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29.10.2015

Huub Stevens: "Mensch & Fußball sind komplex"

Samstag, 15.30 Uhr. Huub Stevens sitzt in Köln erstmals als Chef-Trainer auf der TSG-Bank. Auf der Pressekonferenz vor der Partie spricht er über das Duell am 11. Spieltag.

Huub Stevens über ...


... den Gegner.

Ich habe die Kölner gegen Schalke 04 live gesehen - da haben sie einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Das ist eine gute Mannschaft, aus der kein einzelner Spieler heraussticht. Deshalb wird das kein einfaches Spiel für uns.

... das Personal.

Kevin Volland und Ermin Bicakcic fehlen gesperrt. Dazu wird Philipp Ochs ausfallen. Er hat muskuläre Probleme. Ebenso müssen wir auf die Langzeitverletzten Kai Herdling und Jiloan Hamad verzichten.

... die sportliche Situation I.

Jeder Spieler soll seine Stärken in die Mannschaft einbringen. Darum geht es. Du musst im richtigen Moment auf dem Platz tun, was dein Mitspieler von dir will. Das ist nicht einfach. Eines ist ganz wichtig: die Einstellung stimmt bei allen. Die Jungs wollen, sie wollen sich zeigen. Jeder hat im Training Vollgas gegeben. Das müssen wir aufs Feld bringen - dort ist jeder verantwortlich, nicht nur der Kapitän. Eigentlich sind alle Spieler Kapitäne, aber einer braucht eben die Binde um den Arm.

... die sportliche Situation II.

Das erste Spiel bei einem neuen Klub ist trotz aller Erfahrung, die ich mitbringe, immer ein Besonderes. Die Frage ist, ob ich direkt die richtige Mannschaft finde. Das ist der Druck, unter dem ich stehe. Ich analysiere viel und wir haben in den vergangenen Tagen mit dem Trainerteam harmonisch zusammengearbeitet, aber ich kann nicht alles sehen. Wir tun das alles gemeinsam. Das ist das Schöne am Fußball. Es ist niemals einer alleine, der ein Spiel entscheidet.  Das ist viel Arbeit - ich habe zum Beispiel den Kraftraum noch gar nicht gesehen, weil wir im Trainerbüro ständig in Gesprächen über die Mannschaft und den Gegner sind.

... die sportliche Situation III.

Der Mensch ist ein Mensch. Er ist kein Computer. Er hat Emotionen. Das ist eine komplexe Angelegenheit. Es geht darum, bestimmte Dinge herauszunehmen und andere herauszukitzeln. Ich versuche, der Mannschaft Vertrauen zu geben. Sie soll Spaß haben. Warum es bei manchen Teams direkt nach einem Trainerwechsel sofort wieder klappt, kann ich nicht sagen. Dazu ist der Fußball zu komplex. Ich kann das nicht erklären.

Die bisherigen Duelle:

Zehn Mal standen sich die TSG und der FC in der Bundesliga gegenüber. Die Bilanz ist recht ausgeglichen. Dreimal siegte "Hoffe", dreimal wurden die Punkte geteilt, vier Mal holte sich Köln den "Dreier". Der letzte TSG-Sieg liegt allerdings schon lange zurück - am 21. November 2009 trafen Eduardo, Obasi, Ba und Ibisevic beim 4:0 in Köln.

Die Form des Gegners:

Das Team von Peter Stöger startete mit drei Siegen aus fünf Spielen in die Saison - lag damals auf Platz fünf der Tabelle. Aus den vergangenen fünf Partien gab es dann nur noch einen Sieg, zuletzt zwei Niederlagen in Serie. Die Folge? Das Abrutschen auf Platz neun. Dennoch ist man in der Domstadt mit dem ersten Drittel der Bundesliga-Saison 15/16 zufrieden. Ein Wermutstropfen ist das Aus in der zweiten Pokal-Runde am Mittwochabend bei Werder Bremen. Die dritte Niederlage nacheinander.

Das Schlüsselduell:

Wer Anthony Modeste stoppt, stoppt den FC. So sieht es im Saisonverlauf zumindest aus. Der Ex-Hoffenheimer erlebt in Köln einen Start nach Maß - sechs Tore und zwei Vorlagen in der Liga, drei Treffer im Pokal. Zuletzt blieb der Franzose aber dreimal ohne Scorerpunkt, dreimal verloren die Kölner. Erst einmal im Saisonverlauf, beim 2:0 gegen die Hertha, holte die Stöger-Elf Zählbares ohne Zählbares von Modeste.

 

Daten & Fakten zum Spiel »

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