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SPIELFELD
25.03.2020

Mein erstes Mal: Lucas Ribeiro

Lucas Ribeiro feierte 2020 gleich drei Premieren: Im Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern (3:4) absolvierte er sein erstes Profi-Spiel für die TSG. Wenige Wochen später feierte er in Mönchengladbach auch sein Bundesliga-Debüt – und nur 280 Sekunden später gleich seine Tor-Premiere. Per Kopf traf er in der Nachspielzeit zum 1:1-Endstand. Mit SPIELFELD hat der 21-jährige Brasilianer über seine Eindrücke sowie Gefühle gesprochen und zudem ein großes Ziel verraten.

Du hast im DFB-Pokal Dein erstes Pflichtspiel für die TSG Hoffenheim absolviert – direkt beim Titelverteidiger FC Bayern München. Wie hat es sich angefühlt?

„Das war sehr wichtig, ich habe ein Jahr darauf gewartet, endlich spielen zu dürfen. Dann in so einem Spiel reinzukommen, in so einer Arena und gegen so viele Spieler, die ich nur aus dem Fernsehen kannte – das war ein besonderes Gefühl und für mich auch eine Belohnung für die Arbeit der vergangenen zwölf Monate. Als ich reinkam war es einfach Freude pur, ich war nicht nervös und habe es einfach genossen.“

In den 19 Minuten mit Dir auf dem Platz hat die TSG 2:1 gegen Bayern gewonnen und fast noch das 4:4 erzielt. Warst Du mit Deiner Leistung zufrieden?

„Ich wollte den Ball haben, mit dabei sein und helfen, das Spiel noch zu gewinnen. Aber natürlich auch das Ganze genießen und zeigen, was ich kann. Ich habe lange nicht gespielt, aber es war in Ordnung und viele Leute haben mir danach gratuliert, also war es wohl nicht so schlecht. Es wäre natürlich unglaublich gewesen, wenn wir das Spiel noch komplett gedreht hätten. Aber in so einem verrückten Spiel sein Debüt zu feiern, war auch so unglaublich.“

In Mönchengladbach hast Du inklusive der Nachspielzeit rund zehn Minuten gespielt – und direkt getroffen. Kannst Du Deine Gefühle nach der Partie beschreiben?

„Das Spiel und vor allem der Treffer waren sehr emotional und wichtig für mich. Danach habe ich etwas Zeit gebraucht, um zu begreifen, was da alles passiert ist. Es tat mir sehr gut, endlich in der Bundesliga zu spielen – darum bin ich ja vor einem Jahr zur TSG gekommen. Noch so ein wichtiges Tor zu erzielen war natürlich mehr, als ich mir erhofft hatte. Ich arbeite hart dafür, regelmäßig Chancen zu bekommen.“

Wie blickst Du auf Dein erstes Jahr in Deutschland zurück?

„Natürlich war es schwer, nicht zu spielen und nur zu trainieren. Als junger Profi ist Spielpraxis sehr wichtig. Aber es war dennoch ein sehr gutes und lehrreiches Jahr. Sprache, Kultur, Spielstil – es war eine große Umstellung und alles benötigte etwas Zeit. Ich fühle mich aber sehr wohl bei der TSG und auch die Kälte macht mir nichts aus. Ich vermisse nur meine Familie und vor allem meine sechs Monate alte Tochter. Aber es macht Spaß und ich bin sehr motiviert. Das ist eine riesige Chance für mich. Ich lerne jeden Tag dazu, will den nächsten Schritt machen und regelmäßig überzeugen. Und wenn es richtig gut läuft, schaffe ich es vielleicht noch in den brasilianischen Olympia-Kader.“

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