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06.01.2018

U19 schießt sich in Sindelfingen bis ins Finale

Ein wahres Torfeuerwerk hat die U19 beim Junior-Cup im Sindelfinger Glaspalast abgebrannt. Am Ende landete die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp auf dem zweiten Platz und verbuchte einen Schnitt von vier Treffern pro Spiel. Den Turniersieg sicherte sich insgesamt gesehen verdientermaßen Hertha BSC. TSG-Verteidiger Lennart Grimmer wurde mit acht Treffern Torschützenkönig.

Rapp hatte sich eine hoch motivierte zwölf Spieler umfassende Truppe für das Turnier in Sindelfingen zusammengestellt, die von Lennart Grimmer als Kapitän angeführt wurde. Gleich im ersten Turnierspiel bekam es die TSG mit dem FC Bayern München zu tun. In der Liga liefern sich die Kraichgauer und die Bayern bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest und auch im direkten Duell auf dem Kunstrasen-Kleinfeld des Sindelfinger Glaspalastes sollte es eng zugehen.

Allerdings präsentierten sich die Bayern ein wenig frischer und so musste sich die Rapp-Elf mit 3:5 geschlagen geben. Steffen Foshag hatte zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen und außerdem hatten Grimmer und Stefano Russo auf 2:3 und 3:5 verkürzt, doch die Bayern traten insgesamt zu souverän auf, um sie in diesem Spiel zu besiegen.

Verunsichern ließ sich die Rapp-Truppe jedoch ganz und gar nicht von dieser Auftaktniederlage. Stattdessen brannte sie in der zweiten Gruppenpartie gegen die griechischen Gäste von Panathinaikos ein wahres Feuerwerk ab. Nachdem Torhüter Luca Philipp seine Mannschaft zunächst im Spiel gehalten hatte, legten Grimmer, Filston Mawana, Foshag, Enes Tubluk und Russo auf 5:0 vor, ehe die Griechen zu ihrem Ehrentreffer kamen. Doch Mawana und Grimmer mit ihren zweiten Treffern in diesem Spiel sorgten für einen wahrhaftigen Kantersieg. Das 7:1 bescherte den Kraichgauern zudem schon früh ein komfortables Polster in Sachen Torverhältnis.

Zwei Kantersiege am ersten Turniertag

Bereits einen großen Schritt in Richtung Halbfinale hätte die Rapp-Truppe dann im abschließenden Gruppenspiel gegen den 1.FC Köln machen können. Doch leistungsmäßig orientierte sie sich eher am ersten Gruppenspiel gegen die Bayern als an dem furiosen Sieg gegen Panathinaikos. Zwar holte die TSG durch jeweils einen Treffer von Domenico Alberico und Nils Anhölcher zunächst einen 0:2-Rückstand auf, doch die Kölner zogen gegen Ende der Partie noch auf 5:2 davon.

Somit nahm die TSG drei Zähler mit in die Zwischenrunde, in der sie als Vorrundendritter ihrer Gruppe gemeinsam mit dem Zweiten, Panathinaikos, auf die Isländer von Víkingur Reykjavík und auf Hertha BSC traf. Noch am ersten Turniertag war die erste Partie gegen Reykjavík angesetzt. Durch einen Doppelpack von Luis Görlich sowie Treffer von Grimmer und Foshag und ein Eigentor gelang der Rapp-Truppe mit 5:1 der nächste klare Sieg und ein gelungener Abschluss des ersten Turniertages.

Überzeugender Derbysieg im Halbfinale

Die Ausgangsposition für den zweiten war klar: Mit einem Sieg gegen Hertha BSC wäre die TSG sicher im Halbfinale, unter Umständen könnte es aber sogar mit einer Niederlage reichen, um unter die besten Vier zu kommen. Dazu mussten die Isländer von Víkingur im ersten Spiel des zweiten Turniertags Panathinaikos schlagen, was ihnen dann aber tatsächlich gelang, wodurch die TSG so gut wie sicher im Halbfinale stand. Denn dank ihres guten Torverhältnisses hätte die Rapp-Truppe schon mit mindestens zehn Toren Unterschied gegen die Berliner verlieren müssen, um noch Gruppendritter zu werden. Sie unterlag dann beim 3:4 aber nur knapp. Alberico, Foshag und wieder mal Grimmer erzielten dabei die TSG-Treffer.

Im Halbfinale kam es zum Duell gegen den VfB Stuttgart. Vor einem Jahr war das die Endspielpaarung gewesen und die zahlreichen Zuschauer im Sindelfinger Glaspalast bekamen mit dem Landesderby auch diesmal ein finalwürdiges Spiel zu sehen. Der VfB legte brandgefährlich los, doch Torhüter Isa Doğan parierte mehrmals bärenstark.

Auf der Gegenseite zeigte sich die TSG-Offensive kaltschnäuzig und zog durch Tore von Mawana und Tubluk auf 2:0 davon. Grimmer gelang anschließend auch noch ein Doppelpack, durch den er erstmals die Führung in der Torjägerliste einnahm. Als Russo dann auch noch das 5:0 erzielte, schien alles entschieden, doch der VfB gab nicht auf und kam in der zweiten Hälfte noch einmal auf 3:5 heran, ehe Görlich nach schönem Pass von Grimmer mit dem 6:3 das Spiel zugunsten der TSG entschied.

Grimmer trifft auch im Torwarttrikot

Im Endspiel wartete dann erneut Hertha BSC. Die Hauptstädter waren mit dem bundesligaerprobten Arne Maier als Kapitän ungeschlagen durch das Turnier gekommen und standen daher völlig zurecht im Finale. Die TSG hatte vor allem offensiv geglänzt und stellte mit 26 Toren in sechs Spielen die mit Abstand beste Offensive. Ein würdiges letztes Turnierspiel also.

Mawana brachte die Kraichgauer zunächst in Führung, ehe die Herthaner noch vor der Pause ausglichen. Nach dem Seitenwechsel trafen sie zwei weitere Male, sodass sich TSG-Coach Rapp zu ungewöhnlichen Maßnahmen gezwungen sah. Er nahm Torhüter Doğan raus und brachte mit Grimmer einen sechsten Feldspieler. Im Torwarttrikot knallte Grimmer dann bei einem Angriff den Ball in den Winkel und es wurde noch einmal spannend. Doch der vierte Berliner Treffer kurz danach war der K.o. für die TSG.

„Wir haben ein gutes Niveau erreicht“

Auf den zweiten Platz bei dem hochklassig besetzten Turnier waren die U19-Jungs jedoch, nachdem die erste Enttäuschung verdaut war, zurecht auch ein bisschen stolz. Der Trainer war zufrieden mit den beiden Turniertagen in Sindelfingen: „Die Jungs haben sich hier gut präsentiert“, fand Rapp. „Am ersten Tag waren unsere Leistungen noch etwas wechselhaft, heute war es dann sehr ordentlich und wir haben ein gutes Niveau erreicht. Ich glaube daher, dass wir verdient Zweiter geworden sind.“

Neben dem Pokal für den zweiten Platz konnte sich der TSG-Kapitän bei diesem Turnier, Lennart Grimmer, auch noch über den Torschützenkönig-Titel freuen. Seine acht Treffer als eigentlicher Verteidiger waren aller Ehren wert und blieben von allen anderen Spielern unerreicht. Bester Spieler des Turniers wurde Arne Maier von Hertha.

 

TSG-Ergebnisse und Tabellen

Vorrunde:

TSG 1899 Hoffenheim – FC Bayern München 3:5 (1:3)
TSG 1899 Hoffenheim – Panathinaikos 7:1 (2:0)
1.FC Köln – TSG 1899 Hoffenheim 5:2 (2:0)

1. | FC Bayern München | 9:8 | +1 | 6
2. | Panathinaikos | 7:8 | -1 | 6
3. | TSG 1899 Hoffenheim | 12:11 | +1 | 3
4. | 1.FC Köln | 5:9 | -4 | 3

Zwischenrunde:

Víkingur Reykjavik – TSG 1899 Hoffenheim 1:5 (1:2)
TSG 1899 Hoffenheim – Hertha BSC 3:4 (1:3)

1. | Hertha BSC | 13:8 | +5 | 13
2. | TSG 1899 Hoffenheim | 20:16 | +4 | 6
3. | Panathinaikos | 7:12 | -5 | 6
4. | Víkingur Reykjavik | 4:13 | -9 | 4

Halbfinale:

Hertha BSC – FC Bayern München 4:0 (2:0)
VfB Stuttgart – TSG 1899 Hoffenheim 3:6 (0:4)

Finale:

Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim 4:2 (1:1)

 

Die Endplatzierungen

1. Hertha BSC
2. TSG 1899 Hoffenheim
3. VfB Stuttgart
4. FC Bayern München
5. 1.FC Köln
6. Panathinaikos
7. Víkingur Reykjavik
8. Grasshopper Club Zürich

 

Die TSG-Torschützen

8 Tore:
Lennart Grimmer

4 Tore:
Steffen Foshag
Filston Mawana

3 Tore:
Stefano Russo
Luis Görlich

2 Tore:
Enes Tubluk
Domenico Alberico

1 Tor:
Nils Anhölcher

Hinzu kam ein Eigentor.

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