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02.02.2018

Jürgen Ehrmann: „Können uns nicht beklagen“

Der Winter kehrt langsam in den Kraichgau zurück. Kurz vor dem Pflichtspiel-Start sinken die Temperaturen wieder unter den Nullpunkt. „Die Bedingungen waren bisher gut“, weiß Chef-Trainer Jürgen Ehrmann und blickt etwas besorgt auf die Wetterprognosen. Im Interview mit achtzehn99.de spricht er über die Vorbereitung, den Konkurrenzkampf und das letzte Testspiel gegen den 1. FC Saarbrücken.

Hallo Jürgen, in einer Woche wird es im Dietmar-Hopp-Stadion wieder Ernst. Die Rückrunde beginnt mit einem echten Highlight…

Jürgen Ehrmann: Die Vorfreude auf das Pokal-Spiel gegen den SC Freiburg hält sich bisher in Grenzen. Wir sind noch nicht mit dem fertig, was wir uns vorgenommen haben. Deshalb beginnt die Vorbereitung explizit auf das Spiel erst nächste Woche. Dann sollten wir langsam in Spannung kommen. Aber wir haben nicht nur die ersten Spiele im Blick, schließlich wartet eine lange Rückrunde auf uns.

Am Sonntag habt ihr gegen den 1. FC Saarbrücken nochmal die Gelegenheit, etwas auszuprobieren. Habt ihr noch Ideen, die ihr testen wollt?

Ehrmann: Ja, wir wollen schon noch etwas ausprobieren. Eigentlich war es geplant, zum Abschluss gegen die Junioren zu spielen. Stattdessen geht es nun gegen Saarbrücken, sodass wir unsere Schwerpunkte im Training tauschen mussten. Diese wollen wir im letzten Test bestmöglich umsetzen.

Die Wintervorbereitung ist nun fast zu Ende. Dein Fazit?

Ehrmann: Die Trainingswochen waren bisher in Ordnung. Die Bedingungen waren gut, sodass wir unsere Einheiten durchziehen konnten. Stephanie Breitner und Ricarda Schaber sind verletzungsbedingt als Nachzügler eingestiegen, ansonsten hatten wir nur ein paar krankheitsbedingte Ausfälle. Wir haben uns viele Dinge erarbeitet, die wir brauchen werden. Aber der Optimismus durch die gute Vorbereitung ist mit Vorsicht zu genießen. Auch im Sommer waren wir sehr zufrieden und hatten dann einen holprigen Start. Training und Testspiele sind eben etwas Anderes als Pflichtspiele. Mit dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg erwartet uns direkt zum Start hohe Qualität.

Du sprichst an, dass immer mal wieder Spielerinnen angeschlagen waren. Nun sind bis auf Martina Tufekovic und Dóra Zeller alle voll im Trainingsbetrieb. Wie heiß ist der Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startelf?

Ehrmann: Bei der ein oder anderen Spielerin merkt man schon, dass sie sich präsentieren will. Über die Einsatzfreude und das Engagement können wir uns aber im Allgemeinen überhaupt nicht beklagen. Wir müssen den Spielerinnen keinen Druck machen, damit sie immer alles aus sich herausholen. Wen wir am Ende aufstellen werden, hängt auch davon ab, wie wir uns taktisch ausrichten werden.

Das Jahr ist nun schon wieder einen Monat alt, doch es lohnt sich, nochmal auf die Winterpause zurückzublicken. Man munkelt, dass in Thailand derzeit TSG-Trikots ein echter Renner sind…

Ehrmann: Schon seit drei Jahren habe ich im Visier gehabt, nach Thailand zu reisen. In der Winterpause hat es nun endlich gepasst. Wer mich kennt weiß, dass ich dem Angeln sehr verbunden bin. Deshalb ging es für mich an einen See mitten in der Pampa. Nach zwei Tagen, an denen die Stille und die Einsamkeit etwas beängstigend waren, habe ich es richtig genossen. Zum Abschluss ging es dann noch nach Bangkok, aber ich war so tiefenentspannt, dass mir der Trouble dort gar nichts mehr ausgemacht hat. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung, meine Erwartungen wurden zu 100 Prozent erfüllt. Die Zeit hat mir viel gebracht. 

 

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