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FRAUEN
15.04.2021

Brand & Dongus: „Ein Traum geht in Erfüllung“

Fünf Spielerinnen schafften in der Vergangenheit bereits den Sprung von der TSG in die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, am Wochenende kamen mit Jule Brand und Fabienne Dongus zwei weitere dazu. Im Interview sprechen die beiden Neu-Nationalspielerinnen über ihre Eindrücke, ihr erstes Länderspiel und das anstehende Spitzenspiel gegen den FC Bayern München (Samstag um 18.30 Uhr, live auf Eurosport und Magenta Sport).

Hallo Fabi, hallo Jule! Hinter euch liegen aufregende Tage bei der Nationalmannschaft. Wie fühlt ihr euch nach eurer Rückkehr?

Dongus: „Wir haben auf jeden Fall sehr viel Neues erlebt. Das erste Training mit der Nationalmannschaft, dann auch noch das erste Spiel, das sind total viele Eindrücke, die man mitnimmt. Ich war im Grunde zehn Tage unter Dauerspannung und deshalb fühlt es sich jetzt auch sehr gut an, wieder hier zu sein.“

Brand: „Dem stimme ich zu. Nach der Anspannung tut es gut, wieder im gewohnten Umfeld zu sein. So richtig realisieren kann ich das auch noch gar nicht, was die letzten Tage alles passiert ist. Der Lehrgang und die Spiele liefen echt perfekt.“

Ihr habt am Samstag im Länderspiel gegen Australien euer Debüt im DFB-Team gefeiert. Wann habt ihr erfahren, dass ihr zum Einsatz kommen werdet, und wie war eure Reaktion?

Brand: „Ich habe bei der Platzbegehung vor dem Spiel von Martina Voss-Tecklenburg gesagt bekommen, dass ich fest mit einer Einwechslung rechnen kann. Das kam für mich schon überraschend. Aber sie hat mir auch direkt den Druck aufgenommen und mir gesagt, ich solle einfach frei aufspielen und Spaß haben.“

Dongus: „Schon in der Besprechung im Hotel wurde angekündigt, dass alle Feldspielerinnen zum Einsatz kommen sollen. Auf der Busfahrt zum Stadion habe ich dann erstmal gegoogelt, wie oft man in einem Länderspiel wechseln darf und da wurde mir klar, dass ich aufgrund der vielen Ausfälle eigentlich reinkommen müsste. Das hat sich dann ebenfalls auf dem Platz vor dem Spiel bestätigt.“

Wie habt ihr euer erstes Länderspiel erlebt?

Dongus: „Ich war schon sehr aufgeregt, aber als ich zum Aufwärmen gegangen bin hat Alex Popp zu mir gesagt, dass ich es einfach genießen soll, das hat total gutgetan. Die Einwechselung war dann ein echter Gänsehaut-Moment. Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, dafür bin ich einfach unglaublich dankbar.“

Brand: „Für mich ist damit auf jeden Fall auch ein Traum in Erfüllung gegangen. Man steht plötzlich mit Spielerinnen auf dem Platz, die man sonst im Fernsehen verfolgt hat. Wir wissen, dass bei diesem Lehrgang vieles für uns perfekt zusammenlief.“

Was nehmt ihr aus dem ersten Lehrgang mit der Nationalmannschaft mit?

Dongus: „Das Spieltempo ist schon nochmal deutlich höher. Auch von der Körperlichkeit und dem allgemeinen Fokus ist es etwas anderes. Man muss seine eigene Spielweise auf diesem Niveau ein bisschen anpassen. Wir wurden beim Lehrgang mit offenen Armen empfangen, es geht wirklich nett zu. Für mich war auch eine Erfahrung zu sehen, dass die besten Spielerinnen Deutschlands auch alle nur Menschen sind.“

Brand: „Ja, das stimmt. Ich hatte anfangs echt Angst, dass es richtig schlimm ist, mal einen Fehlpass zu spielen. Aber das ist natürlich nicht so.“

Welche Ziele habt ihr euch nun noch gesetzt?

Dongus: „Ich bin einfach gerade sehr froh, dass ich diese Erfahrungen machen durfte. Ich weiß das alles auf jeden Fall einzuschätzen und sehe, dass es auf meiner Position in der Nationalmannschaft einfach riesige Qualität gibt. Ich sage mal so: Für mich ist das so ein bisschen das Dach meiner Karriere, das zwar noch nicht zu Ende gebaut ist, aber es ist eben das Dach. Und für Jule ist es definitiv der Grundstein.“

Brand: „Ich genieße das jetzt erstmal und freue mich über die zwei Länderspiele, die ich bestreiten durfte. Ich weiß, dass 2022 ja auch noch die U20-Weltmeisterschaft ansteht.

Schon am Samstag steht nun das Spitzenspiel gegen den FC Bayern an. Mit welchen Erwartungen reist ihr nach München?

Brand: „Wir haben definitiv aus dem Pokalspiel noch eine Rechnung offen, da hat uns ein bisschen das Glück gefehlt. Wir sind der Überzeugung, dass wir in München etwas holen können.“

Dongus: „Ja, wir haben schon die Erwartung, dass für uns etwas drin ist. Das haben wir im Viertelfinale gesehen. Wir können uns zwar nicht in der Ausführlichkeit vorbereiten wie sonst, aber am Ende ist es vielleicht ganz gut, damit wir unseren Fokus vor allem darauf richten, dass wir unser Spiel durchziehen.“

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