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AKADEMIE
22.04.2020

Corona-Chronicles: KPT-Trainer Roth auch daheim ausgelastet

Der Fußball steht still, doch das Training muss weitergehen – nicht als Mannschaft, aber individuell. Achtzehn99.de wirft nach und nach einen Blick auf jedes einzelne Akademie-Team und spricht mit einem Spieler, Trainer oder Betreuer darüber, wie es ihm und den Mannschaftskameraden oder dem Trainerteam in dieser außergewöhnlichen Zeit ergeht. Zum Abschluss unserer Corona-Serie blicken wir noch auf die drei Kinderperspektivteams. U9-Cheftrainer Maximilian Roth erklärt, was er und sein Trainerkollege Linus Sandmann für die Akademie-Jüngsten alles auf die Beine stellen.

Not macht erfinderisch, denkt sich Maximilian Roth wohl Woche für Woche. Der Trainer des U9-Kinderperspektivteams (KPT) steht nach fünfeinhalb Wochen Corona-Pause immer wieder vor der Herausforderung, seine Jungs mit neuen Trainingsinhalten und Aufgaben bei Laune zu halten. „Das ist schon viel Aufwand, weil ich an mich selbst auch den Anspruch habe, kreativ zu sein, damit es den Jungs zu Hause nicht langweilig wird“, sagt der 25-jährige Akademie-Trainer, der neben seiner Aufgabe als KPT-Trainer für den Jahrgang 2011 auch für die TSG-Fußballschule tätig ist.

Gemeinsam mit Linus Sandmann, der für die KPTs des U10- und U11-Jahrgangs verantwortlich ist, und dem restlichen Trainerteam erarbeitet Roth wöchentlich wechselnde Trainingspläne. „Wir wollen den Kids nicht nur Youtube-Links geben, sondern Mitmachvideos, die vom Trainerteam vorgemacht werden und somit den Trainingsalltag ein wenig nach Hause bringen“, erklärt Roth. Diese Woche steht etwa ein „Schlag den Trainer“-Special an, bei dem jeder Coach aus dem KPT-Staff ein Thema vorbereitet, bei dem sich die Jungs dann mit ihrem Trainer messen können.

Neben fußballspezifischen Aufgaben wie etwa Jonglieren oder dem Üben von Finten, Dribblings und Ballgefühl stehen auch Koordinations- und Stabilisationsübungen auf dem Programm. „Außerdem bauen wir Theorieeinheiten ein – zum Beispiel, dass die Kids bei einer Fußballlegende beschreiben sollen, was sie so besonders gemacht hat“, sagt Roth, der sich zusammen mit Sandmann auch verschiedene Challenges wie Seilspringen oder bestimmte Trickshots für seine Jungs ausdenkt. Die KPT-Talente können dazu dann Videos einsenden und sich Feedback von ihren Trainern holen. Außerdem werden die Videos in einen gemeinsamen KPT-Ordner hochgeladen.

Spieler und Trainer brennen auf die Rückkehr

Das umfangreiche Angebot ist jedoch freiwillig. Schließlich haben die KPT-Spieler alle auch noch einen Heimatverein. Fest zur TSG wechseln können sie erst zur U12. Die verschiedenen regionalen Klubs versorgen ihre Spieler größtenteils ebenfalls mit einem Trainingsprogramm für daheim. „Deshalb sind unsere Übungen nur Vorschläge. Die Jungs sollen sich nicht verpflichtet fühlen, das alles zu machen. Schließlich haben sie neben den Trainingsinhalten ihrer Heimatvereine auch noch die Schule zu bewältigen“, erklärt Roth.

Vor allem zu Beginn der Corona-Zeit war das Engagement der rund 90 acht- bis elfjährigen KPT-Jungs jedoch trotz der Mehrfachbelastung groß. „Die Kids sind sehr motiviert, aber ihnen fehlt auch immer mehr das gemeinsame Training und der Zusammenhalt“, sagt Roth, dem es ähnlich ergeht. „Auch wir Trainer brennen darauf, auf den Platz zurückzukehren.

Mit dem Erstellen der Trainingspläne für die Jüngsten der TSG ist der U9-Cheftrainer in seinem Homeoffice gut ausgelastet. Zumal er in seiner Funktion im Veranstaltungsmanagement der TSG-Fußballschule auch noch die zahlreichen Fußballschule-Trainer mit Fortbildungen versorgt. „Die Aufgaben sind nicht weniger geworden. Sie haben sich nur von der Praxis mehr ins Planerische verschoben“, so Roth.

Gemeinsame Video-Krafteinheiten mit Trainerkollegen

In seiner Wohnung in Neckargemünd kommt der 25-Jährige immerhin regelmäßig mit seinen KPT-Jungs zusammen – zumindest virtuell. Jeden Samstag steht eine gemeinsame Einheit an, die fußballspezifische und athletische Übungen beinhaltet. „Auch die Familienmitglieder unserer KPT-Kids dürfen da mitmachen“, sagt Roth. Die Trainer des Grundlagenzentrums, also die von der U13, U12 und den KPTs, treffen sich außerdem regelmäßig zum gemeinsamen Krafttraining vor ihren Monitoren.

Viel Zeit für Corona-Koller oder Langeweile bleibt Maximilian Roth also gar nicht. Zumal er auch seine Freizeit zu gestalten weiß. „Ich höre viele Podcasts und versuche, die Zeit zu nutzen, um mich allgemein weiterzubilden.“ Die Nachrichten rund um das Coronavirus hat der KPT-Trainer anfangs sehr intensiv verfolgt. „Mittlerweile lese ich nicht mehr jede kleine Nachricht, aber bleibe informiert.“ Immer mit der Hoffnung, möglichst bald lesen zu können, dass gemeinsames Vereinstraining wieder möglich ist und Roth mit seinen Kids des U9-KPT auf den Trainingsplatz zurückkehren kann.

 

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