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ALLGEMEIN
20.05.2020

TSG leistet erste Zahlungen aus Hilfsfonds

Bereits Mitte März hat Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim einen Hilfsfonds aufgelegt, um durch die Coronakrise in Notlage geratene Klubs aus der Metropolregion Rhein-Neckar zu unterstützen. Um diese Hilfe effektiv und umfassend leisten zu können, wurde der Verein „TSG hilft“ gegründet, der sich zuletzt intensiv um die bereits eingegangenen Anträge gekümmert und in den vergangenen Tagen die ersten Auszahlungen angewiesen hat. Von sofort an steht unter www.tsg-hilft.de auch ein Online-Portal zur Verfügung, mit dem es weiteren Antragstellern noch einfacher gemacht wird, Unterstützung anzufordern. Dort kann auch gespendet werden, um den Fonds weiter aufzustocken. Das Angebot und damit alle Informationen des gemeinnützigen Vereins „TSG hilft“ wurden vollständig in die Internetseite von achtzehn99.de integriert.

„Besonders wichtig war es uns, so einfach und unbürokratisch wie möglich Hilfe leisten zu können“, erklärt Christian Frommert, Kommunikationsdirektor der TSG Hoffenheim. In drei schnellen Schritten können nun Förderanträge gestellt werden. Einmal im Monat entscheidet ein unabhängiger Ausschuss nach eingehender Prüfung und einem klaren Kriterienkatalog über deren Zuteilung. Im Vordergrund stehen dabei soziale Aspekte, die Regionalität sowie der inhaltliche Bezug zu den Werten der TSG Hoffenheim wie Nachwuchs- und Jugendförderung, Bildung, Fairness, Gesundheit sowie Nachhaltigkeit.

In einer ersten Tranche wurde nun an 22 Vereine eine insgesamt sechsstellige Summe ausgezahlt, um aus der Coronakrise entstandene Engpässe zu überbrücken. Die meisten Klubs mussten in den vergangenen Monaten geplante Feste oder Feierlichkeiten zu Jubiläen absagen. Damit entgingen ihnen wichtige Einnahmen, mit denen sie sonst Vereinsleben, Investitionen in die Infrastruktur oder ihre Jugendarbeit finanzierten. „Sprachlos und begeistert“ zeigte sich nicht nur Markus Stumpf, Vorstand bei der SG Waibstadt, oder der Erste Vorsitzende des TSV Kürnbach, Marcel Genc. Rolf Remmele, Verwaltungsrat beim SC 1921 Siegelsbach, bringt den Dank stellvertretend für viele Vereins-Verantwortliche auf den Punkt: „Wir sind angesichts der großzügigen Spende alle aus dem Häuschen. Eine Super-Aktion der TSG. Vielen Dank an alle Beteiligten. Diese Hilfe lässt uns wesentlich ruhiger in die Zukunft blicken.“ Für Karin Stapf, Geschäftsführerin des FV Nußloch, ist es „absolut super, in dieser für alle schweren Zeit jemanden zu finden, der nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten hilft“.  

„Die TSG engagiert sich in so vielen sozialen Projekten. Mit TSG hilft gibt es nun einen Verein speziell für die Menschen, die Klubs und deren Probleme in der Region“, erklärt der Vorsitzende von TSG hilft, Christian Laier.  „Wir freuen uns, durch die Arbeit von TSG hilft einen wichtigen Beitrag leisten und die einzigartige Vereinskultur hierzulande unterstützen zu können“, sagt Frommert und ergänzt: „Diese Initiative ist eine konsequente Fortführung unserer Zukunftsstrategie ‚TSG ist Bewegung‘, die unsere eigene Entwicklung in einem engen Schulterschluss mit der Gesellschaft versteht.“

Der Hilfsfonds speist sich aus den Gehaltsverzichten der Bundesliga-Profis der TSG Hoffenheim, dem Trainer- und Betreuerteam sowie dem Management des Klubs. Daneben gingen Spenden von Partnern, Kunden, Fans, den Spielerinnen der TSG, der U-Mannschaften sowie Einzelpersonen, darunter auch TSG-Gesellschafter Dietmar Hopp, entweder durch direkte Überweisung auf das Konto von „TSG hilft e.V.“ oder durch den Verzicht der Rückerstattung Ihrer bereits bezahlten Tickets ein. Unter anderem diese Möglichkeit wird in Kürze auch den Dauerkartenbesitzern im Rahmen einer Rückerstattung eröffnet.

Die Hilfsaktion könnte in der Nach-Corona-Ära auch zu ganz außergewöhnlichen sportlichen Vergleichen führen. Denn Boris Schmitt, Vorstandsvorsitzender des Turnverein 1865 Waibstadt, bezeichnet den „Schulterschluss zwischen Profisport und Ehrenamt“ nicht nur „als ein starkes Signal, das den Zusammenhalt in unserer Region stärkt und uns als Verein in der aktuellen Situation einen größeren Handlungsspielraum, auch zum Etablieren neuer Wege und Angebote gibt“. Er spricht auch die Einladung aus, „sich von der Vielfältigkeit unseres Vereins begeistern zu lassen - gerne auch bei einem Einlagespiel zum Beispiel gegen unsere Faustballbundesligamannschaft“. Das dürfte insbesondere für das TSG-Torhüterteam um Oliver Baumann zu einer echten Herausforderung werden.

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