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ALLGEMEIN
05.12.2016

Gee Om - "Sich kümmern" in Afrika

Während in Deutschland die winterlichen Temperaturen die Menschen in ihre Winterjacken zwingen, herrschen auf der Südhalbkugel des Planeten bis zu 40 Grad Celsius. Im Gegensatz zu manchen Ferienregionen, in denen die Hitze die Urlauber erfreut, ist sie für viele Bewohner eine große Gefahr. So auch in Namibia, wo die Dürre für Wasserknappheit sorgt und so die Lebensgrundlage von Menschen und Tieren bedroht.

Die TSG Hoffenheim weiß um die Probleme, der Klub engagiert sich schon seit einigen Jahren aktiv in dem südafrikanischen Land. Zusammen mit der von Lutz Pfannenstiel – bei der TSG für Internationalisierung zuständig – gegründeten gemeinnützigen Organisation "Global United FC" stellte der Verein im Vorjahr zudem das auf drei Jahre angelegte Projekt "TSG 1899 Gee Om – Future for the Youth" auf die Beine. Der Name ist Programm: "Gee Om" stammt aus der Bantu-Sprache OshiWambo und bedeutet sinngemäß: "sich kümmern". Das Projekt ist ein Nachhaltigkeitsprogramm, mit dessen Hilfe Kinder und Jugendliche neben den Schwerpunktthemen Bildung und Ernährung auch im Bereich Klimaschutz und somit im verantwortungsbewussten Umgang mit Rohstoffen geschult werden.

"Wir leben auf dieser Erde noch in einem Paradies, und das sage ich mit Stolz. Aber das gilt es zu schützen", warnt Gee Om-Mitstreiter Wolfgang Schenk, der in Namibia aktiv für den Klimaschutz eintritt und in der Vorwoche eine Delegation der TSG Hoffenheim in Namibia begleitete. Neben Lutz Pfannenstiel reisten auch Geschäftsführer Dr. Peter Görlich und der zweite Vorsitzende der TSG, Kristian Baumgärtner, nach Afrika, um sich vor Ort von der Entwicklung der Projekte zu überzeugen und selbst Aufbauhilfe zu leisten. So hatte der Tross auch Kleidung, Fußbälle sowie Trikotsätze der TSG im Gepäck und versorgte Kinderheime, Suppenküchen und Hilfseinrichtungen in Townships mit Sachspenden sowie Nahrungsmitteln.

"Mischung aus Fußball und Aufklärung"

"Die TSG fördert das Projekt nicht nur finanziell, sondern auch mit Inhalten und aktiver Mitarbeit", hatte Vereinspräsident Peter Hofmann bereits bei der Gründung vor einem Jahr gesagt. Und in der Tat engagiert sich die TSG vielseitig: Neben dem Bau von Brunnen, Recycling-Stationen und dem Anlegen von Gärten sowie der Hilfe beim Erwerb von wichtigen technischen Hilfsmitteln steht vor allem die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Kinder und Jugendliche sollen schon frühzeitig für den Umweltschutz begeistert und mit Lösungsansätzen für die momentanen Probleme vertraut gemacht werden.

Denn sie werden die Folgen des Klimawandels spüren – und können ihn aktiv bekämpfen. Probleme sind bereits spürbar, die Hitze bei gleichzeitiger unzureichender Wasserversorgung im Land erschwert das Leben der Menschen derzeit. Darum ist Aufklärung eine Säule des Projekts. "Die Kinder müssen verstehen, dass sie ihre Umwelt beschützen müssen. Die Mischung aus Fußball und Aufklärung hilft dabei, sie für das Thema zu interessieren", sagt Ex-Torwart Pfannenstiel, der früher als Profi in Namibia spielte.

Die Nöte sind groß

Aus diesem Grund hat das Projekt auch prominente lokale Partner: Die Hoffenheimer Delegation wurde zu den Vorträgen an Schulen und Hilfseinrichtungen von der nationalen Fußballlegende Lolo Goraseb begleitet, der die Kinder und Jugendlichen über die Folgen des Klimawandels aufklärte. Auch die Behindertenschule Dagbreek School stand auf dem Reiseplan, sie ist ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Recycling und hat bereits mehrere Preise für ihr Engagement erhalten. "Man sieht, wie sinnvoll unser Geld angelegt ist und wie nachhaltig das Projekt wirkt", sagt Baumgärtner, der bereits mehrfach nach Namibia reiste.

Dr. Peter Görlich ist beeindruckt von der Entwicklung der geförderten Projekte – und hofft auf weitere Unterstützung der TSG-Familie: „Man bekommt hier unglaubliche Einblicke und sieht, wie wichtig unser Engagement ist. Mit einfachsten Mitteln können wir den Menschen, vor allem den Kindern und Jugendlichen, in Namibia viel Freude bereiten.“ Zwar erreicht der Verein mit Global United und dem Projekt Gee Om bereits viele Kinder, Schulen und Hilfsbedürftige, die Nöte der Menschen sind aber natürlich dennoch groß.

Weitere Impressionen zum Engagement der TSG in Namibia folgen ab sofort auf achtzehn99.de und unserem Facebook-Auftritt.

Zum Global United FC >>

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