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15.11.2017

Volle Punktzahl: Die Gründe für die tolle Hinserie der U15

Elf Spiele, 33 Punkte. Die U15 verabschiedet sich mit der Maximalausbeute aus der Regionalliga-Hinserie, aber noch nicht in die Winterpause. Zwei schwierige Begegnungen stehen für das Team von Trainer Wolfgang Heller in diesem Kalenderjahr noch auf dem Programm. Achtzehn99.de blickt aber schon jetzt auf die makellose Hinrunde zurück.

Wer auf die aktuelle Tabelle der Regionalliga Süd schaut, möchte die U15 schon jetzt zum Meister küren. Acht Punkte beträgt der Vorsprung auf den schärfsten Verfolger VfB Stuttgart, sogar 13 auf die drittplatzierte Frankfurter Eintracht. Dass es so gut läuft, führt Heller auf mehrere Faktoren zurück. „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, in der die Mannschaft schnell zusammengefunden und die Neuzugänge sehr gut integriert hat.“ Höhepunkt war hier das Trainingslager in Sternenfels, der Heimat von Torwarttrainer Marjan Petković, in das die Jungs mit den eigenen Rädern gefahren sind. Als eine Art Schlüsselmoment der Vorbereitung bezeichnet Heller ein Turnier in Frickenhofen, als die U15 im Viertelfinale innerhalb von nur acht Minuten einen 0:2-Rückstand gegen den 1.FC Nürnberg in einen 4:2-Erfolg drehte – und am Ende das Turnier gewann.

Vier Spieler in Torjäger-Top-Ten

Ein weiterer Grund sei die Breite des Kaders. Wenn Spieler verletzungsbedingt ausfallen, schließen andere die Lücke. Es gibt nicht die Stammelf hier und die Ersatzbank da. Als zum Beispiel Mamin Sanyang, der alle drei Treffer zum 3:2-Auftaktsieg beim VfB Stuttgart beisteuerte, nach nur drei Spielen verletzt ausfiel, sprang Armindo Sieb in die Bresche. Der Neuzugang aus Leipzig hatte selbst die ersten beiden Begegnungen wegen fehlender Spielgenehmigung verpasst und war sofort da, als er gebraucht wurde. Mit acht Toren belegt er Platz zwei in der Torjägerliste, mit Luka Đurić (7), Nick Breitenbücher und Melkamu Frauendorf (je 5) sind drei weitere Hoffenheimer in den Top Ten vertreten.

 „Viele Spiele waren auch ziemlich eng“, will Heller die Euphorie nun auch nicht zu groß werden lassen. „Beim 3:2 in Stuttgart war es sehr knapp mit einem Pfostentreffer kurz vor Schluss und auch beim 1:0 gegen den KSC die Woche drauf haben wir uns sehr schwer getan.“ Die Tordifferenz von +27 deute auch darauf hin, dass es durchaus Spiele gab, die auf Messers Schneide standen. „Der VfB ist mal mit 22 Siegen und +125 Toren durch eine Saison marschiert“, erinnert sich Heller. Stimmt, das war in der Saison 2008/09 in der Oberliga Baden-Württemberg und ein Jahr vor der Einführung der Regionalliga Süd, als die Teams aus Hessen und Bayern dazukamen.

Nun sind vor der aktuellen Saison die bayrischen Mannschaften wieder in die Bayern-Liga gegangen. Das bedeutet kürzere Anfahrtswege, aber auch fehlende Duelle mit dem FC Bayern, 1860, dem 1.FC Nürnberg, Jahn Regensburg oder dem FC Augsburg. „Das waren schon immer sehr gute Gegner“, so Heller. „Aber die haben wir jetzt auch und wir können ja jederzeit Testspiele gegen andere Regionalligisten bestreiten.“ Gegen den „Club“ gab es bei einem Vorbereitungsturnier in Grasbrunn das bislang einzige Unentschieden. Sollten die Hoffenheimer Platz eins bis zum Schluss verteidigen, würden sie in einem Spiel auf neutralem Boden gegen den Sieger der Bayern-Staffel – aktuell tobt hier ein Dreikampf zwischen dem FC Bayern, 1860 und dem 1.FC Nürnberg – den Süddeutschen Meister ausspielen.

Am Wochenende Top-Spiel gegen den VfB

Am Wochenende empfängt die U15 um Kapitän und Innenverteidiger Luca Campanile zum ersten Rückrundenspiel den VfB Stuttgart. „Wir wissen natürlich, dass wir die Gejagten sind und jeder gegen uns eine Schippe draufpackt“, so Heller. Zumal die Stuttgarter sich beim aktuellen Rückstand wahrlich keine Niederlage erlauben dürfen, wenn sie ihre Titelchancen nicht begraben wollen. Wer das naturgemäß etwas anders sieht, ist Heller selbst, der zwar zugibt: „Natürlich macht man Rechenspiele.“ Aber: „Ein paar schlechte Spiele reichen, schon sieht die Sache wieder anders aus.“

Der 47-Jährige feiert Titel erst dann, wenn sie auch mathematisch unter Dach und Fach sind. „Wir haben eine super Vorrunde gespielt und gezeigt, dass wir jeden schlagen können – mehr aber auch nicht. Wenn alles perfekt gelaufen wäre, hätten wir kein Gegentor kassiert und 20 mehr geschossen. Es gibt noch einige Baustellen, und das kriegen die Jungs Woche für Woche in unseren Videoanalysen zu sehen.“

Nun ist Wolfgang Heller schon in seiner 13. Saison Cheftrainer in der TSG Akademie. Durch seine Hände sind viele Talente gegangen, einige von ihnen sind mittlerweile ganz oben angekommen. Wie beurteilt er denn den aktuellen 2003er Jahrgang? „Unser Kader ist in der Breite besser besetzt als die Jahre zuvor und wir haben mit Sicherheit einige Kandidaten dabei, die Profis werden können. Namen zu nennen ist schwierig, weil noch Unwägbarkeiten wie zum Beispiel Wachstumsschübe auf die Jungs zukommen.“

TSG Hoffenheim U15 – VfB Stuttgart U15
Samstag, 13:30 Uhr, Akademie-Arena

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