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28.04.2020

Lesser: „Ich hatte immer nur Fußball im Kopf“

Er ist die eSports-Stimme der TSG Hoffenheim: Gordon Lesser. Der 21-Jährige kommentiert die verschiedenen Events der TSG an der Konsole. Im Interview mit achtzehn99.de spricht der gebürtige Heidelberger über seine Beziehung zur TSG, seine eigenen Fähigkeiten auf der Konsole und den Hoffenheimer Erfolg bei der Bundesliga Home Challenge.

Gordon, Du bist der eSports-Kommentator der TSG Hoffenheim. Wie bist Du zum eSports gekommen?

„Ich hatte immer nur Fußball im Kopf. Früher habe ich auch selber im Verein gekickt, aber mittlerweile trete ich nur noch hobbymäßig in einer Uni-Mannschaft gegen den Ball. FIFA hat mich fast mein ganzes Leben begleitet. 2011 habe ich dann zum ersten Mal bei YouTube eine Partie hochgeladen, die ich selbst kommentiert habe. Die Emotionen beim Kommentieren haben mich immer gepackt und fasziniert. Ich wollte schon immer Kommentator werden und habe dann im vergangenen Jahr meine Chance bei einem Casting für einen eSports-Sender genutzt.“

Deine Fähigkeiten am Mikrofon sind uns bekannt. Wie sieht es denn aus, wenn Du selber auf der Konsole spielst?

„Grundsolide. Ich bin nicht der allerbeste Spieler, kann aber auf einem ganz ordentlichen Niveau mithalten. Wenn es dann um die Besten geht, bin ich aber lieber am Mikro als am Controller.“

Was fasziniert Dich besonders an eSports?

„Die Nervenstärke. Es gibt so viele nervenstarke Spieler, die in der 90. Minute hinten liegen und das Spiel noch drehen. Diese Ruhe und Geduld, die manche in den schlimmsten Momenten noch zeigen, ist Wahnsinn. Man merkt den Jungs nicht an, dass sie einen hohen Puls haben.“

Bei der Bundesliga Home Challenge hat die TSG alle vier Spiele gewonnen. Wie bewertest Du den Erfolg?

„Mich hat vor allem Marcel überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass er so stark spielt. Er hat gezeigt, dass er auf dem höchsten Niveau mithalten kann. Bei Munas wusste ich, dass er dominieren wird. Er hat unglaubliche Fähigkeiten.“

Wie bewertest Du die Home Challenge im Nachhinein?

„Es war ein großer Schritt, um die Sparte eSports zu etablieren. Wir müssen gucken, wie es sich in Zukunft entwickelt. Die gesamte Home Challenge war ein sehr cooles Projekt. Ich war erstaunt, wie viele Mannschaften teilgenommen haben, die normalerweise kein eSports-Team haben.“

Du hast eine besondere und lange Beziehung zu Hoffenheim und hast sogar mal für die TSG gearbeitet …

„Ich bin in Heidelberg geboren und in Sinsheim-Steinsfurt aufgewachsen. Natürlich entwickelt man dann eine Sympathie zum Heimatklub. Bereits zu Regionalliga-Zeiten habe ich mir Spiele angeguckt Mein erstes Stadionerlebnis war ein 2:1-Sieg der TSG gegen den FK Pirmasens im Mai 2007. Zudem war ich für die TSG-Akademie bis zum Ende des vergangenen Jahres tätig. Umso mehr bin ich dankbar, dass ich so viel Vertrauen und Mitgestaltungsmöglichkeiten vom Verein bekomme, um die eSports-Projekte zu begleiten.“

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