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AKADEMIE
15.06.2018

Elmkies und die Geschichte von Menachem Mayer

Der israelische U19-Mittelfeldspieler Ilay Elmkies hat bei einem Filmprojekt über jüdische Lebenswege mitgewirkt. Als Sprecher und Darsteller vollzieht Elmkies in dem Film des Centropa-Institut die Geschichte der jüdischen Brüder Menachem Mayer und Fred Raymes nach, die als Kinder aus ihrer Hoffenheimer Heimat deportiert wurden. Nun hatte "Zahor - Erinnere dich" in Sinsheim Premiere.

Spannung lag in der Luft vor der Filmpremiere im Sinsheimer Citydome. Der Titel des Werks: "Zahor – Erinnere dich". Die Hauptpersonen der Filmpremiere: Dr. Menachem Mayer aus Jerusalem und U19-Talent Ilay Elmkies.

Der rund 20-minütige Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der Brüder Menachem und Fred Mayer, die in Hoffenheim aufgewachsen sind und deren Familie im Zweiten Weltkrieg durch die Nazis auseinandergerissen wurde. Produziert hat den Film das jüdische Geschichtsinstitut Centropa mit dem Ziel, ihn bei verschiedenen Bildungsanlässen sowie im Geschichtsunterricht vor allem einer jugendlichen Zielgruppe zeigen zu können und geschichtliche Entwicklungen nachvollziehbar zu machen.

An dieser Stelle kommt Elmkies ins Spiel: Der 18-Jährige spielt in der U19 der TSG und in der israelischen Junioren-Nationalmannschaft. Den Film hat Elmkies auf Deutsch, Englisch und Hebräisch vertont. Zudem ist er in einigen Sequenzen selbst zu sehen. Die Idee ist zusammen mit Mitarbeitern vom Anpfiff ins Leben e.V., der TSG Akademie und einem der Projekt-Initiatoren, dem Lehrer Michael Heitz von der Albert-Schweitzer-Schule in Sinsheim, entstanden.

Generalkonsulin und OB mit lobenden Worten

„Es war eine beeindruckende Filmpremiere“, brachte es Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht bei der im Anschluss an die Premiere im Sinsheimer Rathaus abgehaltenen Feierstunde auf den Punkt. Auch Dietmar Hopp, TSG-Präsident Peter Hofmann sowie die Akademie-Vertreter Dirk Mack und Dominik Drobisch waren für die Filmpremiere nach Sinsheim gekommen. Dr. Mayer war extra mit seiner Familie aus Jerusalem angereist und lobte die pädagogisch wertvolle Umsetzung: „Ein junger Fußballer kann anderen Jugendlichen viel mehr mitgeben als ich.“

Auf die gesellschaftliche Bedeutung des Films ging die Generalkonsulin des Staates Israel ein: „Der Film zeigt, wie man eine schreckliche Vergangenheit bewältigen kann, und dass Liebe und Hoffnung trotzdem möglich sind“, so Sandra Simovich. „Ilay bildet in dem Film eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich hoffe, dass durch den Film auch die Zivilcourage in der Gesellschaft gefördert wird.“

Das Filmprojekt konnte dank der großzügigen Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung und der Volksbank Kraichgau umgesetzt werden.

Hier geht’s zum Film.

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