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SPIELFELD
07.09.2017

Hübner: "Von so einer Entwicklung träumt man"

Abwehrspieler Benjamin Hübner hat das Training des Hoffenheimer Chefcoachs Julian Nagelsmann als außergewöhnlich bezeichnet. „Unter Julian Nagelsmann zu trainieren ist speziell. Das ist eine größere Umstellung als ein Wechsel zu einem anderen Klub“, sagt der 28-Jährige im einem Interview mit dem TSG-Monatsmagazin SPIELFELD.

Nach komplizierten Anfangswochen hatte sich der Verteidiger in der vorigen Saison bei der TSG Hoffenheim zum Leistungsträger und Führungsspieler entwickelt. "Ich habe aufgrund meiner eigenen Erfahrung aus dem Vorjahr die Zugänge besonders beachtet und ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie sie sich verhalten und wie die Mannschaft auf sie wirkt. Bei einigen habe ich natürlich schon gemerkt, dass es eine ziemliche Umstellung ist", erklärt Hübner, der die im Juli neu zum Team gekommenen Kollegen mit Ratschlägen unterstützt. "Aber die Fragezeichen in den Blicken der Jungs werden weniger, ich hatte vor einem Jahr auch einige davon", sagt er. Besonders die hohen taktischen Anforderungen von Nagelsmann benötigten eine Eingewöhnungszeit.

Hübner, der in der vorigen Saison als Neuzugang vom FC Ingolstadt kam, hatte selbst Startschwierigkeiten. Er kam am 6. Spieltag erstmals zum Einsatz und wurde dann eine feste Größe auf der linken Abwehrseite. "Dass ich das kann, wusste ich damals schon. Aber ich wollte natürlich, dass es auch jeder andere weiß und war deshalb am Anfang vielleicht ein bisschen zu verkrampft", beschreibt Hübner im Rückblick seine Situation vor einem Jahr.

Dann startete der gebürtige Wiesbadener durch: "Ich hatte in dieser Phase auch viel Kontakt mit Julian, der mir Signale gegeben hat, dass er auf jeden Fall mit mir rechnet und etwas in mir sieht." Auch andere Spieler wie Steven Zuber und Adam Szalai rückten eher unerwartet im Saisonverlauf in den Blickpunkt. "Das war sehr auffällig und genau das ist in meinen Augen definitiv eine Qualität des Trainers. Ich kann ja nur für mich sprechen, aber meiner Meinung nach erhält hier jeder Spieler das Gefühl, ein wichtiger Teil der Mannschaft zu sein und zudem, dass Chancen kommen werden, im Saisonverlauf noch eine ganz wichtige Rolle einnehmen zu können."

Hübner ist einer der Spieler, die den Weg in den Profifußball nicht über die Ausbildung in einem Nachwuchsleistungszentrum eines Bundesligisten gefunden haben. In seiner Jugend spielte er auf Ascheplätzen, nun tritt er mit der TSG in der Europa League an. Die eigenen Erwartungen an seine Laufbahn hat er deutlich übertroffen. "Dass es hier so schnell geklappt hat, ist einfach unfassbar. Von so einer Entwicklung träumt man, kann aber nie damit rechnen. Umso schöner ist es natürlich, dass es so gekommen ist."

Darüber hinaus gibt es im neuen SPIELFELD viele weitere spannende Themen - Nico Schulz im Interview ohne Worte, ein Überblick über die Europa-League-Gegner der TSG und ein Portrait über Timmo Hardung: den Mann, der als Teammanager der TSG die Reisen durch den Kontinent organisiert. Auch Neuzugang Serge Gnabry stellt sich vor und Co-Trainer Alfred Schreuder nennt die elf größten niederländischen Trainer der Fußball-Geschichte. Zudem hat SPIELFELD die TSG-Fans in Liverpool begleitet und die Neuzugänge der U19 werden vorgestellt. Auch die TSG-Frauen kommen nicht zu kurz.

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