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AKADEMIE
23.02.2019

U17 kommt mit blauem Auge davon

Zwei Spiele, sechs Punkte. Die Ausbeute der U17 im Kalenderjahr 2019 liest sich gut. Doch nach dem 2:1 (0:1)-Heimsieg am Samstag gegen den FC Ingolstadt war Trainer Danny Galm alles andere als zufrieden. „Wir sind heute mit einem blauen Auge davon gekommen. Das einzig Gute war, dass die Jungs das Spiel gedreht und in Unterzahl das Siegtor geschossen haben.“

„Es war leider wie so oft: Wir kommen sehr gut ins Spiel und lassen erstmal hochkarätige Chancen liegen“, so Galm, der dann mit ansehen musste, wie nach einem Fehler im Aufbau der Ball bei den Ingolstädtern landete und plötzlich Merlin Röhl alleine vor TSG-Schlussmann Ian Werner auftauchte. Zwar traf Röhl die Kugel nicht richtig, beförderte sie aber dennoch an den Innenpfosten – 0:1 (6.).

Danach taten sich die Platzherren gegen die leidenschaftlich verteidigenden „Jungschanzer“ sehr schwer, klare Möglichkeiten herauszuspielen. Die Hoffenheimer hatten in der Folge zwar deutlich mehr Ballbesitz, wirkten aber auf dem Weg nach vorne zu ideenlos. „Wir hatten wenige Torchancen und waren im Offensivspiel sehr unkonzentriert“, gab auch Galm zu. Die beste hatte Melesse Frauendorf, dessen Schuss Ingolstadts Keeper Stefan Schenk zwar durchrutschen ließ, aber dennoch entscheidend zur Ecke ablenkte (34.). Kurz darauf kam Marvin Weiß, beim 4:0 in der Hinrunde noch dreifacher Torschütze, frei zum Schuss, drosch den Ball aber über das Tor (38.).

Mit viel Willenskraft kamen die Hoffenheimer schließlich aus der Kabine und hatten kurz nach dem Wiederanpfiff die bis dahin beste Möglich zum Ausgleich, als Maxi Beier schön auf Armindo Sieb durchsteckte, der dann zwar den FCI-Torhüter umkurvte, dabei aber das Gleichgewicht verlor und dadurch am leeren Tor vorbeischob (42.).

Rot für Kronmüller

An der optischen Überlegenheit der Hoffenheimer gab es allerdings keine Zweifel, und in der 47. Minute wurde diese endlich in den Ausgleich umgemünzt. Kerim Çalhanoğlu eroberte sich den Ball und drang über die linke Seite nach innen, um schließlich Sieb punktgenau das 1:1 zu servieren. Das Pendel schlug nun klar auf die Seite der Hoffenheimer aus, doch dann flog Topaz Kronmüller vom Platz. Die Situation schien eigentlich bereits geklärt und es lief schon der Gegenangriff der TSG, als der Unparteiische die Partie unterbrach und dem Hoffenheimer Verteidiger die Rote Karte zeigte (52.). Kronmüller hatte ein Schimpfwort benutzt – und damit entweder den Schiedsrichter oder seinen Gegenspieler, der Gelb sah, verunglimpft.

Trotz Unterzahl spielten die Hausherren weiter entschlossen auf Sieg. Der eingewechselte Melkamu Frauendorf kam in vielversprechender Position im Sechzehner an den Ball, wurde aber im letzten Moment abgedrängt (67.), kurz darauf probierte es Marco John mit einem Distanzschuss, der über das Gehäuse flog (70.).

Ian Werner blieb im zweiten Durchgang auch nach dem Platzverweis beschäftigungslos. Die Hoffenheimer drängten weiter auf die drei Punkte und belohnten sich in der 73. Minute mit einer starken Willensaktion, als Kaan Özkaya in die Spitze durchsteckte und Maxi Beier im Duell mit Schenk nachsetzte, bis der Ball bei John landete, der mühelos abstaubte. Die drei Punkte gerieten nicht mehr in Gefahr, wurden jedoch glanzlos eingefahren.

„Rein sachlich betrachtet war das ein ganz schwaches Spiel von uns. Emotional gesehen war es stark, wie wir es trotz der widrigen Umstände gedreht haben“, so ein nachdenklicher Galm. „Ich hoffe, dass das jetzt endlich der Wendepunkt war und dass die Jungs auch mal die Wertigkeit von Kleinigkeiten wie Passspiel, Ballkontrolle und Dynamik erkennen. Von diesen Kleinigkeiten haben wir heute wenig auf den Platz gebracht.“ Nächste Woche muss sein Team beim Spitzenreiter FC Bayern München ein komplett anderes Gesicht zeigen, um zu bestehen.

TSG Hoffenheim – FC Ingolstadt 2:1 (0:1)
Hoffenheim: Werner – Sejdinović, John, Sieb, Kronmüller, Beier (76. Messina), K. Çalhanoğlu, Mele. Frauendorf (68. Sanyang), Weiß (58. Melk. Frauendorf), M. Özkaya, K. Özkaya.
Ingolstadt: Schenk – Brunner, Mühlrath, Willibald, Ghafury, Stürz, Pardi (56. von Swiontek Brezinski), Kampmann (49. Bangura), Zizka, Mujcinovic (64. Wagner), Röhl.
Tore: 0:1 Röhl (6.), 1:1 Sieb (47.), 2:1 John (73.). Zuschauer: 50. Schiedsrichter: Timo Hager. Karten: Gelb für Brunner, Mujcinovic, Mühlrath / Sejdinović, Melk. Frauendorf, Messina; Rot für Kronmüller (52., Unsportlichkeit).

Daten & Fakten zum Spiel »

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