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08.04.2021

Vanessa Leimenstoll: „Der Kampfgeist stimmt“

Mit 20 Jahren und 30 Zweitliga-Einsätzen gehört Vanessa Leimenstoll in der U20 zu den erfahrensten Spielerinnen. Im Interview spricht die Angreiferin, die in dieser Saison bereits fünf Treffer erzielte, über die aktuelle Form der Mannschaft, die weiteren Ziele und das anstehende Duell mit dem 1. FFC Niederkirchen (Sonntag, 14 Uhr).

Hallo Nessi, vier Spiele habt ihr seit dem Re-Start bereits absolviert. Wie fällt eure Zwischenbilanz aus?

„Ehrlich gesagt etwas ernüchternd. Wir haben spielerisch deutlich mehr Potenzial, haben es seit dem Re-Start aber noch nicht so richtig auf den Platz gebracht. Im Herbst haben wir gegen den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt definitiv schon gezeigt, dass wir es besser können. Der Kampfgeist stimmt auf jeden Fall, nur ist es irgendwie gerade wie verhext, dass wir die Null nicht halten und unsere Chancen vorne nicht konsequent nutzen. Die Folge waren dann die drei Unentschieden und die Niederlage.“

Woran müsst ihr dringend arbeiten, um in den kommenden Wochen erfolgreicher zu sein?

„Wir müssen unseren Plan auf dem Platz besser umsetzen, zudem ist wichtig, dass wir zielstrebiger spielen. Wir brauchen definitiv mehr Struktur im Spielaufbau und auch im Spiel nach vorne. Da geht es eigentlich um einfache Dinge, wie den Ball klatschen zu lassen, um schnell weiterzuspielen. Der Teamgeist und der Siegeswille sind da, eigentlich harmonieren wir auch gut miteinander – sowohl auf als auch neben dem Platz.“

Für dich ist es die dritte Saison im Zweitligateam, wie siehst du die Entwicklung der Mannschaft?

„Es ist schon krass, wenn man sich in diesem Jahr die Altersstruktur bei uns anschaut. Ich gehöre jetzt schon zu den Ältesten und bin selbst erst 20. In meiner Anfangszeit gehörten noch Spielerinnen wie Jana [Beuschlein] oder Ebby [Annika Eberhardt] zum Kader, die mit ihrer Erfahrung vorneweg gehen konnten. Da wehte schon noch ein anderer Wind. Jetzt ist die Mannschaft einfach sehr, sehr jung und entsprechend auch unerfahren und ‚verspielt‘.“

Mit fünf Toren bist du für die Hälfte der TSG-Treffer in der bisherigen Saison verantwortlich. Wo siehst du deine Stärken?

„Auf dem Platz auf jeden Fall im Kopfballspiel. Zudem bin ich eine der Führungsspielerinnen in der Mannschaft und kann auch mal durchgreifen, wenn etwas nicht läuft. Diese Verantwortung gehört meines Erachtens dazu und das wird auch ein bisschen von mir verlangt.“

Am Sonntag geht für euch zum 1. FFC Niederkirchen, anschließend empfangt ihr die Würzburger Kickers. Beide Mannschaften stehen in der Tabelle hinter euch, wie wichtig sind diese Duelle?  

„Für uns ist es auf jeden wichtig, in beiden Spielen Punkte zu holen. So könnten wir in der Tabelle nach oben klettern und uns nach unten etwas Luft verschaffen. Im Testspiel gegen Niederkirchen im März haben wir überzeugt, das wollen wir am Sonntag möglichst wiederholen. Das wird aber definitiv ein Gegner sein, der sich voll reinhauen wird. Wir werden spielerisch Lösungen finden müssen, zudem wollen wir endlich ohne Gegentor bleiben.“

Was ist euer und was ist dein persönliches Saisonziel?

„Wir wollen uns auf jeden Fall gegen die anderen beiden U20-Mannschaften eine gute Bilanz erarbeiten. Unser Ziel ist, so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Mein persönliches Ziel ist, mit meinen Toren etwas dazu beizusteuern.“

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