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PROFIS
04.09.2020

Baumann: „Bestätigung für die Arbeit und Entwicklung“

Er könnte zum zehnten deutschen Nationalspieler der TSG Hoffenheim werden: Oliver Baumann wurde erstmals für die DFB-Elf nominiert und hofft auf sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Im Interview auf der Website des DFB spricht der Torhüter über seinen ersten Eindruck, die Torwart-Situation sowie seine persönlichen Ziele.

Herr Baumann, willkommen bei der Nationalmannschaft. Wie ist Ihr bisheriger Eindruck beim DFB-Team?

„Die bisherigen Eindrücke sind total positiv und angenehm. Es macht Spaß, in diesem Kreis zu trainieren, weil eben auch die Qualität sehr hoch ist. Hinzu kommt, dass ich mich schnell eingewöhnt habe – ich kenne viele Jungs aus der Liga, habe darüber hinaus mit einigen schon zusammengespielt, wie etwa mit Niklas Süle in Hoffenheim oder mit Matthias Ginter in Freiburg.“

Im aktuellen DFB-Kader ist nur Toni Kroos, ebenfalls Jahrgang 1990, ein paar Monate älter als Sie. Die meisten Spieler sind deutlich jünger. Fühlen Sie sich angesichts dieser Tatsache tatsächlich als „Neuling“?

„Mittlerweile ist es tatsächlich so, dass ich auch aufgrund meines Alters zu den erfahreneren Spielern gehöre. Das wurde mir zuletzt auch in der Saisonvorbereitung mit Hoffenheim bewusst – da trainieren inzwischen die Jungs aus dem Jahrgang 2000 bei uns mit und wollen ihre ersten Schritte im Profibereich machen. Ich denke, dass das eine ganz normale Entwicklung ist. Bei der Nationalmannschaft bin ich zwar nun zum ersten Mal dabei, aber nach so vielen Jahren in der Bundesliga kennt man dann doch die meisten. Mit Toni Kroos lief ich übrigens früher gemeinsam in einigen U-Länderspielen auf, nun schließt sich also der Kreis (lacht).“

Sie sind seit zehn Jahren Stammtorhüter in der Bundesliga und haben 329 Erstliga-Spiele für Freiburg und Hoffenheim absolviert. Hand aufs Herz: Inwiefern haben Sie auch vor anderen Länderspiel-Phasen auf einen Anruf gehofft?

„Vielleicht ist es bei mir wie mit einem guten Wein (lacht). Im Ernst: Durch meinen eigenen Willen und Antrieb ist es immer mein Ziel gewesen, diesen Sprung in den Nationalmannschafts-Kreis zu packen. Ich bin allerdings nicht der Typ, der so etwas in Interviews großartig einfordert. Das finde ich respektlos und würde auch nicht zu meiner Art und Weise passen. Aus meiner Sicht geht es darum, dass man Leistung bringt und ich bin überzeugt, dass diese Leistung auch gesehen wird.“

Mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen fehlen aktuell zwei Torhüter bei der Nationalmannschaft. Was haben Sie sich vorgenommen, um beim DFB-Team eine gute Visitenkarte zu hinterlassen?

„Ich glaube, dass zunächst die Nominierung schon auch eine gewisse Bestätigung für die Arbeit und Entwicklung in den vergangenen Jahren ausdrückt. Insofern möchte ich an meine Leistungen anknüpfen und sie auch in jedem Training beim DFB-Team bestätigen. Da will ich definitiv einen guten Eindruck hinterlassen. Alles andere sehe ich total entspannt. Nichtsdestotrotz möchte ich auch Spiele für die Nationalmannschaft bestreiten. Das ist mein Anspruch an mich selbst. Am Ende des Tages ist es aber wichtig, dass wir als Mannschaft erfolgreich in die Nations League starten.“

Auf Vereinsebene haben Sie bei der TSG Hoffenheim mit Sebastian Hoeneß seit dieser Saison einen neuen Trainer. Was haben Sie sich für die Spielzeit 2020/2021 vorgenommen?

„Grundsätzlich muss erst einmal jeder Spieler seinen Teil dazu beitragen, dass wir möglichst schnell die Spielidee unseres Trainers auf den Platz bekommen. Wir haben schon auch einen kleinen Umbruch mit ein paar neuen oder zuletzt ausgeliehenen Jungs. Da geht es darum, dass wir uns bis zum Bundesliga-Start gut gefunden haben und direkt Punkte sammeln. Persönlich möchte ich auch in der neuen Saison viel Verantwortung übernehmen und der Mannschaft eine gewisse Sicherheit geben. Außerdem liegen mit der Europa League auch ein paar internationale Highlight-Spiele vor uns. Ich hätte richtig Bock, dass wir dort über die Gruppenphase hinaus dabeibleiben.“

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