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AKADEMIE
22.09.2019

U17 verteidigt Spitze mit Dreier in Wehen

Zwei Einzelaktionen von Turan Çalhanoğlu haben dafür gesorgt, dass die U17 auch nach dem siebten Spieltag ungeschlagen und Tabellenführer der Bundesliga Süd/Südwest ist. Exakt ein Jahr nach der überraschenden 0:2-Niederlage auf dem Halberg behielt das Team von Trainer Danny Galm diesmal beim SV Wehen Wiesbaden mit 2:1 (2:0) die Oberhand.

„Wir wussten genau, was uns hier erwartet“, war Galm alles andere als überrascht, nach der Partie von einem „Geduldsspiel“ sprechen zu müssen. Die Hausherren standen sehr tief und lauerten auf ihre Umschaltmomente, dabei ließen sie den Hoffenheimern nur wenige Räume. Und wenn die Galm-Schützlinge schließlich Freiräume fanden, fehlte ihren Aktionen der letzte Punch.

Wehen verteidigte leidenschaftlich und blockte einen Schussversuch von Luka Đurić sowie einen Querpass des durchgebrochenen Mamin Sanyang. Und so musste ein Standard her, um die Hoffenheimer Führung einzuleiten. Eigentlich war die Kugel bereits aus der Gefahrenzone befördert worden, doch Noah Mehr jagte sie noch einmal in den Sechzehner, wo sie dann in einer unübersichtlichen Situation bei Turan Çalhanoğlu landete, der mit aller Macht das Tor machen wollte und den Ball über die Linie schob (23.). „Das war mehr als verdient“, so Galm, der aber bemängelte, dass in den anderen Offensivaktionen jene Gier, die zum 1:0 führte, fehlte.

Die Defensive stand im ersten Durchgang absolut sicher und lief die Kontermöglichkeiten der Wehener konsequent ab. Kurz vor der Pause war es dann erneut Çalhanoğlu, der mit einer starken Einzelaktion für das beruhigende 2:0 sorgte. Der Nationalspieler eroberte sich den Ball an der Eckfahne, stürmte auf das SVW-Gehäuse und vollstreckte aus spitzem Winkel in die lange Ecke (40.).

Nach der Pause blieben die Hoffenheimer am Drücker, verpassten es aber, das Ergebnis deutlich auszubauen, was auch daran lag, dass Wehen nun früher attackierte und der Galm-Elf weiterhin die nötige Ruhe fehlte. So waren es weitgehend Standards, die für Gefahr sorgten. Wehens Schlussmann Ben Hellmann reagierte bei Freistößen von Đurić und Florian Bähr stark, Sanyang zielte knapp am Pfosten vorbei.

Und so wurde es dann doch noch einmal eng. Ein langer Ball landete vor den Füßen des kurz zuvor eingewechselten Younes Ebnoutalib – und der überwand in der Schlussminute Nahuel Noll zum 1:2-Anschlusstreffer. Nun ging das große Zittern los, zumal in der Nachspielzeit ein Freistoß aus 35 Metern in den Strafraum segelte – und von einem Wehener Spieler nur knapp vorbeigeköpft wurde.

„Wir haben klar dominiert, aber in der zweiten Halbzeit nicht so wie sonst agiert, waren weniger konsequent und haben zwei Einzelaktionen benötigt, um das Spiel zu entscheiden“, so Galm nach dem Schlusspfiff erleichtert. Immerhin – im Gegensatz zum Vorjahr – drei Punkte. „Das war ein Sieg, der deutlich aussah, aber knapp ausfiel. Wir haben vergangene Woche nach dem 8:1 gegen Frankfurt kritische Szenen gefunden, die wir angesprochen haben – und die werden wir nach dieser Partie erst recht finden. Darum geht es uns: Aus jedem Spiel wollen wir unsere Lehren ziehen und es danach besser machen.“

SV Wehen Wiesbaden – TSG Hoffenheim 1:2 (0:2)
Wehen:
Hellmann – Safiew, Huß, Bauer, Johnson, Schäfer (41. Renner), Farouk (72. Ebnoutalib), Alpsoy, Velosa (41. Reuter), Toprak, Hrvacanin (72. Skalieris).
Hoffenheim: Noll – König, N. Mehr, Unrath, Breitenbücher (41. E. Mehr), Sanyang (78. Hausmann), Bähr, Campanile, Đurić (57. Sieb), Tohumcu (57. Melk. Frauendorf), T. Çalhanoğlu.
Tore: 0:1 T. Çalhanoğlu (23.), 0:2 T. Çalhanoğlu (40.), 1:2 Ebnoutalib (80.). Zuschauer: 120. Schiedsrichter: Hannes Hemrich (Urspringen). Karten: Gelb für Farouk, Safiew / T. Çalhanoğlu, König.

Daten & Fakten zum Spiel »

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