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AKADEMIE
26.09.2020

U17 ringt VfB Stuttgart im Dauerregen nieder

Pünktlich zur Rückkehr der Junioren-Bundesliga in die Akademie-Arena hat sich der Sommer verabschiedet. Doch der Dauerregen von Zuzenhausen konnte der U17 im „Derby“ mit dem VfB Stuttgart nichts anhaben. In einer mitreißenden und bis zum Ende spannenden Partie behielt die Elf von Trainer Kai Herdling verdient mit 2:1 (1:0) die Oberhand – und blickt nach zwei Spielen auf eine hundertprozentige Punkteausbeute.

„Das war ein sehr gutes U17-Spiel, in dem die erste Halbzeit klar an uns ging“, blickte ein zufriedener U17-Cheftrainer auf 80+6 Minuten zurück, während seine Jungs in der Kabine lautstark den Dreier bejubelten. In der Tat blieb TSG-Keeper Lukas Petersson im ersten Abschnitt ohne Beschäftigung, da seine Vorderleute das Geschehen unter Kontrolle hatten. Tom Bischof gab nach fünf Minuten einen ersten Warnschuss ab, der aber noch kein Problem für VfB-Schlussmann Dennis Seimen darstellte.

Die Hoffenheimer schenkten keinen Meter her, und als Lucas Tamarez nach einem seiner vielen Ballgewinne im Mittelfeld Denis Perrone bediente, legte der ab für Felix Hagmann, mit dessen Schuss aus halbrechter Position Seimen schon mehr Mühe hatte (14.). Das VfB-Gehäuse befand sich nun unter Dauerbeschuss, aber der aufgerückte Tim Ottilinger wurde im Fünfmeterraum entscheidend gestört (15.) und Bischofs Versuch rutschte knapp am rechten Pfosten vorbei (17.).

In der 31. Minute drückte sich dann die Platz-Hoheit auch in Zahlen aus. Auf engstem Raum steckte Bischof auf Perrone durch – und der Deutsch-Italiener nagelte die Kugel aus 15 Metern unter die Latte – 1:0. Gefährlich wurden die Stuttgarter im ersten Durchgang nur einmal. Als Cem Demir nicht mehr an Leon Leuzes Hereingabe herankam, startete der VfB einen Konter, den aber Ottilinger mit einer entschlossenen Grätsche beendete (37.).

Perrone trifft Latte, Hagmann verletzt raus

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff wäre Perrone um ein Haar die Kopie seines ersten Tores gelungen, doch anstatt unter knallte der Ball diesmal genau auf die Latte. Gut möglich, dass das die Vorentscheidung gewesen wäre (43.), doch nun witterten die Schwaben noch einmal Morgenluft. Hagmanns riskanter Einwurf in Richtung Ottilinger wurde von Elisio Widmann antizipiert, doch Petersson war rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt und verhinderte Schlimmeres (47.).

„Ab der 50. Minute haben wir etwas den Faden verloren und keinen Druck mehr auf den Ball bekommen“, so Herdling. „Wir haben dann die Ruhe und Kontrolle verloren.“ Der VfB kam nun zu Chancen, ohne aber brandgefährlich zu werden. Mitten in dieser Drangperiode erhöhte Leon Leuze nach schönem Zuspiel Demirs über den linken Flügel auf 2:0 (56.), kurz zuvor war Seimen nach einem Bischof-Distanzschuss noch zur Stelle.

Als sich Hagmann nach einer knappen Stunde nach einem Zweikampf an der Seitenlinie am Knie verletzte und ausgewechselt werden musste, folgte ein weiterer Bruch im TSG-Spiel. Die Stuttgarter drängten nun auf den Anschlusstreffer, doch die Dreierkette ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Thomas Bauer war nach einem „Irrläufer“ im Fünfmeterraum zur Stelle und klärte stark (63.) und nach einem Konter hätten die eingewechselten Jaden Meyer und George Iorga eigentlich für die Entscheidung sorgen müssen, doch Meyer scheiterte im Eins-gegen-Eins an Seimen und Iorga schoss dem VfB-Keeper den Nachschuss in die Arme (70.).

Spannender Fight in der Schlussphase

Und dann wurde es doch noch spannend. Nach einem langen Ball waren sich Petersson und Tim Drexler uneins und der aufmerksame Felix Strodel spitzelte die Kugel ins leere Tor (74.). Inklusive Nachspielzeit standen zu diesem Zeitpunkt noch zwölf Minuten auf der Uhr, doch die Hoffenheimer spielten sie souverän runter und ließen nichts mehr anbrennen.

„Im zweiten Durchgang waren wir etwas zu passiv und haben es versäumt, den Sack zuzumachen“, kritisierte Herdling. „Wir haben den VfB ins Spiel zurückgeholt und waren in der Schlussphase zu hektisch. Dennoch war das ein verdienter Sieg, die Mannschaft hat wie schon in Freiburg eine tolle Mentalität an den Tag gelegt und war bereit, den Fight anzunehmen.“

Mit sechs Punkten aus den beiden Auftaktspielen zeigt sich Herdling mehr als zufrieden. „Natürlich hatten wir uns das auch vorgenommen. Dass es nun auch geklappt hat, ist umso schöner.“

TSG 1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 2:1 (1:0)
Hoffenheim: Petersson – Bauer, Ottilinger, Demir (66. Meyer), Bischof (80. Liyew), Hagmann (61. Gebauer), Tamarez, Weik (80. Prosic), Leuze, Drexler, Perrone (66. Iorga).
Stuttgart: Seimen – Winkler, Mallet, König, Fritschi, Ambrosius (54. Ribeiro), Boakye (41. Paula), Ulrich, Wagner (57. Strodel), Widmann, Azevedo (57. Eroglu).
Tore: 1:0 Perrone (31.), 2:0 Leuze (56.), 2:1 Strodel (74.). Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Jonas Krzyzanowski (Neuburg). Karten: Gelb für Leuze, Ottilinger / Wagner, Widmann, König, Strodel.

Daten & Fakten zum Spiel »

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