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16.10.2020

Verfolgerduell mit Top-Torjägern

Borussia Dortmund blickt nach oben: Nach fünf Top-Vier-Platzierungen in den vergangenen fünf Jahren hat der BVB in dieser Saison die Meisterschale anvisiert. Doch bereits am 2. Spieltag kassierte das Team von Lucien Favre eine 0:2-Niederlage in Augsburg – und damit früh den ersten Rückschlag. Am Samstag (15.30 Uhr/Liveticker auf tsg-hoffenheim.de) gastiert Dortmund bei der TSG Hoffenheim, wo der BVB in den vergangenen Jahren nicht viel holen konnte.

Dass selbst ein Kader voller Weltklasse-Spieler recht früh in einer Saison an seine Grenzen stoßen kann, lässt sich derzeit bei Borussia Dortmund beobachten. Gleich 16 Spieler waren zuletzt mit ihren Nationalteams unterwegs – und nicht alle kehrten gesund nach Dortmund zurück. Besonders bitter ist der Ausfall von Nico Schulz, der frühere Hoffenheimer verletzte sich bei der Nationalmannschaft und wird das Duell mit der TSG verpassen. Eine herbe Schwächung für den BVB, zumal in Dan-Axel Zagadou und Manuel Akanji bereits zwei weitere Verteidiger ausfallen und in Thorgan Hazard zudem ein zentraler Baustein der Offensive fehlt.  Favre ist sich der angespannten personellen Situation vor dem Verfolgerduell des Tabellenfünften mit dem Sechsten des Klassements durchaus bewusst: „Einige Nationalspieler kamen erst Donnerstagnachmittag zurück, haben teilweise drei Mal gespielt. Da geht es nur um Regeneration, nicht um Training. Am Freitag werden wir nur mit geringer Intensität trainieren“, sagte der BVB-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Keine idealen Vorrausetzungen für die kommenden Wochen. Borussia Dortmund wird in 22 Tagen gleich sieben Partien bestreiten. Die UEFA Champions League beginnt für den BVB am Dienstag (21 Uhr) mit dem Auftaktspiel bei Lazio Rom. Reise-Strapazen, die auch die TSG in den kommenden Monaten wegstecken muss. Wie Hoffenheim ist aber auch Dortmund auf das anspruchsvolle Programm eingestellt, wie Sebastian Kehl erklärt: „Wir müssen so sorgsam wie möglich mit unseren Spielern umgehen. Der Rahmenterminkalender ist gerade für die Spieler in diesem Jahr sehr anspruchsvoll. Die Zeit ist sehr kurz. Das macht die Situation nicht ganz einfach. Wir konnten uns jedoch darauf vorbereiten. Es wird keine Ausrede von uns sein, dass wir nicht erfolgreich sind“, stellte der Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung klar.

Respekt auf beiden Seiten

In der PreZero Arena wartet vor den internationalen Aufgaben eine weitere hohe Hürde auf den BVB. Seit fünf Spielen ist die Borussia gegen die TSG sieglos, die Auswärtsbilanz ist noch düsterer: In Sinsheim gewann Dortmund zuletzt 2012. „Es ist für uns immer schwierig gegen Hoffenheim. Sie spielen das gleiche System“, so Lucien Favre.

Großer Respekt vor der Aufgabe gegen den Meisterschafts-Kandidaten ist in Hoffenheim dennoch zu spüren. Sechs Punkte holte der Tabellenzweite des Vorjahres aus den ersten drei Partien. Vor allem in der Offensive wussten die Dortmunder schon früh in der Saison zu überzeugen. Erling Haaland, der im Winter aus Salzburg nach Dortmund kam, erzielte in seinen bisherigen 18 Bundesliga-Spielen 17 Treffer – vier davon in dieser Saison. „Es ist eine Mannschaft, die vor allem in der Offensive sehr gut besetzt ist. Sie haben nicht nur Erling Haarland in ihren Reihen, sondern einige gute Spieler, die technisch sehr visiert sind“, sagte TSG-Cheftrainer Sebastian Hoeneß vor dem Duell.

Duell der Top-Torjäger: Kramarić gegen Haaland

Die TSG ist also gewarnt vor Borussia Dortmund. Doch die Erfolge gegen den BVB in der jüngeren Vergangenheit – unter anderem der 4:0-Sieg am letzten Spieltag der Vorsaison – haben das Selbstbewusstsein gestärkt. Auch bei Andrej Kramarić, der damals einen Viererpack erzielte – und die Torjägerliste in dieser Saison mit sechs Treffern anführt. Hoeneß weiß um seinen Trumpf: „Wir wollen unsere Stärken hervorheben und die Dortmunder Schwächen ausnutzen. Wir wollen zudem unsere Torgefahr auch in diesem Spiel wieder auf den Platz bringen.“

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