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17.10.2020

U19 verliert Badenderby gegen KSC

Mit 1:2 (1:2) hat die U19 der TSG gegen den Karlsruher SC verloren. Es war am dritten Spieltag der A-Jugend-Bundesliga die erste Niederlage für die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp, der erstmals als U19-Coach gegen seinen Ex-Klub verlor. Umut Tohumcu erzielte das einzige Hoffenheimer Tor, Nick Breitenbücher verschoss in der zweiten Halbzeit einen Strafstoß.

Noch nie hatte die TSG-U19 unter Marcel Rapp das Badenderby gegen den Karlsruher SC verloren und auch die Anfangsphase im Dietmar-Hopp-Stadion ließ zunächst darauf hoffen, dass dies so bleibt. Bereits nach weniger als zwei Minuten tauchten die Kraichgauer erstmals gefährlich im Strafraum des KSC auf, doch Nick Breitenbüchers Abschluss wurde von Torhüter Simon Spari pariert.

Die kalte Dusche folgte drei Minuten später: Nach einem Einwurf auf Höhe der Mittellinie kam der ehemalige Hoffenheimer Dejan Galjen an den Ball und schickte seinen Teamkollegen Bennet Fietkau auf die Reise. Der im Sommer aus der Karlsruher U17 aufgerückte Rechtsaußen zog davon und überwand Nahuel Noll im TSG-Tor zur 1:0-Führung für die Gäste. Im dritten Spiel schon der dritte Treffer für Fietkau.

Glück bei Karlsruher Lattentreffer

Das Gegentor zeigte Wirkung, denn die TSG verlor in den folgenden zehn Minuten ein wenig die Kontrolle und stand in der Defensive zu offen. Das 0:2 lag in der Luft und so sah sich Rapp zum Handeln gezwungen. Nach einer taktischen Umstellung hatte die TSG wieder Zugriff auf das Spiel, die Chancen verzeichnete aber weiterhin der KSC. So schüttelte der schnelle Tim Rossmann auf der linken Karlsruher Angriffsseite erst Fabian Messina ab und ließ dann einen fulminanten Schuss aus 17 Metern folgen, den Noll jedoch über das Tor lenken konnte (18.).

Die TSG näherte sich dem Tor noch einmal in der 21. Minute an, als Breitenbücher im Zentrum einen schnell ausgeführten Freistoß gerade noch aufs Tor bringen konnte, aber eben ohne den nötigen Druck. Die Breitenbücher-Chance sollte jedoch nicht den Auftakt einer Drangperiode werden, denn fünf Minuten später lagen sich erneut die Gäste jubelnd in den Armen. Eine Flanke von der linken Karlsruher Angriffsseite war zu Galjen durchgerutscht, der den Ball annehmen und aus sieben Metern in die linke Ecke schieben konnte.

Zwei Wechsel in der ersten Halbzeit

Unmittelbar nach dem Hoffenheimer Anstoß dann fast das 0:3, doch nach scharfer Flanke von rechts klatschte Rossmanns Abschluss an die Latte. Rapp reagierte nun erneut und brachte mit Abdoul Camara einen frischen Spieler in die Partie. Das zahlte sich sechs Minuten vor der Halbzeitpause aus: TSG-Kapitän Noah König setzte sich mit viel Willen im Mittelfeld durch, marschierte nach vorne und bediente Camara am linken Flügel. Der Belgier blieb trotz eines harten Zweikampfes auf den Beinen und flankte ins Zentrum zu Umut Tohumcu, dessen Direktabnahme aus 16 Metern rechts unten im Karlsruher Tor einschlug.

Mit der Vorstellung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten war Rapp jedoch trotz des Anschlusstreffers nicht zufrieden: „Obwohl wir zwei, drei Chancen hatten, müssen wir froh sein, dass wir nur mit 1:2 in die Pause gehen“, so der Coach, der vor der Pause auch noch seinen zweiten Wechsel vollzogen und Kevin Krüger in die Partie gebracht hatte.

Pfosten verhindert Tohumcus zweiten Treffer

Zur zweiten Halbzeit schwor sich die TSG-U19 noch einmal neu ein und in der Tat war sie nun besser im Spiel und ermöglichte dem Gegner vor allem nicht mehr so viele Möglichkeiten. Allerdings tat sich die Rapp-Elf schwer damit, eigene Torchancen herauszuspielen. Camaras Ablage auf Turan Çalhanoğlu, der halbrechts von der Strafraumgrenze knapp am Tor vorbeischoss (56.), blieb lange Zeit die beste TSG-Chance in der zweiten Halbzeit.

Eine knappe Viertelstunde vor Schluss dann jedoch die ganz große Möglichkeit auf den Ausgleichstreffer: Breitenbücher war im Strafraum so angegangen worden, dass der Schiedsrichter auf Strafstoß entschied. Der Gefoulte trat selbst an, doch KSC-Keeper Spari verhinderte mit einer starken Parade das 2:2. Die Gäste warfen sich nun in jeden Ball, während die TSG mit letzter verzweifelter Kraft Angriff um Angriff auf das Karlsruher Tor anrollen ließ. Tohumcu traf mit einem 15-Meter-Schuss noch den Pfosten (81.) und Camara verfehlte in der dritten Minute der Nachspielzeit im Strafraum aus dem Gewühl heraus nur ganz knapp das Tor. Das war es dann aber auch.

Rapp sieht verdiente Niederlage

„Es war eine verdiente Niederlage. Das Spiel heute hat gezeigt, dass es für uns schwer wird, auf Augenhöhe zu sein, wenn wir nicht am Limit spielen“, sagte Rapp. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns zwar gesteigert und hatten mehr Ballbesitz. Aber wir haben es nicht geschafft, das Spiel zu drehen und waren aus dem Spiel heraus einfach zu ungefährlich.“

In der Tabelle rutscht die TSG durch die Niederlage vorerst auf den siebten Platz. Die Chance auf Wiedergutmachung für die Derbyniederlage kommt schon am kommenden Samstag. Dann geht es zu Eintracht Frankfurt.

 

TSG 1899 Hoffenheim – Karlsruher SC 1:2 (1:2)
Hoffenheim: Noll – Haider, König, Sejdinović – Messina (37. Krüger) – Đurić (29. Camara), Bähr (63. Bočs) – Weiß, Tohumcu – Breitenbücher, Çalhanoğlu (68. Botić).
Karlsruhe: Spari – Allgeier, Seemann, Bungic, Demir – Freiwald, Breithaupt – Wähling (79. Theisinger) – Fietkau (87. Varivoda), Rossmann (73. Hägele) – Galjen.
Tore: 0:1 Fietkau (5.), 0:2 Galjen (26.), 1:2 Tohumcu (39.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Marc Packert (Dettingen an der Ems). Karten: Gelb für Messina, Tohumcu, Breitenbücher / Wähling, Theisinger. Besonderes Vorkommnis: Spari hält Foulelfmeter von Breitenbücher (77.).

Daten & Fakten zum Spiel »

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