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AKADEMIE
06.04.2019

3:3 in Freiburg: U19 erkämpft Remis in letzter Sekunde

Auf die Regenschlacht, dem 4:2 in der Youth League gegen Real Madrid, folgte ein weiterer Kraftakt - mit dramatischem Ausgang: Die U19 hat in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest beim SC Freiburg ein 3:3 (2:1) erkämpft - in einem Spiel, das für die TSG mehrere Wendepunkte zu bieten hatte.

Mit einer der letzten Aktionen des Spiels sicherte sich die TSG noch einen Zähler, nachdem sie erst kurz zuvor in Rückstand geraten war - ein Beleg für die Moral des jungen Teams von Trainer Marcel Rapp. Und jung ist in diesem Zusammenhang für U19-Verhältnisse absolut wörtlich zu nehmen: Mit Ausnahme von Torhüter Luca Philipp und Verteidiger Benjamin Wallquist standen ausschließlich Akteure aus dem jungen A-Jugend-Jahrgang oder gar aus dem U17-Kader auf dem Feld. Die TSG-Jungspunde hatten am Ende Grund zum Jubeln, als Melayro Bogarde nach einer Ecke per Kopf den Endstand besiegelte (90.+3).

"Wir sind natürlich glücklich, den Punkt noch geholt zu haben", sagte Coach Marcel Rapp nach dem Schlusspfiff. "Auf der anderen Seite sind wir aber etwas enttäuscht, dass es nicht drei geworden sind. Wir haben die Partie im zweiten Durchgang eigentlich immer besser in den Griff bekommen."

Neun Wechsel im Vergleich zum Real-Spiel

Coach Rapp hatte seine Startelf kräftig durchgewirbelt, auf neun Positionen verändert. Max Geschwill und Benjamin Wallquist, die gegen Real Madrid in der Startelf gestanden hatten, durften zur Pause Feierabend machen. "Das war alles der Belastung mit dem Spiel unter der Woche geschuldet", sagte der Trainer. An seine junge Garde verteilte Rapp ein Extralob: "Sie haben es wirklich sehr gut gemacht." 

Das Spiel hatte insgesamt etwas schleppend begonnen. "Es ist erst mal hin und her geplätschert, fast wie ein Freundschaftsspiel", befand Rapp. Schwung kam dann rein, als die Freiburger mehr oder weniger aus dem Nichts in Führung gingen. Alex Méndes zog aus etwa 25 Metern ab und überwand TSG-Keeper Philipp mit seinem Abschluss.

Die Hoffenheimer zeigten sich durch diesen Treffer wenig beeindruckt und kamen kurz vor dem Halbzeitpfiff mit einem Doppelschlag zurück in die Partie. Zunächst war Amid Khan Agha zur Stelle, der nach einer Flanke von Max Geschwill egalisierte (43.). Nach einem langen Ball legte kurz darauf Bleart Dautaj den Ball ab auf Nathan Malonga, der den Turbo zündete und nach seinem Alleingang zur Führung einnetzte (45.+1). 

Stark im Spiel gegen den Ball

Im zweiten Durchgang wurde das Spiel der Kraichgauer immer griffiger. "Gerade im Spiel gegen den Ball haben wir uns weiter gesteigert", ordnete Rapp den Auftritt seiner Kicker ein. Mehr Fortune im gegnerischen Strafraum hatten allerdings die Freiburger. Nach einem langen Ball hinter die TSG-Abwehr war es erneut Alex Méndes, dem das 2:2 gelang (62.). Einen Ballverlust bezahlten die Kraichgauer in der 87. Minute dann mit dem 2:3, das Lucas Hermes markierte (87.).

"Danach sind wir auf dem Zahnfleisch gegangen", bekannte Rapp. Umso erstaunlicher, dass die TSG doch noch einmal zurückschlug, mit Bogardes Kopfballtreffer in der Nachspielzeit. Ein würdiger Schlusspunkt in einer besonderen Woche für die U19.

SC Freiburg - TSG 1899 Hoffenheim 3:3 (1:2)

Freiburg: Schmidt - Treu, Fritschi, da Sliva, Risch, Keitel (46. Tost), Hermes, Schade (80. Weißhaupt), Méndes (85. Michel), Di Giusto (90. Bauer), Leopold.
Hoffenheim: Philipp - Geschwill (46. Kerim Çalhanoğlu), Wallquist (46. Nitzel), Curda, Keßler, Malonga (68. Stojilković), Selensky, Bogarde, Khan Agha, Landwehr, Dautaj (57. Schappes).
Tore: 1:0 Méndes (16.), 1:1 Khan Agha (43.), 1:2 Malonga (45.+1), 2:2 Méndes (62.), 3:2 Hermes (87.), 3:3 Bogarde (90.+3). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Felix Prigan (Esslingen). Gelbe Karten: - / Geschwill.

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