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SPIELFELD
02.10.2018

Nordtveit: "Der ganze Planet schaut zu"

Håvard Nordtveit hat bereits Erfahrung in der UEFA Champions League – und auch schon gegen Manchester City gespielt. Der 28-jährige Norweger, der gegen Manchester City verletzungsbedingt ausfällt, spricht im Interview über die Besonderheiten der Königsklasse, Erfahrungen mit dem englischen Meister sowie das Trainerduell zwischen Julian Nagelsmann und Pep Guardiola.

Håvard, das erste Heimspiel in der UEFA Champions League steht bevor. Du hast mit Borussia Mönchengladbach im Jahr 2016 schon in der Königsklasse gespielt. Was macht den Wettbewerb so besonders?

"Es ist vor allem das Gefühl, dass der ganze Planet zuschaut. Die UEFA Champions League interessiert jeden Fußballfan in jedem Land. Durch die vielen Kameras und das enorme Interesse spürt man auf dem Platz, dass das Spiel nicht nur in ein, zwei Ländern übertragen wird, sondern weltweit Menschen vor dem Fernseher sitzen. Das erzeugt natürlich eine besondere Anspannung. Und für mich ist es eine enorme Freude, mit unserer Mannschaft, unserer kleinen Familie, in der Königklasse anzutreten. Es ist einfach unglaublich, einer der Spieler zu sein, die sich mit Hoffenheim das erste Mal für die Gruppenphase der UEFA Champions League qualifiziert haben. Das ist ein historischer Erfolg für die TSG."

Ihr trefft in der Vorrunde auf Manchester City, Schachtar Donezk und Olympique Lyon. Wie hast Du die Auslosung erlebt?

"Ich war sehr nervös, fast wie bei einem Spiel und dachte die ganze Zeit: Wann geht es endlich los, da die Show ja sehr lange gedauert hat. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Ich bin sehr froh, nach England zurückzukehren und denke, dass wir weiterkommen können. Manchester City ist natürlich internationales Top-Niveau, gegen Donezk – das haben wir ja bereits gesehen – und Lyon ist was möglich, aber sie beobachten uns auch und wissen, was auf sie zukommt. Wir wollen im Europapokal überwintern, aber vor allem die Auswärtsspiele auf diesem Niveau sind sehr schwer."

Helfen Euch die Erfahrungen aus der vergangenen Saison, als in der UEFA Europa League bereits nach der Gruppenphase Schluss war?

"Auch da wussten wir, dass es schwer wird, waren aber natürlich mit unserem Abschneiden nicht zufrieden. Wir wollen Europa nun unbedingt beweisen, dass wir es besser können. Jetzt bekommen wir die Chance, in Europa gegen Top-Mannschaften zu spielen und zu zeigen, auf welchem Niveau wir sind. Das ist uns gegen Donezk schon gut gelungen."

Das erste Heimspiel steht bevor, Manchester City tritt in Sinsheim an. Wie läuft die unmittelbare Spielvorbereitung?

"Man kann den Anpfiff kaum erwarten. Schon am Tag vor dem Spiel wird ja mit den offiziellen Bällen trainiert, es sind unzählige Fotografen beim Abschlusstraining. Man spürt in jeder Minute, worum es geht. Und der Spieltag selbst ist dann ein langer Tag, an dem man seit dem Aufstehen eigentlich nur darauf wartet, dass diese großartige Hymne ertönt und der Schiedsrichter endlich anpfeift."

City ist einer der Favoriten auf den Titelgewinn. Du hast mit Mönchengladbach und West Ham United schon gegen City gespielt. Was erwartet Euch?

"Manchester ist eine sehr offensivstarke Mannschaft. Sie hat im Mittelfeld Dirigenten, die jederzeit aus dem Nichts die schwierigsten Pässe spielen können. Manchmal sieht es in den Top-Spielen so aus, als wären sie extrem unter Druck – und dann zaubern sie unerwartet einen perfekten Angriff aus dem Hut und gehen in Führung. Man darf gegen sie nie nachlassen, darf sich nie sicher fühlen. Es reicht ein genialer Pass und plötzlich hat man keine Chance mehr."

 

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