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AKADEMIE
19.09.2020

U19 startet stark und siegt deutlich

Hervorragender Saisonauftakt der U19: Im ersten Spiel der neuen A-Jugend-Bundesliga-Spielzeit schlug die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp nach überzeugender Leistung den 1.FC Kaiserslautern mit 5:1 (3:0). Die beiden Stürmer Turan Çalhanoğlu und Nick Breitenbücher trafen jeweils doppelt, außerdem war Luka Đurić erfolgreich.

Die lange Punktspielpause war den U19-Junioren nicht anzumerken. Mit viel Spielfreude ging die junge Mannschaft von Marcel Rapp in die Partie. Mit Innenverteidiger Gabriel Haider und Sechser Fabian Messina standen nur zwei ältere Jahrgänge in der Startelf, in der mit Umut Tohumcu zudem ein Spieler des U17-Jahrgangs 2004 von Anfang an auflief. Doch viel Anlaufzeit in der für den Großteil der Jungs neuen A-Jugend-Bundesliga brauchten die U19-Jungs der TSG nicht. Schon nach drei Minuten durften die TSG-Talente erstmals jubeln: Nachdem Nick Breitenbücher durch aggressives Anlaufen den Ball von FCK-Torwart Elija Wohlgemuth geblockt und Turan Çalhanoğlu im Fünfmeterraum bedient hatte, musste der deutsche U18-Nationalspieler nur noch den Fuß hinhalten, um zum 1:0 zu treffen.

Munter ging es bei angenehm warmen Spätsommerwetter im Dietmar-Hopp-Stadion weiter. Eine Doppelchance von Umut Tohumcu, der zunächst acht Meter vor dem Tor ein Zuspiel von Çalhanoğlu verpasste und direkt danach eine abgewehrte Ecke für einen Direktschuss aus 17 Metern nutzte, der knapp am Tor vorbeiflog (14.), blieb noch ohne Torerfolg. Doch in der 21. Minute durfte Stadionsprecher Horst Heinlein wieder die TSG-Tormusik auflegen. Kapitän Bambasé Conté vernaschte am linken Strafraumrand seinen Gegenspieler, legte rüber zu Tohumcu, dessen Schussversuch am zweiten Pfosten landete und somit zur Vorlage für Rechtsaußen Luka Đurić wurde, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob.

Lässig und Conté verletzt raus

Neun Minuten später erhöhte die Rapp-Elf gar auf 3:0. Der starke Fabian Messina bediente Nick Breitenbücher rechts vor dem Strafraum. Der TSG-Angreifer probierte es einfach mal und sein Schuss flog abgefälscht von einem Lauterer Verteidiger in hohem Bogen über FCK-Torwart Wohlgemuth ins Tor. Das Spiel schien somit früh entschieden, zumal die TSG auch in der Folge nichts an Souveränität einbüßte. Der Ball lief und in den Zweikämpfen waren die Kraichgauer stets präsent. Die einzige gefährliche Chance der Lauterer vereitelte Nahuel Noll im TSG-Tor stark im Eins-gegen-Eins gegen FCK-Angreifer Angelos Stavridis (37.).

Fünf Minuten vor der Pause dann jedoch ein Stimmungsdämpfer: Innenverteidiger Valentin Lässig war im Rasen hängengeblieben und hatte sich dabei am Knie verletzt. Für ihn reihte sich Kevin Krüger in der Dreierkette ein. In der Halbzeit musste dann auch noch der angeschlagene Conté in der Kabine blieben. Für den Kapitän kam Marvin Weiß in die Partie.

Çalhanoğlu verschießt und trifft sogleich

Der Spielfreude und der Torhunger ebbten allerdings auch durch die beiden Wechsel nicht ab. Schon nach vier Minuten in der zweiten Halbzeit brannte es wieder im Strafraum der Gäste. Messina setzte mit einem starken Pass Tohumcu in Szene, der in den Sechzehner zog und von seinem Gegenspieler umgestoßen wurde. Strafstoß! Çalhanoğlu legte sich den Ball zurecht, visierte die rechte Ecke an, scheiterte aber an Wohlgemuth. Zu Çalhanoğlus Glück prallte die Kugel jedoch vom Lauterer Keeper zurück zu ihm und die zweite Chance ließ sich der Stürmer nun nicht nehmen. Kurz danach hatte der Doppeltorschütze frühzeitig Feierabend und für Çalhanoğlu durfte mit Abdoul Camara der zweite U17-Spieler auf das Feld.

Die TSG beruhigte und kontrollierte nun das Spiel und ließ die Gäste etwas mehr kommen. Doch die aufmerksame Defensive der Kraichgauer wusste mit den Angriffsbemühungen des Gegners meist umzugehen. Nur in der 68. Minute gelang es den Pfälzern in Person von Shawn Blum einmal durch die Mitte durchzukommen, sodass der Lauterer Angreifer mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern auf 1:4 verkürzen konnte.

Keine drei Minuten später war der alte Vier-Tore-Vorsprung jedoch wiederhergestellt, nachdem Noah König im Mittelfeld den Ball erobert und sofort Weiß über die linke Seite auf die Reise geschickt hatte, der umgehend Breitenbücher im Sturmzentrum bediente. Und wie der U17-Toptorjäger der vergangenen Saison dann das 5:1 machte, könnte durchaus im Lehrbuch für Strafraumstürmer stehen. Mit einem Kontakt wickelte sich Breitenbücher um seinen Gegenspieler, um mit dem zweiten sofort in die lange Ecke abzuschließen.

Höchster Heimsieg gegen den FCK

Beim 5:1 blieb es und somit startete die Rapp-Elf mit dem höchsten Heimsieg einer Hoffenheimer U19 gegen den 1.FC Kaiserslautern in die A-Jugend-Bundesliga-Saison 2020/21. Die alte Bestmarke gegen den FCK stammte vom Mai 2011. Damals hatte die TSG unter Guido Streichsbier mit 6:3 gegen die Pfälzer gewonnen.

Angesichts des deutlichen Ergebnisses und der ansprechenden Leistung seiner Mannschaft war Rapp nach der Partie zufrieden: „Es ist nicht so einfach, fünf Tore gegen so eine kompakte Mannschaft zu schießen. Die Intensität, mit der wir gespielt haben, war schon sehr gut. Fußballerisch können wir uns sicherlich noch steigern, aber insgesamt war das schon in Ordnung.“

In der noch nicht besonders aussagekräftigen Tabelle steht die TSG-U19 vorerst ganz oben. Kommende Woche muss sie sich dann beim Aufsteiger Darmstadt 98 beweisen, der seine Auftaktpartie beim FC-Astoria Walldorf ebenfalls gewonnen hat. Zuvor steht am Dienstagabend noch das bfv-Pokal-Spiel beim VfR Mannheim an.

 

TSG 1899 Hoffenheim – 1.FC Kaiserslautern 5:1 (3:0)
Hoffenheim: Noll – Haider, V. Lässig (41. Krüger), König – Messina – Đurić, Bähr – Conté (46. Weiß), Tohumcu (75. Bočs) – Breitenbücher, Çalhanoğlu (53. Abd. Camara).
Kaiserslautern: Wohlgemuth – Doğan (58. Theobald), Kajinic, Preuß, Gibs – Mackic, Karakus, Basenach – Diallo (89. Müller), Stavridis (46. Bangura) – Blum (79. Nicklis).
Tore: 1:0 Çalhanoğlu (3.), 2:0 Đurić (21.), 3:0 Breitenbücher (30.), 4:0 Çalhanoğlu (49.), 4:1 Blum (68.), 5:1 Breitenbücher (71.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Giuseppe Geraci (Homburg). Karten: Gelb für Doğan, Mackic. Besonderes Vorkommnis: Wohlgemuth hält Foulelfmeter von Çalhanoğlu (49.).

Daten & Fakten zum Spiel »

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