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FRAUEN
29.10.2020

Tabea Waßmuth: „Müssen Tore machen“

Die TSG steigt am Sonntag (14 Uhr) in den DFB-Pokal der Frauen ein, Hoffenheimerin Tabea Waßmuth freut sich auf das anstehende Duell mit dem FC Ingolstadt. Im Interview spricht die Angreiferin über das Heimspiel gegen den Zweitligisten, die Länderspielpause und ein 50-jähriges Jubiläum.

Hallo Tabea, ihr seid vorzeitig vom Lehrgang mit der Nationalmannschaft zurückgekehrt, weil das Länderspiel gegen England abgesagt wurde. Wie liefen die Tage bei den DFB-Frauen?

„Uns noch unerfahrene Spielerinnen bringt jede einzelne Trainingseinheit mit der Nationalmannschaft weiter, sodass wir trotz der Spielabsage vieles mitnehmen konnten. Dass das Länderspiel gegen England, auf das der Lehrgang natürlich inhaltlich auch ausgerichtet war, abgesagt werden musste ist zwar sehr schade, mit so etwas muss man in der jetzigen Situation aber rechnen. Für uns wäre es sicherlich ein Gradmesser gewesen.“

Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2022 konntet ihr in der vergangenen Woche bereits feiern, weil Irland als Gruppenzweiter gegen die Ukraine verloren hat. Wie groß war die Freude darüber?

„Es ist nicht selbstverständlich, das Ticket für die EM schon so frühzeitig zu lösen und damit die bisher souveräne Qualifikationsrunde zu bestätigen. Entsprechend haben wir uns auch darüber gefreut. Wir wollen in den zwei verbleibenden Begegnungen trotzdem nochmal zeigen, was wir können und diese Spiele gewinnen. Der Blick geht nun schon Richtung Vorbereitung auf die Europameisterschaft, auch wenn es bis dahin noch ein wenig dauert.“

Seit Montag seid ihr nun zurück bei der TSG, die Vorbereitungen auf das Pokalspiel gegen den FC Ingolstadt laufen. Wie stehen die Vorzeichen für das Duell am Sonntag?

„Wir hoffen, dass ein paar der zuletzt angeschlagenen und verletzten Spielerinnen wieder ein bisschen Einsatzzeit sammeln können. Gegen den SV Meppen hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, die Torchancen zu nutzen. Je länger es 0:0 steht, desto schwieriger wird es. In der vergangenen Saison sind wir oft früh in Führung gegangen und haben dadurch ein anderes Selbstverständnis entwickelt. Die Ansätze sind weiterhin da, wir müssen nur unsere Tore machen.“

Was erwartet ihr für ein Spiel?

„In einem K.-o.-Spiel kann alles passieren, deshalb müssen wir auf jeden Fall unsere Leistung auf den Platz bringen. Ingolstadt hat nichts zu verlieren und wird auch so auftreten. Wir müssen in die Zweikämpfe gehen und wie in jedem anderen Spiel 100 % geben. Wir wollen es im DFB-Pokal wieder möglichst weit schaffen und dazu am Sonntag die erste Aufgabe erfüllen.“

Am Samstag gibt es im Frauenfußball ein Jubiläum zu feiern.

„Es ist verrückt, dass Frauen erst vor 50 Jahren das Fußballspielen erlaubt wurde. Das ist gar nicht lange her und für uns heute trotzdem unvorstellbar. Umso erstaunlicher ist aber auch die Entwicklung, die der Frauenfußball seither genommen hat. Darauf können wir stolz sein. Wir spielen mittlerweile auf professionellem Niveau Fußball, das war für die Generationen vor uns wahrscheinlich undenkbar. Es gibt noch sehr viel Potenzial, aber eine unglaubliche Entwicklung liegt auch schon hinter uns.“

In der FLYERALARM Frauen-Bundesliga warten in den kommenden Wochen interessante Begegnungen auf euch. Mit welchen Gefühlen blickst du auf die anstehenden Aufgaben?

„Ich freue mich sehr auf diese Spiele. Mit den Begegnungen in Sand und Freiburg haben wir zwei Baden-Derbys, da ist immer viel Spannung zu erwarten. Auch in Leverkusen haben wir ein Spiel, in dem wir zeigen können, was wir draufhaben. Es sind 50:50-Spiele, die für uns definitiv richtungsweisend sind. Wenn wir oben dabeibleiben wollen, müssen wir punkten.“

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