber verliert klar gegen Barca

Mit 0:5 (0:1) haben die TSG-Frauen ihr zweites Heimspiel in der UEFA Women's Champions League verloren. Trotz des klaren Ergebnisses lieferte das Team von Trainer Gabor Gallai vor 2.200 Zuschauern eine leidenschaftliche Partie ab und gab sich nie auf. Die individuelle Klasse der Katalaninnen war am Ende jedoch zu groß.

Personal & Taktik

Erst eine Woche zuvor hatte die TSG die Klingen mit dem Titelverteidiger gekreuzt. Nach der klaren 0:4-Niederlage wollte es die Mannschaft von TSG-Trainer Gabor Gallai dem FC Barcelona nun im heimischen Dietmar-Hopp-Stadion möglichst schwer machen. Und die Kraichgauerinnen hatten sich für diesen Festtag vor 2.200 Zuschauern zuletzt wahrlich in Stimmung geschossen. Mit dem 7:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag hatte die TSG die richtige Antwort auf die Niederlage in Barcelona gefunden.

Gegenüber dem Kantersieg gegen Leverkusen wechselte Gallai seine Startformation auf zwei Positionen: Franziska Harsch und Tine De Caigny blieben zunächst auf der Bank. Für sie rückten die deutsche Nationalspielerin Jana Feldkamp und Torjägerin Nicole Billa in die erste Elf. 

Als taktische Ausgangsformation hatten die Kraichgauerinnen ein 4-3-3 gewählt. Vor Torhüterin Martina Tufekovic verteidigten Luana Bühler und Martina Specht innen sowie Laura Wienroither rechts und Katharina Naschenweng links. Als Sechserin im defensiven Mittelfeld agierte Spielführerin Fabienne Dongus, davor füllten Feldkamp und Chantal Hagel die offensiveren Achter-Positionen im Mittelfeld aus. Auf den Flügeln sollten Gia Corley auf der rechten und Jule Brand auf der linken Seite für Wirbel sorgen. Im Sturmzentrum lief Billa auf.

Der TSG gehört mit einem 18-Meter-Schuss von Laura Wienroither zwar die erste Chance des Spiels, doch danach drückten die Katalaninnen die Gallai-Elf immer mehr in deren Hälfte. Der TSG gelang es nur selten das dominante Pressing der Gäste zu überspielen. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit befreiten sich die Kraichgauerinnen zwar hin und wieder, doch die hochkarätigeren Chancen und die Spielkontrolle hatten weiterhin die Titelverteidigerinnen. Vier Minuten vor der Halbzeitpause führte dann ein von Wienroither verursachter Foulelfmeter zur Führung der Spanierinnen durch Kapitänin Alexia Putellas. 

Mit einem Doppelschlag in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit durch Irene Paredes und Aitana Bonmati machten die Katalaninnen dann die Hoffnungen der TSG-Frauen zunichte. Doch auch nach dem 0:3 gaben sie sich nicht auf und versuchten alles, um noch zum verdienten eigenen Treffer zu kommen. Doch er war ihnen nicht vergönnt. Stattdessen legten die Gäste durch Marta Torrejón und Ana-Maria Crnogorčević noch zwei weitere Tore nach.

Der Spielfilm

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Die erste Chance hat die TSG! Billa tritt nach einer Umschaltaktion im Zentrum an und legt halbrechts rüber zu Wienroither, die kurz vor dem Sechzehner mit ihrem rechten Fuß aufs kurze Eck abzieht, das Tor aber verfehlt. 

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Die TSG wird hier richtig hinten reingedrückt, schafft es aber bislang, Torchancen der Katalaninnen zu verhindern. Stattdessen hat bei einem Konter plötzlich Hagel ab der Mittellinie nur noch Barcelonas Torhüterin Sandra Paños vor sich. Doch 40 Meter vor dem Tor merkt die Mittelfeldspielerin, dass es nicht reicht, um den Verteidigerinnen bis zum Tor davonzurennen und sie entscheidet sich für einen Schuss aus 40 Metern. Dem fehlt aber die nötige Höhe und Wucht. Leichte Beute für Paños.

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Jetzt die erste gute Chance für die Gäste. Innenverteidigerin María León schlägt aus dem linken Halbfeld eine extrem präzise Flanke ins Zentrum zu Fridolina Rolfö, die den Ball direkt mit dem Fuß abnimmt, aber Tufekovic ist im TSG-Tor zur Stelle und hält die Kugel fest.

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Ein Fehlpass von Bühler im Spielaufbau sorgt dafür, dass Barcelona mit Rolfö im Strafraum auftaucht. Frei vor Tufekovic kann sie abschließen, wird aber noch bedrängt, sodass sie den Ball neben das Tor setzt.

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Die nächste Chance für Barcelona: Eine Ecke von der linken Seite bringen die Katalaninnen flach auf den ersten Pfosten, wo die Abwehr zu kurz ausfällt, sodass Rechtsverteidigerin Jana Fernández vom linken Fünfereck zum Abschluss kommt, aber vorbeischießt. 

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Nächste starke Flanke von der linken Seite des FC Barcelona. Diesmal von Spielführerin Putellas, die im Zentrum Jennifer Hermoso findet. Doch deren Kopfball aus sechs Metern geht knapp vorbei.

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Tor für Barcelona

Putellas geht links im Strafraum Richtung Grundlinie. Wienroither will sie abgrätschen, trift Putellas aber klar. Elfmeter, den die Gefoulte sicher verwandelt.

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Starke Aktion von Corley, die über die rechte Seite losdribbelt und mit geschickten kleinen Haken in den Strafraum eindringt. Ihr Linksschuss aus 15 Metern wird dann jedoch abgeblockt. 

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Tor für Barcelona

So einfach kann es dann gehen. Ecke von der linken Seite. Der Ball fliegt auf Kopfhöhe auf den ersten Pfosten, wo Innenverteidigerin Irene Paredes druckvoll einköpft. Keine Chance für Tufekovic im Hoffenheimer Tor.

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Tufekovic verhindert das 0:3. Barcelona spielt sich über die rechte Seite durch und verlagert links in den Strafraum zu Rolfö, die sich den Ball zurechtlegt und aus elf Metern mit freier Schussbahn abschließt. Doch die TSG-Keeperin pariert mit einer starken Fußabwehr.

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Tor für Barcelona

Jetzt doch der dritte Gästetreffer. Rolfö legt von der linken Grundlinie zurück, wo Aitana Bonmati humorlos aus zehn Metern mit einem Schuss unter die Latte erfolgreich ist.

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Jetzt mal wieder die TSG! Feldkamp kommt aus 17 Metern zentraler Position zum Schuss, der jedoch knapp über die Latte fliegt.

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Barcelonas Linksverteidigerin Leila Ouahabi flankt von ihrer Seite an den zweiten Pfosten, wo der Ball genau auf den Fuß von Rolfö fällt. Deren Direktabnahme fliegt jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei.

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Monsterparade von Tufekovic, die hier ein richtig starkes Spiel zeigt. Barcelona kommt über links in den Strafraum. Nach Rücklage auf Rolfö zieht die schwedische Nationalstürmerin aus sechs Metern ab, doch Tufekovic reißt blitzschnell den rechten Arm hoch und kratzt den Ball über die Latte.

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Gleich die nächste starke Aktion der TSG-Keeperin, die einen Schuss der eingewechselten Claudia Pina aus zwölf Metern halbrechter Position mit einer Flugeinlage abwehrt.

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Tor für Barcelona

Das 4:0. Pefekt getimte Flanke von Pina von der rechten Seite auf den Kopf der ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Marta Torrejón, die präzise einköpft.

90 + 2

Tor für Barcelona

In der Nachspielzeit schlägt Barcelona noch ein fünftes Mal zu. Die enorm umtriebige, aber an diesem Abend im Abschluss unglückliche Rolfö tankt sich links im Strafraum durch und bringt den Ball flach in den Fünfmeterraum, wo Ana-Maria Crnogorčević aus kurzer Distanz zum 5:0 einschiebt.

Daten & Fakten zum Spiel »

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